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Kohren-Sahlis - von seiner Sonnenseite

400 Wanderer erlebten einen spätsommerlichen Tag mit Geschichte und Geschichten bei der 22. LVZ-Wanderung Kohren-Sahlis - von seiner Sonnenseite

Ob put(z)scheln für den Austausch kleinstädtischer Neuigkeiten oder romantischer Bekenntnisse in der Abenddämmerung steht – das bleibt auch nach der 22. LVZ-Wanderung am Sonnabend der Fantasie jedes Einzelnen anheimgestellt.

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Quelle: Jens-Paul Taubert

Kohren-Sahlis. Ob put(z)scheln für den Austausch kleinstädtischer Neuigkeiten oder romantischer Bekenntnisse in der Abenddämmerung steht – das bleibt auch nach der 22. LVZ-Wanderung am Sonnabend der Fantasie jedes Einzelnen anheimgestellt. Zweifelsohne aber genossen die rund 400 Wanderer, die sich gemeinsam auf einen Weg rund um Kohren-Sahlis machten, von der Put(z)schelbank herab einen beeindruckenden Blick auf den Markt mit seinem Töpferbrunnen. Günter Barthel vom Geschichtsverein untersetzte den mit historischen Informationen. So wie er sorgten unzählige Mitstreiter und Unterstützer dafür, dass die Wandertour unter spätsommerlichem Himmel zu einer der angenehmsten wurde seit dem Start im LVZ-Jubiläumsjahr 1994.

22. LVZ Wanderung -2015 im Kohrener Land.

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„Ein wunderschöner Tag“, fasste es Stephan Weise zusammen, als er am Mittag das Wanderfest-Zelt neben Lindigtmühle und Lindenvorwerk erreichte. Für den Geithainer war es eine Premiere, was für Mitwanderer wie Edith Börngen aus Frohburg längst zur herbstlichen Tradition gehört: „Wir gehen von Anfang an mit“, sagte sie, und Heide Kronschnabel aus Borna – beide sind aktiv im Turnverein Frohburg und hatten am Abend noch die Jubiläumsparty ihres Vereins zu absolvieren – ergänzte: „Es gibt immer Neues zu entdecken.“
Genau das war die Absicht: Vom Lindenvorwerk aus ging es über den Lenkersberg hinüber nach Terpitz, zu den beiden Kohrener Burgtürmen, zum Töpfermuseum und dann am Mausbach – vorbei am Gellertbrunnen – zurück. Wissenswertes zur Stadtgeschichte gab es unterwegs. Klaus Sliwanski und Karsten Krüger von den Oldtimerfreunden führten durch ihr „mit Fördergeld und vor allem einer Menge Eigeninitiative“ errichtetes Vereinshaus.
Im Terpitzer „Elisenhof“ sorgte Familie Fichtner für ein Frühstück auf der Sonnenterrasse; die Brötchen dazu in Form eines Wanderstiefels – bei dem selbst der Senkel nicht fehlte! – kreierte die Gnandsteiner Bäckerei Reiße. Weit über die Stadt hin zu hören waren die Jagdhornbläser des Geithainer Jagdverbandes, für die Wanderer an den Burgtürmen musizierten. Im Töpfermuseum gaben Corinne Schulze und Kerstin Juhlemann Einblicke in das im Kohrener Land seit Jahrhunderten beheimatete Töpferhandwerk. Darüber hinaus über Kultur und Natur, Land und Leute zu erzählen, war Herzensangelegenheit der mehr als ein Dutzend Wanderführer.
Dass die den Erwartungen entsprachen, bestätigten Christina und Gerold Trenkmann: „Kompetente Führung, sehr gut organisiert. Ein paar Wege sind wir, obwohl Frohburger, in unserem Leben noch nicht gegangen.“ Freude am Wandern in der Gemeinschaft ließ auch Siegrid Weber und Edith Schiwora aus Bad Lausick die Schuhe schnüren. Beide gehören einer über die Kurstadt hinaus sehr aktiven Gruppe an und hatten mit Bernd Bertram gleich einen ihrer Experten an der Seite. Das Kohrener Land mal von einer privaten Seite zeigen wollte Katrin Heinrich aus Kohren-Sahlis, lud ihre beiden Kolleginnen Katharina Naumann und Renate Finsterbusch aus dem Mittelsächsischen ein. Und die – waren angetan und wollen wiederkommen.
„Den Berg hoch hab ich geschwitzt“, räumte Renate Becker aus Leipzig ein, die, längst wieder entspannt, sich wie ihre Familie das Frühstück auf dem „Elisenhof“ munden ließ. „Wir haben heute ein Superwetter, das entschädigt uns für das vorige Jahr“, meinte Hannelore Flämig mit Blick auf die verregnete Geithainer Tour 2014. Die Brandiserin war erneut mit Rosemarie Hofmann aus Altenbach und Martina Schnippa aus Zei-titz auf Tour. „Das macht Freude, und man lernt andere Menschen kennen“, meinten beide unisono. „Man kommt in Ecken, die man sonst nicht sieht“, sagte Holger Naumann aus Narsdorf, mit seiner Frau Cornelia dabei. Doreen Gerhardt ergänzte: „Weil in Gruppen gewandert wird, ist es auch nicht so geballt. Da erfährt man was.“
Wer sich nach zwölf Kilometern in der wärmenden Septembersonne dem Festzelt näherte, wurde von der Blasmusik der „Kuchn-Lunzner“ und Moderator Michael Franke begrüßt. Um Erfrischendes und Nährendes kümmerten sich Lindenvorwerks-Wirt Peter Hetzer und sein Team. Der Fremdenverkehrsverband Kohrener Land, Wanderpartner seit Beginn an, war präsent, das Bad Lausicker Freizeitbad „Riff“ mit seinem Glücksrad vertreten. Nach einer Verschnaufpause konnte die Lindigtmühle besichtigt werden. Gefragt war das frische Brot aus dem Mühlenbackofen. Die LVZ-Post wartete mit einem Novum auf: Sie druckte vor Ort Briefmarken-Bögen mit individuellem Konterfei. Ein Angebot, das sich Karla Enghardt und Renate Hannuschka aus Geithain nicht entgehen ließen: Die beiden, seit 15 Jahren gern mit von der Partie, nutzten die Marken, um via Ansichtskarte Verwandte vom Wanderfest zu grüßen. An Glücksfee Julia war es, die Gewinner des Wanderquiz‘ zu ziehen. Den Hauptpreis, einen Einkaufsgutschein, übergab LVZ-Regionalverlagsleiterin Erika Schirmer an Heidrun Juhlemann aus Geithain.
Eine erfolgreiche Wanderpremiere war der Sonnabend auch für den Wahl-Kohrener-Sahliser Peter Ruf. Erstmals führte er eine Wandergruppe – und freute sich, dass schnell der Funke übersprang: Nicht nur dass er selbst am Gellertbrunnen eine Fabel des Dichters und Aufklärers vortrug. „Es waren welche dabei, die Goethe rezitierten, und einer sogar ein Gedicht, das er unterwegs gemacht hatte.“ Dass der Erfolg viele Väter hat, zeigte sich bei der 22. LVZ-Wanderung eindrucksvoll. Die Schar der Unterstützer reichte von der Kohrener Feuerwehr, die sich um den von der Agrargenossenschaft Kohrener Land zur Verfügung gestellten Parkplatz kümmerte, über die Wanderführer bis zu den vielen, die im Hintergrund agierten. Wenn Wanderer sagten, sie kämen gerne wieder hierher, ist das nur als ein Kompliment an sie alle zu verstehen.

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