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Geithain Kohrener Rathaus wird doch nicht verkauft
Region Geithain Kohrener Rathaus wird doch nicht verkauft
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15:09 07.07.2018
Frohburg wird das Rathaus in Kohren-Sahlis nicht verkaufen, das hat der Stadtrat beschlossen. Quelle: Andreas Döring
Frohburg/Kohren-Sahlis

Die Stadt Frohburg wird das Rathaus in Kohren-Sahlis nicht verkaufen. Das hat der Frohburger Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend beschlossen. Wie das leer stehende Gebäude genutzt werden soll, ist derzeit allerdings völlig offen.

Gebäude steht nun leer

Seit der Eingemeindung der Stadt Kohren-Sahlis nach Frohburg stand das Gebäude so gut wie leer. Die Verwaltungsmitarbeiterinnen zogen zum Jahresanfang nach Frohburg um. Nur die Meldestelle bot noch einmal wöchentlich eine Sprechstunde an, die letzte am 2. Juli. Seitdem ist auch dieses Angebot Geschichte, eingestellt mangels Nutzung durch die Bürger, wie es aus der Stadtverwaltung hieß.

Während dieses vorübergehende Angebot in der Eingemeindungsvereinbarung festgelegt wer, war es der Umgang mit dem Gebäude des Rathauses nicht. Eine Diskussion darüber, schreibt die Verwaltung in ihrem Beschlussantrag, hätte „die Eingliederungsverhandlungen eher erschwert und weiter verzögert“.

Verkauf sollte Stadt entlasten

Klar sei schon während der Verhandlungen gewesen, dass die Verwaltung in Frohburg konzentriert werden soll. Während für das benachbarte Haus der Begegnung festgestanden habe, dass es nicht in Frage gestellt wird, hatte Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) in einem Verkauf des Rathauses die einzige Möglichkeit gesehen, die Stadt dauerhaft zu entlasten.

Eigentümerwechsel zu kompliziert

Nach eingehender Prüfung ist die Verwaltung allerdings zu einer anderen Sicht auf die Dinge gekommen. Das Rathaus und das Haus der Begegnung teilen sich ein Flurstück. Daraus würden sich „verschiedenste funktionelle Zusammenhänge“ ergeben, heißt es im Beschlussantrag der Stadtverwaltung. Würde man das Rathaus verkaufen, müsste nicht nur das Grundstück geteilt werden, es müssten auch Wege- und Leitungsrechte geklärt werden.

Angesichts des erheblichen Aufwandes, der dazu nötig wäre, und angesichts der „städtebaulichen und funktionellen Bedeutung von Rathaus und Haus der Begegnung zur Stärkung und Wiederbelebung des Ortskerns Kohren-Sahlis“ hat die Verwaltung nun vorgeschlagen, von einem Verkauf doch abzusehen und „ein Zukunftskonzept zu entwickeln“.

Jetzt Konzeption entwickeln

Was aus dem Rathaus werden könnte, dafür „haben wir im Moment auch keine Lösung“, sagte Hiensch im Stadtrat. Man müsse jetzt „in Ruhe eine Konzeption entwickeln“.

Anders als für erste Instandsetzungen am Haus der Begegnung ist für das Rathaus in diesem Jahr kein Geld vorgesehen. Eine baufachliche Begutachtung würde frühestens 2019 erfolgen. Bis dahin, so heißt es seitens der Stadtverwaltung, soll nach Bestandsunterlagen gesucht werden und nach „Lösungsansätzen für künftige Nutzungen“. Der Stadtrat folgte der Empfehlung der Verwaltung und beschloss, dass das Rathaus im Eigentum der Stadt bleibt.

Von André Neumann

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