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Kreative Frauen zeigen in Bad Lausick ab Montag bärenstarke Ausstellung

Stammtisch Kreative Frauen zeigen in Bad Lausick ab Montag bärenstarke Ausstellung

Seit einem Jahrzehnt gibt es in Bad Lausick einen Kreativ-Stammtisch. Die bis zu zehn aktiven Mitstreiterinnen wollen zum Jubiläum mit einer kleinen Ausstellung mit anderen jene Freude teilen, die sie bei ihren Handarbeiten empfinden. Vom 5. bis 10. September kann man sich in der Bornaer Straße 22 in Bad Lausick Anregungen holen.

Den Kreativstammtisch in Bad Lausick hat Ewa Hiller (2. v. li.) 2006 gegründet. Mit dabei sind Ursula Büttner (li.) seit 2007 sowie Gisela Keller (M.) seit 2015, Brigitte Uebe (2. v. r.) seit 2008 und Helga Bemmann (r.) seit 2006.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Die Bären sind schuld, dass es seit einem Jahrzehnt in Bad Lausick einen Kreativ-Stammtisch gibt. Schließlich war es ein aufwendig gestrickter Teddy, der für Ewa Hiller den Anfang ihrer Bären-Produktion markiert. Die Leidenschaft für Stricken, Häkeln, Nähen, für textiles Gestalten insgesamt, teilt sie seit 2006. „Erst sollte es ein Bären-Stammtisch sein, doch ich wollte das nicht so eng fassen“, blickt sie auf die Anfänge zurück. Die bis zu zehn aktiven Mitstreiterinnen wollen zum Jubiläum mit einer kleinen Ausstellung mit anderen jene Freude teilen, die sie bei ihren Handarbeiten empfinden. Vom 5. bis 10. September kann man sich bei Hillers in der Bornaer Straße 22 in Bad Lausick einen Eindruck verschaffen und Anregungen holen.

Mittwochs trifft sich der Stammtisch

„Kreativ zu sein, macht mir Spaß. Noch schöner ist es, diese Begeisterung mit anderen Menschen zu teilen“, sagt Helga Bemmann, von allem Anfang an dabei. So oft es ihre Zeit erlaubt, nimmt sie mittwochs an den Stammtisch-Runden teil. Unter ihren geschickten Fingern entstehen mit Vorliebe Tiere verschiedenster Couleur, Bären recht oft, aber auch ein Mäuse-Brautpaar als ein Hochzeitsgeschenk: „Ich weiß, dass ich mit den Figuren Freude mache, nicht nur meinen Kindern und Kindeskindern.“

Gleichgesinnte tauschen sich aus

Mützen, Schals, kuschlige Schuhchen für Babys, aber auch Mäuse, Katzen, Elefanten und immer wieder Bären, zum Teil arrangiert zu Szenen oder sogar als einzigartiger Schmuck für einen Schwibbogen mit wintersportlichbegeisterten Bärchen: Was die Frauen am Stammtisch ersinnen – Männer haben den Weg (noch) nicht hierher gefunden – das kann sich sehen lassen in seiner Vielfalt der Themen und der Techniken. „Mitunter entstehen richtige Kunstwerke“, sagt Ewa Hiller. Den Stammtisch versteht sie keinesfalls als einen Workshop, sondern als eine Plattform, die Gleichgesinnte zum Austausch nutzen: „Hier profitiert einer vom anderen.“

Brigitte Uebe kann das nur bestätigen. „Es tut gut, etwas zu schaffen, das anderen Freude macht“, sagt die Bad Lausickerin, die ebenfalls schon als Stammtisch-Urgestein gelten darf. Man sei ein gutes, ein anregendes Team, die Mittwochabende wären deshalb gesetzt. Uebe hat sich auf Teddys samt Kleidung und Accessoires spezialisiert. „Ich werde immer wieder angesprochen: Ich wünsch mir einen Teddy von dir. Das ist schön.“ Brigitte Uebes Kreativität ist auch besagter Schwibbogen zu verdanken. Ihn und ein zweites Exemplar hat sie in einjähriger Arbeit für die beiden Töchter ausstaffiert; den Lichterträger selbst gestaltete ihr Mann.

Jubiläumsschau in Bad Lausick zeigt auch Bären

Die Hinwendung zu Teddys vereint indes alle. Deshalb sind in der Jubiläumsschau immer wieder auch Bären zu sehen – und auch, weil die einfach dekorativer sind als eine Auswahl an gestrickten Kopfbedeckungen oder Socken. Ein Hingucker dürfte Bär Horst sein, ein Teddy, der in Gemeinschaftsarbeit entstand und mit dem sich eine besondere Geschichte verbindet: Ewa Hiller, die 2007 und 2008 Preise für den schönsten Teddy Sachsens erhielt, war von Horsts Kopf nicht ganz überzeugt und fertigte einen zweiten an für jenen Bären, der als Magda schließlich den Pokal holte. Der Kopf lag lange körperlos im Regal – bis die beiden ausgezeichneten Bären in Grimma einem Diebstahl zum Opfer fielen und nie wieder auftauchten.

Die Ausstellung ist vom 5. bis 10. September von 15 bis 18 Uhr geöffnet, der Stammtisch zu dieser Zeit immer besetzt.

Von Ekkehard Schulreich

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