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Geithain Kinderspielstadt im Juli in Geithain geplant
Region Geithain Kinderspielstadt im Juli in Geithain geplant
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17:16 19.05.2015
Heike Schüürmann (l.) erklärt Andrea Klose das Projekt Kinderspielstadt, das im Juli in Geithain stattfindet. Quelle: Jens Paul Taubert

Das ist ein Projekt des Vereins "KinderZeit", seine Vorsitzende Heike Schüürmann hat es jetzt in Geithain vorgestellt.

Bürgermeisterwahlen stehen im Sommer in Geithain an und auch ein Stadtrat wird bestimmt. Wahlberechtigt sind alle Mädchen und Jungen, die am Projekt Kinderspielstadt teilnehmen. Schon bei der Anmeldung können sie einen Berufswunsch angeben. Da in der Regel mehrere das Bürgermeisteramt anstreben, beschäftigen sich die Kandidaten als Erstes mit ihrem Wahlprogramm und erstellen ein Plakat. Wenn das "Stadtoberhaupt" gern einmal basteln oder spielen möchte, kann er oder sie diese Aufgabe aber ebenso ehrenamtlich erfüllen. Mädchen und Jungen werden auch beim Tischler, Steinmetz oder Schneider arbeiten, hier kommen richtige Handwerker und bringen Maschinen mit. Als Anwältin beziehungsweise Feuerwehrfrau zeichneten sich Kinder ein, als der Verein das Projekt beim Tag der offenen Tür der Geithainer Fremdsprachenkindertageseinrichtung Little Stars vorstellte. "Die Jobs als Polizisten sind immer als Erstes weg", erzählte die Vereinsvorsitzende Heike Schüürmann. Fast ebenso gefragt seien Wachdienst, Feuerwehr und Friseur. Wem seine Arbeit nicht mehr gefällt, der hat eine Stunde Kündigungsfrist, dann kann er sich beim Arbeitsamt eine neuen Job besorgen. Für die Arbeit gibt es Spielgeld, davon "kaufen" sich die Kinder beispielsweise ihr Mittagessen.

Das Ganze findet in einem großen Raum oder Saal statt, der in verschiedene Bereiche unterteilt wird - Café und Rathaus, Bank und Werkstätten, Straßen, Wege und Plätze. Das sei ein "großes logistisches Ereignis", so Schüürmann. Rund 50 Mitarbeiter und weitere Helfer leben und arbeiten mit den Kindern in der Stadt - täglich von 9 bis 15 Uhr. Früh und nachmittags gibt es jeweils eine Bürgerversammlung. Über Eingaben ins Rathaus wird abgestimmt, die Polizei legt einen Bußgeldkatalog fest, beispielsweise für zu schnelles Fahren mit dem Handwagen.

Sie fasziniere immer wieder die Selbstständigkeit der Kinder, wie sie ihre Rollen leben, wie kreativ sie sind und wie das Zusammenspiel funktioniere, erklärte die Vereinschefin. Die Teilnahme vermittle Kindern eine erste Vorstellung vom Arbeits- und Berufsleben, das zeige das Feedback von Eltern. Die Kinder hätten auch die Möglichkeit, "ein erstes Grundverständnis von demokratischen Verfahren mitzunehmen", erklärte Heike Schüürmann.

Sie spricht begeistert und fasziniert von der Idee Kinderspielstadt, die vor über 30 Jahren in München entstanden sei. Die erste Kinderstadt im heutigen Landkreis Leipzig fand 2007 in Belgershain statt, 2008 wurde der Verein als Träger gegründet, er hat heute zehn Mitglieder. Das Projekt wandert - gefördert durch den lokalen Aktionsplan - durch den Kreis, sie sei auf Geithain zugegangen und hier mit offenen Armen empfangen worden, so Schüürmann.

"Nun suchen wir Bürger für unsere Stadt - wenigstens 100 Kinder, nach oben offen", erklärte sie, die Anmeldung ist bis 15. Juni möglich. Für Essen und Betreuung zahlen Eltern für die ganze Woche 35 Euro. Melden können sich auch weitere Helfer (gegen Aufwandsentschädigung), gern Schüler ab 15 Jahre. Gesucht wird außerdem noch ein Koch, der alle beköstigt.

Die Einrichtung Little Stars unterstützt das Projekt. "Vorgesehen ist, dass die Hortkinder an der Spielstadt teilnehmen", kündigte Kita-Leiterin Silke Müller am Freitag an. Sie würden auch in die Vorbereitung mit einbezogen.

Anmeldung und Kontakt über Heike Schüürmann, Telefon 0177/7575425, E-Mail: heike.schuurmann@web.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.04.2013

INGE ENGELHARDT

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