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Geithain Kohrener Ortsteil Terpitz soll bis zum Sommer an den Abwasserkanal
Region Geithain Kohrener Ortsteil Terpitz soll bis zum Sommer an den Abwasserkanal
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10:38 08.02.2017
Den Anschluss des Kohren-Sahliser Ortsteils Terpitz an den Abwasserkanal will der Abwasserzweckverband Wyhratal bis zum Sommer fertigstellen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg

Den Anschluss des Kohren-Sahliser Ortsteils Terpitz an den Abwasserkanal will der Abwasserzweckverband Wyhratal (AZV) bis zum Sommer fertigstellen. Mit rund einer halben Million Euro ist der Bau die letzte große Netzerweiterung. Damit kann die 1995 als Provisorium aufgestellte Container-Kläranlage in Terpitz stillgelegt und demontiert werden. Darüber hinaus aber investiert der Verband auch 2017 weiter in die Erhaltung des Kanalsystems. Die Verbandsversammlung beschloss jetzt die Prioritätenliste. Zupass kommen dabei neue Fördermöglichkeiten für jene in die Jahre gekommenen Anlagen, die vor 1991 fertiggestellt wurden.

„Die neue Förderrichtlinie ist eine Hilfe für uns. Wir werden sie nutzen. Bisher gab es fast nur zinsverbilligte Darlehen, doch die brachten in Niedrigzins-Zeiten nicht viel“, sagt AZV-Geschäftsführerin Jana Erler. Die Förderquote betrage bis zu 50 Prozent. Auf diese Weise soll der zweite Bauabschnitt des Kanals im Hopfenweg realisiert werden (Kosten 120 000 Euro). Ebenso ist der Ersatz eines Schmutzwasserkanals in der Narsdorfer Siedlung, 1983 errichtet, vorgesehen (70 000 Euro). Auch in Röthgen am Frohburger Stadtrand wird investiert (60 000 Euro). Der Verband wolle dieses Förderprogramm auch in den nächsten Jahren nutzen, so Erler. Man denke zum Beispiel an den zweiten Bauabschnitt der Straße An der Scheibe in Kohren-Sahlis im nächsten Jahr und an einen Mischwasserkanal in der Dr.-Zamenhof-Straße/Wiesenmühlenweg in Frohburg und einen solchen Kanal in Syhra im Jahre 2019.

Mit der Anbindung von Terpitz schließt der AZV sein Abwasserbeseitigungskonzept, das der zentralen Entsorgung klar Vorrang einräumt, weitgehend ab. Der Bau hatte sich um mehrere Jahre verzögert, doch konnten 2016 schließlich mit allen betroffenen Eigentümern, deren Parzellen der ein Kilometer lange Kanal tangiert, Übereinkünfte getroffen werden. Der Anschluss soll die Betriebskosten, die das Provisorium über Jahre in die Höhe getrieben hatte, deutlich senken.

Um die Anforderungen der Vollbiologie zu erfüllen, baut der AZV in diesem Jahr in der Siedlung Am Frauendorfer Bahnhof eine Gruppenkläranlage. Das Lindenvorwerk mit seiner Ausflugsgaststätte erhält keine neue Kleinkläranlage, sondern wird zentral angeschlossen. Der Grund: die zu großen Schwankungen des Abwasser-Anfalls lassen den Betrieb einer separaten Anlage nicht zu. Darüber hinaus kommen in diesem Jahr verschiedene einzelne Grundstücke ans Netz, etwa der Schwindpavillon in Rüdigsdorf und private Parzellen in Altmörbitz, Benndorf, Gnandstein, Dolsenhain.

Um den Eintrag von Phosphat aus der Kläranlage, die der AZV am Rand von Benndorf betreibt, zu reduzieren, soll spezielle Technik nachgerüstet werden. Die koste rund 50 000 Euro, sagt Erler. Die Investition entlaste die Umwelt und helfe dem Verband, Kosten zu senken. Denn die Höhe der Abwasserabgabe, die an das Land Sachsen zu zahlen sei, richte sich nach der Güte des in die Wyhra eingeleiteten Wassers: „Wenn das künftig weniger Phosphat enthält, ist das für alle positiv.“

Von Ekkehard Schulreich

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