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Kur für die Greifenhainer Zwillinge: Sanierung der Türme beginnt

Frohburg Kur für die Greifenhainer Zwillinge: Sanierung der Türme beginnt

Weil sich immer wieder Schieferplatten von den Kirchtürmen lösten, trugen die Greifenhainer bei vielen Aktionen Geld für die Sanierung zusammen. Die Arbeiten an diesem Wahrzeichen des Frohburger Landes können jetzt beginnen.

Besonderer Blick auf die Zwillingstürme der Greifenhainer Kirche – hier noch ohne Gerüst.

Quelle: Thomas Kube

Frohburg/Greifenhain. Die Gerüste, die jetzt aufgestellt werden, zeigen es an: An den Zwillingstürmen der Greifenhainer Kirche beginnen die Sanierungsarbeiten. Weil das Balkenwerk marode ist, gerät es in Schwingung, wenn die Glocken geläutet werden. Bei starkem Wind stürzen zudem immer wieder Schieferplatten ab und sorgen für Schäden an der Eindeckung des Kirchenschiffs. Die Greifenhainer begannen schon vor Monaten, für die immer dringlichere Sanierung Spenden zusammenzutragen. Sie brachten ein Spendenbarometer an der Kirche an und auf diese Weise bisher rund 35 000 Euro zusammen. Eine stattliche Summe, die dennoch lediglich ein Zehntel der auf 350 000 Euro geschätzten Baukosten ausmacht. Der größte Teil des Geldes kommt über die Leader-Förderung im Land des Roten Porphyrs und die evangelische Stiftung KiBa, die sich um die Erhaltung wertvoller Kirchenbauten kümmert. Nicht zuletzt erhält die Kirchgemeinde einen Zuschuss aufgrund ihres Fernseh-Auftritts bei „Mach dich ran“, auch wenn die Greifenhainer sich in diesem Wettstreit im Sommer vergangenen Jahres letztlich geschlagen geben mussten und die große Zielprämie nicht erreichten.

Wenn das Gerüst komplett steht, nimmt das Bad Lausicker Unternehmen Lipfert Bedachungen die Schiefertafeln ab, entfernt die darunter liegende Bretterschalung und legt das Gebälk beider Türme frei. „Dann erst sehen wir, wie groß die Schäden am Holz wirklich sind“, sagt Johannes Fischer, der die Arbeiten seitens des Kirchspiel Frohburg betreut. Jene Balkenabschnitte, die durch Fäulnis oder Insektenbefall geschädigt seien, würden fachgerecht ersetzt. Die Türme würden danach neu eingeschiefert. Das Planungsbüro gehe davon aus, dass sich die Arbeiten bis Ende des Jahres abschließen ließen, sagt Fischer, doch das hänge maßgeblich vom Ausmaß der Schäden ab. Wären die erheblicher, ziehe sich die Maßnahme bis in das Frühjahr.

Die Greifenhainer Kirche ist in ihrem Kern romanischen Ursprungs. Die beiden Türme sind weithin sichtbare Landmarken. Vor einem Jahrzehnt bereits hatte das Dorf Geld zusammengetragen, um dank Förderung den Dachstuhl und das Dach des Kirchenschiffs instandzusetzen.

Von Ekkehard Schulreich

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