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Kohrener holen Rassegeflügelschau nach: 300 Tiere werden in Jahnshain gezeigt

Rassegeflügel Kohrener holen Rassegeflügelschau nach: 300 Tiere werden in Jahnshain gezeigt

Ihre 80. Schau fiel im vergangenen Jahr der Vogelgrippe zum Opfer. Die Rassegeflügelzüchter aus Kohren-Sahlis und Umgebung holen das Jubiläum kurzerhand im November nach. Schon jetzt bereiten sie sich darauf vor.

Vereinsmitglied Jean-Christophe Watt präsentiert stolz einen seiner Brahma-Hähne, die er gerade zur Nachtruhe in den Stall geholt hat.

Quelle: Nicole Rathge-Scholz

Kohren-Sahlis/Jahnshain. Mit Axel Sporbert steht ein neuer Mann an der Spitze des Rassegeflügelzüchtervereins Kohren-Sahlis und Umgebung. Neu in diesem Metier ist er allerdings mitnichten, sondern ein gestandener und erfahrener Züchter. Bereits im Februar übergab der langjährige Vorsitzende Thomas Kaden das Zepter an ihn. „Ich agiere jetzt als Stellvertreter, durch private Umstände bleibt mir im Moment nicht genügend Zeit, als Vorsitzender tätig zu sein, denn eine Menge Arbeit und Organisation gehören schon dazu“, so Kaden. Im vorigen Jahr musste die traditionelle Ausstellung leider wegen der Vogelgrippe ausfallen. „Somit richten wir statt 2016 eben in diesem Jahr unsere 80. Ausstellung aus“, sagt Axel Sporbert. Aus diesem Jubiläumsanlass bekommt jeder Aussteller einen Schlüsselanhänger mit Einkaufschip, auf dem das Logo des Rassegeflügelvereins gedruckt ist. Des Weiteren wird es in diesem Jahr mehr Pokale und Wimpeln geben sowie Erinnerungstöpfe aus Keramik, die Vereinsmitglied Jean Christophe Watt, in Kohren-Sahlis ansässiger Töpfer mit französischen Wurzeln, herstellt.

„Ziel in diesem Jahr ist es, dass wir 300 Ausstellungstiere zusammen bekommen. Problem ist, dass die Brut in diesem Jahr erst recht spät los ging und dass noch solange Stallpflicht war“, sagt Sporbert: „Platz wäre für 440 Tiere.“ Durch die Vogelgrippe hätten leider viele mit dem Züchten aufgehört. Sehr schlimm habe es vor allem die Züchter Wassergeflügel getroffen, denn viele hätten einen großen Freilauf mit Bademöglichkeiten und nur für die Nacht einen kleinen Stall. „Bei der Vogelgrippe mussten aber alle Tiere eingestallt werden, was zu großen Verlusten führte, da kaum einer über einen riesigen Stall verfügt oder es den Tieren nicht zumutbar war, auf engstem Raum zu leben“, bedauert der Vorsitzende. So seien auch die Züchtungen von großen Hühnerrassen wie Sussex, Amrocks und Minorca rückläufig, weil man jederzeit damit rechnen müsse, die Tiere wieder einstallen zu müssen.

Die Rassegeflügelschau findet am 25. und 26. November in der Ausstellungshalle Jahnshain statt. Deren Fassade wurde gesäubert und gemalert, und somit erstrahlt das Gebäude zur Rassegeflügelausstellung in neuem Glanz. Schon heute freuen sich die Mitglieder des Vereins über viele Besucher. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn Kindergarten- oder Schulgruppen bei uns vorbeischauen, bei dem vielleicht dann sogar der ein oder andere Lust daran bekommt selber Rassegeflügel zu halten“, sagt Hauptkassierer Jörg Müller, der Brünner Kröpfer züchtet. Ganz bewusst sei der Eintritt zur Ausstellung frei. Eine Woche nach der Jahnshainer Schau kann man die Mitglieder auf der „Lipsia“ in Leipzig besuchen, denn auch dort stellen die Kohrener ihre Tiere aus.

Zum regen Vereinsleben der Züchter aus dem Kohrener Land gehört ein Dutzend Mitgliederversammlungen. Getroffen wird sich in den Gaststätten, die den Verein als Sponsoren unterstützen. „Zwei bis dreimal im Jahr machen wir gegenseitige Besuche und schauen uns die Zuchterfolge der Mitglieder an“, erzählt Kaden, und einmal gebe es ein kleines Fest, zu dem auch die Partner der Mitglieder eingeladen seien. Viele im Verein züchten nur eine Rasse, diese aber in mehreren Farbschlägen. „Wir sind hier eine der Hochburg in der Sächsischen Kröpfer-Zucht.“ Im Verein selbst werden zum Großteil Tauben gezüchtet nur ein paar vereinzelte Mitglieder züchten Hühnerrassen wie Zwerg-Welsumer, Italiener oder Federfüßige Zwerghühner.

Von Nicole Rathge-Scholz

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