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Geithain Kriminalität: Zahl der Anzeigen in Bad Lausick sinkt um 38 Prozent
Region Geithain Kriminalität: Zahl der Anzeigen in Bad Lausick sinkt um 38 Prozent
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00:21 02.10.2017
Polizeirat Falk Donner leitet das Polizeirevier Grimma. Quelle: Heinrich Lillie
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Bad Lausick

Abwärts ging es in Bad Lausick im vergangenen Jahr – mit der Kriminalität: Diese erfreuliche wie überraschende Botschaft hatte Polizeirat Falk Donner, Leiter des Polizeireviers Grimma, im Gepäck, als er im Bad Lausicker Stadtrat am Donnerstagabend die Kriminalitätslage darstellte. Erfreulich, denn die Zahl der registrierten Straftaten nahm im Vergleich zum Vorjahr um 197 ab. Ein Rückgang von 38 Prozent. Überraschend deshalb, weil die Zahl der Straftaten im halben Jahrzehnt zuvor kontinuierlich gestiegen war. Die nun erfassten 322 Fälle liegen nicht nur deutlich unter den 519 des Vorjahres, sondern auch unter den 406 des Jahres 2012.

„Im zweiten Jahr in Folge können wir eine niedrigere Zahl präsentieren“, sagte Donner mit Blick auf den Revierbereich. Damit stelle man sich im positiven Sinne etwas gegen den Trend. Die Aufklärungsquote im Revier sei leicht gesunken, liege mit 59,9 Prozent aber noch deutlich über der etwa des Landkreises Leipzig (53,2 Prozent, Tendenz leicht steigend).

Was das Stadtgebiet von Bad Lausick samt Ortsteilen betreffe: Rohheitsdelikte und Körperverletzungen blieben im vergangenen Jahr mit 36 Anzeigen konstant (2015: 37). Bei Diebstählen ging es leicht nach unten auf 150 (188). Betrügereien – Nichtbezahlung bestellter Ware, Hehlerei, EC-Karten-Betrug – verringerten sich signifikant auf 56 (131). Dasselbe trifft zu auf 33 Sachbeschädigungen (72). Bei Drogendelikten – Anzeigen im einstelligen Bereich – sprach Donner von einem „großen Dunkelfeld“.

Verfüge das Revier über ausreichend Personal, wollte Manfred Hönig (SPD) wissen. „Die aktuelle Diskussion geht an Grimma nicht vorbei“, sagte der Revier-Chef. Das Personal werde konzentriert, wo die Schwerpunkte lägen, und die sehe er aktuell eher in Leipzig als an der Mulde. Werner Moh (CDU) wunderte sich darüber, dass Bad Lausick und Otterwisch nur eine Bürgerpolizistin haben, Colditz aber zwei dieser Stellen. Dafür gebe es vielfältige Gründe, so Donner, die Zahl der Straftaten etwa, aber auch strukturelle Aspekte. Bürgerpolizistin Carina Hartmann werde bei Bedarf von Kollegen unterstützt, so bei der Absicherung des Brunnenfestes oder bei Aktionen wie „Blitz for Kids“ an Schulen.

André Trautner (CDU) wünschte sich Kontrollen auf der Badstraße. Die werde, obwohl für LKW gesperrt, wegen der Kreisel-Baustelle von Lastern ungeniert genutzt – eine Gefährdung für andere und eine Belastung für Anwohner, von Schäden an der Fahrbahn ganz zu schweigen. Donner nahm diese Anregung mit, ohne zu viel versprechen zu wollen. Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) dankte ihm für die Arbeit der Polizei: „Es ist erfreulich zu sehen, dass die Zahl der Straftaten in manchen Bereichen deutlich abgenommen hat.“

Von Ekkehard Schulreich

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