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Geithain Konzert unterstützt die Restaurierung der Beucher Orgel
Region Geithain Konzert unterstützt die Restaurierung der Beucher Orgel
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17:21 19.05.2015
Christina Schindler vor der Beyer-Orgel aus dem Jahr 1835. Das Instrument, das bei den Gottesdiensten erklingt, muss dringend überholt werden. Quelle: Jens Paul Taubert

Um ihre Instandsetzung bemühen sich viele aus dem kleinen Bad Lausicker Ortsteil. Der Festverein sorgt nach der Musik für einen Imbiss in geselliger Runde.

Die Beuchaer Kirche, ein im Kern mindestens 800 Jahre altes Bauwerk, ist verschlossen. Einmal im Monat wird hier noch Gottesdienst gefeiert. Ausflügler und kunstgeschichtliche Interessierte, die Einlass begehren, können sich bei Christina Schindler oder Wolfgang Götze den Schlüssel holen. So steht es auf dem kleinen Schild neben dem Eingang. "Ich hätte es gern, dass mich an jedem Wochenende einer anspricht, aber es passiert allenfalls einmal im Jahr", sagt Schindler, die im Kirchenvorstand mitarbeitet und der das Bauwerk am Herzen liegt. "Wir haben hier ein unschätzbares Kulturgut. Dass kann und sollte man den Leuten zeigen", ist sie überzeugt. Eine Auffassung, die viele teilen im Dorf. Was dazu führt, dass es seit Jahren in der Dorfkirche neben den Andachten Veranstaltungen gibt. Das gemeinsame Singen kurz vor Silvester zählte an die Hundert Besucher und brachte 200 Euro an die Kasse. Geld, das für die dringend nötige Restaurierung der Orgel gesammelt wird.

Die Sängerin Christina Syrbe aus Flößberg, die bei diesem Konzert passen musste, ist nun am Sonnabend bei einer nächsten Benefiz-Veranstaltung zu erleben. Ihr zur Seite stehen ein Bläser-Septett mit Musikern aus Beucha, Lauterbach und Kössern und Klaus Ertl am E-Piano. Nach dem Konzert lädt der Festverein Beucha alle zu einem Imbiss in geselliger Runde ein. Auch dieser Erlös kommt der Orgel zugute. Mindestens 30 000 Euro soll die Restaurierung kosten. Der Orgelbaubetrieb Bochmann aus Kohren-Sahlis wird sich noch in diesem Jahr des Instrumentes annehmen. "So lange ich hier schon lebe, wurde daran nichts gemacht", sagt Schindler. Tasten klemmten, Pfeifen seien verstimmt, der Staub liege hoch zwischen ihnen. Ein Teil der Kosten soll durch die Spenden abgedeckt werden, ein weitere durch die Landeskirche; die Kirchgemeinde wird demnächst den Antrag stellen.

"Den Beuchaern ist die Kirche wichtig", sagt Christina Schindler. Dass manch Jüngerer zögere, über die Türschwelle zu gehen und bei Veranstaltungen lieber gleich an den Festvereins-Tischen Platz nehme, sei kein Widerspruch. Fast 20 Jahre lang, von 1980 bis 1998, war die kleine Kirche eine große Baustelle, fanden die Andachten in der benachbarten Kirchschule statt. Viele Einwohner des Dorfes packten damals mit an, um das Bauwerk trotz aller Engpässe Stück für Stück von Grund auf zu sanieren. Ein Kraftakt, der in den zwanziger Jahren schon einmal die Dorfgemeinschaft mobilisierte: Die Namen der damaligen Helfer und Spender sind auf der Rückwand des Altars verzeichnet.

Um eine größere Öffnung der Kirche zu erreichen, bietet der Kirchenvorstand seit einiger Zeit aller zwei, drei Wochen sonnabends, 18 Uhr, nach dem Abendläuten, eine Andacht und eine Zeit der Besinnung an: "Nur durch Öffnung kann man den Leuten zeigen, dass es diese Kirche gibt." Im Rahmen der jährlichen Kulturveranstaltungen soll es in diesem Jahr erstmals eine Sommer-Serenade geben. Ein Termin steht noch nicht fest. Zu jenen, die fest zur Beuchaer Kirche stehen, gehört Wolfgang Götze, lange Zeit Mitglied des Kirchenvorstandes. Loslassen kann der 73-Jährige nicht, packt an, wenn etwas zu machen ist, weißt Wände, harkt in den ersten Frühlingstagen das letzte Laub zusammen. "Ein bissel Ordnung muss schon sein", sagt er. Und freut sich auf das Konzert am 13. April. Das beginnt 16 Uhr.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.04.2013

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