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Geithain Kohren-Sahlis: Hannelore Röhl stellt im Töpfermuseum aus
Region Geithain Kohren-Sahlis: Hannelore Röhl stellt im Töpfermuseum aus
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19:45 04.07.2016
Viele Besucher der Ausstellung haben bei der Vernissage das Gespräch mit der Künstlerin Hannelore Röhl (sitzend) gesucht. Quelle: Jens Paul Taubert
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Kohren-Sahlis

Wer das Kohrener Land entdecken will, der sollte die Treppe ins Obergeschoss des Töpfermuseums in Kohren-Sahlis hinaufsteigen. Dort ist am Sonnabend die Ausstellung „Kohrener Landschaften“ mit Bildern von Hannelore Röhl eröffnet worden. Die Resonanz war groß, rund 50 Besucher kamen. Viele kennen die Malerin seit Jahrzehnten, sind ihr und ihren Bildern verbunden.

Die 82-Jährige lebt in Leipzig, ihre Aquarelle sind jedoch fast alle in Kohren entstanden. „Maximal zehn Minuten zu Fuß von hier bergan – im kleinsten und noch ursprünglichsten Haus des Terpitzer Weges – auf der 1. Etage hinterm Fachwerk mit seinem Spalierobst davor...“, sagte Katharina Röhl, die Tochter der Künstlerin, bei der Vernissage. Ihren fachlichen Blick als Kunsthistorikerin verbindet sie mit dem persönlichen auf das Werk ihrer Mutter. Alle gezeigten Aquarelle haben sehr viel mit Kohren und der umgebenden Landschaft zu tun – ohne sie fotografisch abzubilden. Bekanntes lässt sich teils erahnen, doch es sind immer Röhls innere Bilder, Motive mit universeller Botschaft, die den Weg aufs Papier finden. So tanzen auf dem Bild „Kirchen im Kohrener Land“ gleich mehrere Gotteshäuser dicht beisammen. Sie sind Landmarken für die Malerin, wenn sie von Leipzig nach Kohren kommt.

Die kleine Stadt ist für sie Arbeitsort. „Wenn ich diese Kohrener Häuser sehe, dann kann ich malen“, sagte sie. Sie könnte wohl auch sagen „muss ich malen“. Meist sei der Beginn auf dem Papier etwas Zufälliges, erklärte Katharina Röhl. Aus Linien und Farben – manchmal beginnt das Malen fast spielerisch – nehme etwas Gestalt an, wachse, werde Malschicht um Malschicht bewusster ausgeformt bis etwas Verborgenes entdeckt, freigelegt sei.

Die großen Formate sind heute zu anstrengend für die 82-Jährige, in der kleinen Form setzt sie ihre Sicht- und Malweise fort. Die Schau zeigt früher entstandene Bilder wie „Die große Sonne“ von 2002, das bei der Vernissage vom Fleck weg verkauft wurde, aber auch gerade erst entstandene Arbeiten wie „Dorf im Kohrener Land“.

Diese Bilder würden wunderbar in die Räume des Töpfermuseums passen, freute sich Museumschefin Corinne Schulze, für die es die erste Begegnung war. Vor 18 Jahren hatte es zuletzt eine Ausstellung mit Röhlschen Aquarellen in Kohren und auch in diesem Museum gegeben. Zu jenen, die eine neue Schau hartnäckig anmahnten, gehörte die Kohrenerin Bärbel Pinder. Nun sind die Bilder an den Ort ihrer Entstehung zurückgekehrt – „lebens-, sogar kunstgeschichtliche Abbilder eines zurückgelegten Weges“, so Katharina Röhl.

Die Schau ist bis zum 31. Oktober zu sehen. Das Töpfermuseum in Kohren-Sahlis lädt von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen jeweils von 13 bis 17 Uhr ein.

Von Inge Engelhardt

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