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Geithain Kita in Ossa bekommt dichtes Dach – Platz vor der Halle in Narsdorf wird gestaltet
Region Geithain Kita in Ossa bekommt dichtes Dach – Platz vor der Halle in Narsdorf wird gestaltet
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12:58 14.10.2016
In der Kindertagesstätte in Ossa ist 2012 der Sanitärraum saniert worden, nun soll die Einrichtung auch ein dichtes Dach bekommen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Narsdorf

Das Gesetz, das die Investitionskraft sächsischer Kommunen heben soll und den lyrischen Titel „Brücken in die Zukunft“ trägt, ermöglicht Narsdorf die Umsetzung mehrerer wichtiger Vorhaben. Eines davon: die Sanierung des Dachs der Kindertagesstätte in Ossa. Damit befasste sich der Gemeinderat auf seiner Sitzung am Donnerstagabend.

Wasser dringt in die Kindereinrichtung

Das Gebäude wurde vor mehr als einem Vierteljahrhundert mit Bitumen-Schindeln eingedeckt. Die, sagt Bürgermeister Andreas Große (parteilos), seien inzwischen verschlissen; Wasser dringe an mehreren Stellen ein. Trotz verschiedener Reparaturen sei eine grundsätzliche Behebung der Schäden nicht länger aufzuschieben. Die Neueindeckung soll mittels Kunststoffbahnen erfolgen, so wie es bereits an der Kindereinrichtung in Narsdorf praktiziert wurde. Die Arbeiten dort „sind auch die Grundlage unserer Kostenschätzung“. Die geht von 40 000 Euro aus. Drei Viertel dieser Summe würde vom Land Sachsen kommen; die Gemeinde selbst müsste 10 000 Euro aufbringen. Der Gemeinderat beschloss, diese Investition im nächsten Jahr zu tätigen und die Fördermittel jetzt zu beantragen. Ziel sei es, möglichst im Frühjahr 2017 mit den Arbeiten zu beginnen.

Aus Turnhalle wird Mehrzweckhalle

Ebenfalls auf der Tagesordnung standen zwei weitere Projekte, für die Narsdorf auf Fördermittel des Programms setzt, hier allerdings auf jene des Bundes. Das sei auch der Grund dafür, warum man die Beschlüsse jetzt noch nicht fasse, da sie erst zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich seien, so Große. An den Projekten aber halte man fest. Zum einen geht es um eine Nutzungsänderung für die Narsdorfer Mehrzweckhalle, seit Jahren schon „ein leidiges Thema“. Beantragt und errichtet wurde der Bau als Turnhalle, die Einweihung war 1996. Dass er darüber hinaus gern auch zu Veranstaltungen mit größerem Publikum genutzt wird – für Faschingsveranstaltungen und Tage der offenen Tür der Grundschule zum Beispiel –, kollidiert mit baurechtlichen Fragen. Die Bauaufsicht des Landkreises, sagt Große, habe angemahnt, für solche Fälle den erhöhten Anforderungen etwa des Brandschutzes Rechnung zu tragen. Große geht allerdings davon aus, dass dem ohne größere bauliche Eingriffe Genüge getan werden könne. Es geht vor allem um Planungsleistungen, weshalb man mit 20 000 Euro in Summe hinkommen dürfte; drei Viertel dieser Summe käme dann aus dem Bundeshaushalt.

Platzgestaltung erst nach Straßenbau

Zum zweiten muss der Platz vor der Halle neu gestaltet werden. Eltern kritisierten zu Recht die unsichere Verkehrssituation auf dem Parkplatz, wo zugleich die Schulbusse hielten, so der Bürgermeister. Außerdem seien die Platten in schlechtem Zustand und eine zusätzliche Unfallgefahr. Ehe die Gemeinde hier aber tätig werden könne, müsse erst der Ausbau der das Dorf durchziehenden Kreisstraße realisiert werden. Das hat der Landkreis Leipzig 2017 vor – und benötigt besagten Parkplatz als provisorische Buswendeschleife. Denn gebaut wird in mehreren Abschnitten, so dass die Grundschule, wenn auch aus wechselnder Richtung, immer erreichbar sein soll. Erst danach will die Kommune den Platz herrichten, Haltestelle und Parkflächen klar trennen – und dabei auch jenen Zukunftsplänen der Narsdorfer Feuerwehr Rechnung tragen, die unmittelbar neben der alten Schule gern ein neues Depot errichtet sähe. Auch wenn das zurzeit nicht finanzierbar sei, werde man das bei der Platzgestaltung bereits berücksichtigen.

Von Ekkehard Schulreich

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