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Kohrener Märchengarten strahlt nach Winterpause wieder wie neu

Gnandstein Kohrener Märchengarten strahlt nach Winterpause wieder wie neu

Märchenhafte und Miniatur-Welten liegen am Fuß der Burg Gnandstein ganz dicht beieinander: Petra Sporbert hat die Wintermonate genutzt, um ihren Märchengarten zu ergänzen und erste Gebäude zu erneuern.

Petra Sporbert ist damit beschäftigt den Märchengarten in Gnandstein auf Vordermann zu bringen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Kohren-Sahlis/Gnandstein. Märchenhafte und Miniatur-Welten liegen am Fuß der Burg Gnandstein ganz dicht beieinander: Petra Sporbert hat die Wintermonate genutzt, um ihren Märchengarten zu ergänzen und erste Gebäude zu erneuern. Das Herrenhaus Sahlis, die erste Miniatur, die sie vor neun Jahren fertigte, musste in die heimische Küchen-Werkstatt und wurde von Grund auf neu aufgebaut: „Es ist – neben der Gnandsteiner Burg – das Modell mit dem größten Wiedererkennungswert bei den Besuchern.“ Seit Ostern laden 30 fantasievolle Märchenbilder und ebenso viele Bauwerke und historische Szenen aus dem Kohrener Land zum Spielen und Entdecken ein.

Sporbert rechnet am Sonnabend, wenn das Museum auf der Burg zum Familientag einlädt, mit erhöhtem Andrang. „Wir haben die Winterpause genutzt, unsere Programme überarbeitet, die Märchenbilder und Miniaturen hergerichtet“, sagt Petra Sporbert, die 2007 ihren Märchengarten am Lindenvorwerk eröffnete und im Jahr darauf in bester Lage in Gnandstein ansässig wurde: „Wer zu uns kommt, ist immer auch gespannt auf Neues. Und Ideen haben wir genug, wir müssen sie nur umsetzen können.“

Zeitreise durch die Geschichte

Es ist erstaunlich, was Sporbert, der gelernten Töpferin, in ihrer sechs Quadratmeter kleinen Küche gelingt: maßstabsgerechte Bauwerke aus witterungsbeständigem Sperrholz ebenso wie Märchenszenen, bevölkert mit einem selbst getöpfertem Figurenensemble. Auf zwei Rundkursen können sich jüngere Besucher durch die Märchen würfeln, müssen Kenntnisse unter Beweise stellen (auch ältere haben oft Spaß daran).

„Wer will kann eine Zeitreise durch unsere Geschichte bis in die Gegenwart unternehmen“, sagt Sporbert. Vor allem Gruppen ließen sich gern darauf ein, begäben sich an den Kohren-Sahliser Burgtürmen auf Rapunzels Spuren, erkundeten, wie im Töpferhaus Arnold Drosselbarts königliches Tafelgeschirr entsteht.

Am Anfang standen Puppenstuben und Puppenhäuser, die Sporbert zusammentrug. Ein Teil dieses Schatzes ist im Kohrener Museum Hofmann’sche Sammlung ausgestellt. „Ich habe gedacht: Wir bauen das mal größer, auf unser Kohrener Land zugeschnitten“, blickt sie zurück auf ihre Welt-Erschaffung. Die nicht nur Ausflüglern gefällt, sondern auch Leuten vom Fach wie jenen aus dem renommierten Modellpark Kleines Erzgebirge: „Die waren da und haben gesagt, sie könnten es kaum besser.“

Unter der Woche viel zu ruhig

Ein wertvolles Kompliment für Petra Sporbert und Heidi Krien, ihre Mütter, die ihr als Rentnerin verlässlich zur Seite steht – denn größer ist das Märchengarten-Team nicht. Der Blick über den Zaun ist dennoch obligatorisch. In Schulen und Kindergärten, aber auch auf Festen ist Sporbert unterwegs, um Fantasie zu wecken, Heranwachsende zu Kreativität zu ermuntern. Vor allem, weil es ihr eine Herzenssache ist. Aber auch, weil es nicht genügt, auf Besucher einfach zu warten.

„Vor allem unter der Woche ist es in Gnandstein viel zu ruhig“, sagt sie. Vor allem in den vielen Monaten, als wiederkehrend über Jahre die Gnandsteiner Ortsdurchfahrt voll gesperrt war. Sporbert hat dieses Dilemma aufgegriffen – und eine Miniaturszene über den zwei Jahre dauernden Wyhrabrücken-Bau gestaltet, Verkehrsfreigabe mit erleichtertem Bürgermeister inklusive. In der neuen Saison ist Gnandstein von allen Seiten problemlos erreichbar: „Wir freuen uns drauf.“

Der Märchengarten Gnandstein ist bis 31. Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Bei Regen geschlossen. Gruppenanmeldungen unabhängig von den Öffnungszeiten (Telefon 034344/61576). Informationen unter www.maerchengarten-im-kohrener-land.de

Von Ekkehard Schulreich

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