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Kneipp-Gütesiegel überreicht

Kneipp-Gütesiegel überreicht

Das Kneipp-Gütesiegel trägt jetzt die Bad Lausicker Kindertagesstätte "Waldfrieden": Beim Sommerfest übergab der Kneipp-Bund Wörishofen der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt Mulde/Collm das Zertifikat.

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Die Kita "Waldfrieden" hat das Zertifikat Kneippkindergarten erhalten.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Es markiert den Zielpunkt einer über Jahre währenden inhaltlichen Neuorientierung, nachdem die Kita über längere Zeit auf religionspädagogische Ansätze und Zweisprachigkeit gesetzt hatte.

 

 

"Wir wollten einen neuen Schwerpunkt setzen, haben uns, die Eltern, die Kinder gefragt: Was ist uns wichtig? Was passt zu uns, zu unserem Haus? Wo liegen unsere Stärken", sagt Ina Knofe, die die Kindertagesstätte leitet. Ein unverwechselbares Profil zu haben, sei wichtig auch für die Eltern, damit die tatsächlich auswählen könnten, wenn sie eine Betreuung für ihre Sprösslinge suchten.

 

 

Dass das "Waldfrieden"-Team den Naturmediziner Sebastian Kneipp, der auf die Heilkraft des Wassers, der Luft, des Lichtes setzt, für sich entdeckte, verwundert kaum. "Seine Grundsätze passen zu uns und zu einer Kurstadt. Vieles von dem haben wir bereits unbewusst gemacht", sagt Knofe. Seit vier Jahren wurde das bewusst betrieben, erweitert, in eine konzeptionelle Form gegossen. Die Erzieherinnen besuchten Weiterbildungen des Kneipp-Bundes in Dresden und an der Gesundheitsakademie an Kneipps Wirkungsort Wörishofen. "Auf Elternabenden haben wir unsere Visionen vorgestellt. Die Eltern müssen wir einfach im Boot haben, damit das, was wir tun, auch zu Hause eine Nachhaltigkeit hat."

 

 

Durch taunasses Gras laufen oder im Winter barfuß durch den Schnee - in der am Stadt- und Waldrand gelegenen Einrichtung mit ihrem weitläufigen Garten ist das längst Usus. Und kommt bei den Mädchen und Jungen an - wie viele Beschäftigungen, die Kneipps fünf Elemente Lebensordnung, Bewegung, Ernährung, Wasser und Heilpflanzen zum Hintergrund haben. Apropos Pflanzen: Kräuter bauen die Kinder selbst an und verarbeiten sie auch zu leckeren Speisen, Experimente eingeschlossen, sagt Ina Knofe: "Sie mischen Tees, füllen kleine Duftkissen - und haben Aha-Effekte, etwa wenn sie Minzzucker erfinden." Die Eltern unterstützen die Profilierung der Einrichtung auf verschiedene Weise. Kürzlich erst richteten sie einen Barfuß-Pfad ein, der im Mai eingeweiht wurde und gern genutzt wird. Bewacht wird der durch einen knorrigen Kerl mit einer Eule auf dem Hut, den der Glastener Holzbildhauer Andreas Zwalina aus einem Stamm für die Kinder sägte.

 

 

Mit dem Erhalt dieses Kneipp-Gütesiegels hat das "Waldfrieden"-Team somit ein wichtiges Ziel erreicht. Stehen bleiben könne man aber keinesfalls, so Knofe. Das Konzept müsse weiterwachsen, und auch die Qualifizierungen der Erzieherinnen würden fortgesetzt: "Uns geht es um eine längerfristige Ausrichtung."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.08.2014
Ekkehard Schulreich

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