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Geithain Kleinbeucha ist Schwerpunkt für Investitionen
Region Geithain Kleinbeucha ist Schwerpunkt für Investitionen
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18:24 04.05.2011
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. Grundstückseigentümer in Steinbach und Beucha haben dafür drei Jahre länger Zeit. Für das Gros der Eigentümer ist das kein Thema, denn abgesehen von Kleinbeucha sind die Ortslagen in weiten Teilen an das Klärwerk Espenhain angeschlossen.

Für Stockheim und Kleinbeucha ist die Fördermittelfrage jetzt geklärt. „Bis zum Sommer erhalten alle Grundstückseigentümer, die betroffen sind, von uns ein umfangreiches Informationsmaterial zur Förderung und Terminstellung", sagt Sven Lindstedt, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes (AZV) Espenhain. Dazu wurde etwas im jüngsten städtischen Amtsblatt veröffentlicht. In einem zweiten Schritt würden dann im November/Dezember die Sanierungsbescheide verschickt. Diese Terminkette habe sich bewährt. Wer seine Kleinkläranlage auf Vollbiologie-Standard bringen müsse, fahre in vielen Fällen mit einer Nachrüstung am kostengünstigsten, sagt Lindstedt. Hier bewegten sich die Kosten um die 2500 Euro, wobei 1000 Euro Förderung durch die Sächsische Aufbaubank genutzt werden könnten. Für Neubauten liege die Förderung höher.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Bad Lausicker Ortsteilen, die zum Versorgungsverband Grimma-Geithain gehören, verfügt der AZV Espenhain über ein verzweigtes Kanalnetz, an das die zentralen Bereiche der nördlichen Ortsteile – mit der Ausnahme von Kleinbeucha – angeschlossen sind. Sie führen ihre Abwässer direkt nach Espenhain ab. In Steinbach sieht der Verband deshalb keinen Handlungsdruck mehr. In Stockheim müssen zwölf Eigentümer ihre Kleinkläranlage ertüchtigen, in Beucha fünf, in Kleinbeucha 20, in Lauterbach sieben.

Zwar errichte und betreibe der AZV selbst Gruppenkläranlagen, wo es aus technischen und rechtlichen Gründen geboten sei – etwa in Kitzscher, Hopfgarten und Großbuch. Für die nördlichen Bad Lausicker Ortsteile „konnte kein sinnvoller Ansatzpunkt für die Errichtung von solchen Anlagen für mehr als 35 angeschlossene Anwohner gefunden werden". Auch in Kleinbeucha, dem Schwerpunkt der nötigen Investitionen, lohne das nicht.

Grundsätzlich habe der Verband keine Einwände gegen eine Initiative von Grundstückseigentümern, die sich für den Bau einer Gruppenanlage zusammentun wollten. In Stockheim schließe der AZV an die schon vor Jahren errichtete Druckleitung all jene Grundstücke an, „wo dies aufgrund der örtlichen Lage wirtschaftlich sinnvoll" sei.

Wer selbst investieren müsse, dem stehe der AZV helfend zur Seite, versichert Sven Lindstedt. „In Fragen der Antragstellung, Umrüstung und Förderung beraten wir kostenfrei", sagt er. Technische Empfehlungen zu Anlagen könne der Verband nicht geben, da er sich neutral zu verhalten habe. Anders als andere Verbände sei es nicht möglich, die Wartung der Kleinkläranlagen kostengünstig anzubieten: „Wir haben dazu keine eigenen Mitarbeiter."

Ekkehard Schulreich

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