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Geithain Kreistag berät über Bad Lausicker Stadtverkehr
Region Geithain Kreistag berät über Bad Lausicker Stadtverkehr
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07:31 27.02.2019
Auch das Bad Lausicker Kurviertel soll besser erschlossen werden. Quelle: Jens Paul Taubert
Bad Lausick

Die Kurstadt Bad Lausick soll einen Stadtverkehr erhalten. Nachdem die Kommune aus eigener Tasche einen Zuschuss von maximal 40 000 Euro jährlich schultert, gilt auch die Zustimmung am 6. März im Kreistag als sicher. Der Landkreis nimmt zusätzlich über 300 000 Euro in die Hand, um die Installation von zwei Linien und eine Verkehrsleistung von 120 000 Kilometern im Jahr zu finanzieren. Außerdem sollen 19 weitere Haltestellen entstehen.

Brandis gilt als Vorbild – für Colditz wird Wirtschaftlichkeit geprüft

Das neue Angebot ist Teil des Pilotprojektes Muldental in Fahrt, das im Projektgebiet ursprünglich vier Stadtverkehre in Brandis, Grimma, Bad Lausick und Colditz vorsah. Brandis gilt mit seinem engen Haltestellennetz und der Anbindung an die S-Bahn in Gerichshain längst als Vorbild. Auch für Grimma wurde eine überarbeitete Version des Stadtverkehrs bereits beschlossen, die ab 19. April umgesetzt werden soll. In Colditz hingegen werden die Potenziale inzwischen als eher gering eingeschätzt. „Zur Zeit gibt es hier eine Stadtverkehrslinie, auf der donnerstags ein Fahrtenpaar am Vormittag und dienstags eins am Nachmittag angeboten wird“, so die Landkreisverwaltung. Wie sich für Colditz ein dichteres Netz wirtschaftlich darstellen lässt, werde noch geprüft.

Start in Bad Lausick Ende des Jahres

In Bad Lausick soll das neue Angebot am 8. Dezember starten, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht. Im Halbstundentakt soll dann ein kleiner Stadtbus mit 15 Plätzen durch Altstadt, Neubaugebiet und Kurviertel fahren, dabei unter anderem die beiden Kliniken, das Probenhaus der Sächsischen Bläserphilharmonie, Arztpraxen und unter anderem das Freizeitbad Riff besser erschließen.

Um möglichst viele Fahrgäste zu gewinnen, soll die Zahl der Einstiegspunkte deutlich erhöht werden. Ziel sei, den Nahverkehr aufzuwerten und viele Kurstädter und ihre Gäste zum Umsteigen auf die Öffentlichen zu bewegen. Vorgesehen ist ein Halbstunden-Takt, der montags bis freitags von 5 bis 20 Uhr gilt. Samstags sollen Verbindungen im Stundentakt von 8 bis 23 Uhr und sonntags von 8 bis 20 Uhr gewährleistet sein.

Stadtverkehr baut auf Regionalbusnetz auf

Entwickelt wurde das Konzept vom Mitteldeutschen Verkehrsverbund gemeinsam mit Landkreis, Regionalbus Leipzig GmbH und Kommune. Das Maß der Dinge ist dabei – wie in anderen beteiligten Städten auch – die An- und Abfahrt der Züge. „Fahrten aller 30 Minuten ermöglichen die Anbindung an den Zug von und nach Leipzig“, betont der Landkreis. Dies sei insbesondere für Pendler interessant, die bereits die Bahn für den Weg zur Arbeit nutzen. Dabei baut der neue Stadtverkehr auf dem Regionalbusnetz auf, das bereits vorher engmaschiger geknüpft wurde.

Kreistag beschließt am Mittwoch die Finanzierung

Die Einführung des Stadtverkehrs in Bad Lausick wird dabei als weiterer wichtiger Baustein im Projekt „Muldental in Fahrt“ gesehen. Die Einführung einer solchen Offerte in einer Kleinstadt mit rund 4500 Einwohner plus Kurgästen sei einmalig im Landkreis und trage daher Modellcharakter, heißt es. Dass es auch in vergleichsweise überschaubaren Orten einen Bedarf gibt, zeige die gute Entwicklung der Linie 689 Brandis-Gerichshain, die inzwischen zu den fahrgaststärksten im Gebiet der Regionalbus Leipzig GmbH zählt. Den Beschluss des Kreistages vorausgesetzt, wäre die Finanzierung für Bad Lausick für vorerst drei Jahre – bis Ende 2022 – gesichert.

Von Simone Prenzel

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