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Kohren-Sahlis: Hannelore Röhl zeigt in Leipzig über 60 Aquarelle

Ausstellung Kohren-Sahlis: Hannelore Röhl zeigt in Leipzig über 60 Aquarelle

Die Malerin Hannelore Röhl, die in Leipzig lebt und Kohren-Sahlis eng verbunden ist, stellt noch bis Ende Juni im Diakonissenkrankenhaus Leipzig aus. Die meisten Arbeiten sind in Kohren entstanden. Unter dem Titel „In Gottes Garten Tag und Nacht“ sind in Leipzig 64 Aquarelle der 83-Jährigen zu sehen.

Hannelore Röhl in ihrer Ausstellung im Vorjahr im Töpfermuseum Kohren-Sahlis. Ihre aktuelle Schau läuft bis Ende Juni im Diakonissenkrankenhaus Leipzig.

Quelle: Jens Paul Taubert

Kohren-Sahlis/Leipzig. Die Malerin Hannelore Röhl, die in Leipzig lebt und Kohren-Sahlis eng verbunden ist, stellt noch bis Ende Juni im Diakonissenkrankenhaus Leipzig aus. Die meisten Arbeiten sind in Kohren entstanden. Röhls Ausstellung im dortigen Töpfermuseum im Vorjahr ist vielen noch in guter Erinnerung. Unter dem Titel „In Gottes Garten Tag und Nacht“ sind nun in Leipzig 64 Aquarelle der 83-Jährigen zu sehen.

Ob Bäume bizarr in die Höhe ragen oder Kirchtürme die Wolken zu kitzeln scheinen, ihre Bilder lassen die Betrachter still verharren und versetzen sie in eine leise wie eindringliche Poesie der Farben. Sowohl Bäume am Tag als auch Bäume in der Nacht sind zu sehen. In dem Bild „Bäume im Frühling“ streben dicht an dicht Ast- und Stammlinien in den Himmel. In der Mitte des Bildes ist der Blick freigeben bis hin zum Horizont. So entsteht in der noch nassen, an Farben kargen Vorfrühlingszeit Räumlichkeit. Wälder können Jahrhunderte hindurch wachsen und gedeihen, sie können aber auch vom Menschen, der in seinem Wahn, alles Lebende beherrschen zu wollen, zerstückelt und zerstört werden. Die Ambivalenz des Menschen im Umgang mit der Natur ist ein Thema, das Hannelore Röhl in ihren Bildern wieder und wieder zur Sprache bringt.

Die Künstlerin aus Leipzig und Kohren-Sahlis zeichnet sich ihre Sorge von der Seele. Daher sind auch bedrückende Landschaftsszenen zu entdecken, die alles andere als eine Idylle symbolisieren. Das Aquarell „Sterbender Wald bei Espenhain“ zeigt nichts Grünes und Blühendes, sondern eine erstarrte Gruppe von Stämmen. Ein schockierender Zustand. Die Versammlung der toten Bäume ist in ein rötliches Licht gehüllt. Der Betrachter verstummt betroffen. Es drängt sich ihm der Gedanke auf, dass im gemeinsamen Haus Erde kein Friede mit der Natur herrscht. Krieg und Zerstörung allerorten. Auch vor der Haustür hierzulande.

Hannelore Röhl zeigt dennoch, dass ein Leben ohne Entfremdung von der Natur möglich sein kann. In einem Dörfchen beispielsweise mit fröhlichem Kirchturm und rotbedachten Häuschen, denen kuglige Baumkronen Schutz und Schatten spenden.

Die Bilder mit den vielen zarten Baumfantasien sind Werke einer sehenden, träumenden und kritischen Künstlerin – Arbeiten einer Malerin, die an vertrauten Orten draußen in der Natur frei und dankbar atmet, um am Aquarelltisch tief in die Erinnerung eingeprägte Kompositionen aus Form und Farbe aufs Papier zu bringen.

Das Diakonissenkrankenhaus Leipzig befindet sich in der Georg-Schwarz-Straße 49. Die Bilder hängen in den Fluren und sind bis Ende Juni zu sehen.

Von Konrad Lindner

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