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Geithain Kurgäste nutzen gern den roten Bus
Region Geithain Kurgäste nutzen gern den roten Bus
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13:01 02.08.2010
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. Initiiert haben den Bus Gewerbetreibende, die Kur GmbH und die Reha-Kliniken. Ihr Fazit: eine Erfolgsgeschichte.

„Donnerstags kommen die Kurgäste mit dem Bus zu uns, und weil es ihnen gefällt, bringen sie am Wochenende ihre Familien mit", sagt Martin Büttner, der Wirt der Bad Lausicker „Hudelburg". Büttner gehört zu jenen Unternehmern, die den kleinen Gästebus mitfinanzieren, und er steht zu diesem Engagement. Nicht anders Jürgen Backhaus, der in der Innenstadt ein Textilgeschäft betreibt. „Für uns Händler ist es natürlich schwierig zu unterscheiden, wer mit diesem Bus kommt oder einfach so", sagt er. Insgesamt aber sei die Besucherfrequenz in der Stadt in den vergangenen Monaten gestiegen. Davon profitierten alle Händler. Und andererseits vor allem jene Menschen, die in in den Reha-Kliniken weilen, um ihre Gesundheit wiederherzustellen. „Schon über 500 unserer Patienten haben diesen Bus genutzt. Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben", sagt Christine Götze, Freizeitberaterin der Medianklinik. Gefragt seien nicht nur die Fahrten in die Stadt, die an drei Tagen in der Woche je zweimal angeboten würden und die auch die Sachsenklinik und das Haus Herrmannsbad ansteuerten. „Wir buchen den Bus auch, um unsere Gäste zum Beispiel zu Konzerten nach Thierbaum zu bringen oder eine Stadtrundfahrt durch Grimma zu unternehmen", so Götze. Beliebt seien auch Fahrten zu Bad Lausicker Gaststätten, etwa die „Hudelburg".

„Der Bus hilft unseren Gästen, die Stadt besser kennenzulernen", bestätigt Henry Heibutzki, der Geschäftsführer der Kur GmbH. Bei den wöchentlichen Fahrten gingen die Kurpatienten nicht nur zum Bummeln in die Geschäfte und Cafes, sondern auch in das Kur- ud Stadtmuseum und in die Kilianskirche. In seinem ersten Jahr wurde der Kleinbus für 264 Fahrten bestellt; an die 800 Fahrgäste nahmen in ihm Platz. Um den Bus betreiben zu können, besorgte das kommunale Unternehmen eine Lizenz für ein Mietwagen-Geschäft. Der Busfahrer Peter Kruber, der als Schwimmmeister im Freizeitbad „Riff" arbeitet, wechselt bei Bedarf hinter das Lenkrad. „Der Erfolg lässt sich nicht sofort in Zahlen ausdrücken", sagt Heibutzki. Anders sei das bei einer zweiten gemeinsamen Aktion von Kur GmbH, Kliniken und Bad Lausicker Unternehmern: dem Kupon-Heft, das jeder Übernachtungsgast erhält und das je 24 Vergünstigungen beinhaltet. Die 10 000 Kupon-Hefte sollten zwei Jahre genügen, gehen aber schon nach gut einem Jahr zur Neige. 2000 dieser Abschnitte wurden in Gaststätten und Geschäften bisher eingelöst. Demnächst muss neu gedruckt werden. „18 der 24 Teilnehmer machen auf jeden Fall wieder mit", sagt der Geschäftsführer. Und neue Interessenten hätten sich bereits gemeldet.

Im vierten Quartal soll das nächste Kuponheft vorliegen. Daran wird sich die Erlebniswerkstatt „Das rote Haus" auf jeden Fall wieder beteiligen. „Das ist eine feine Sache. Die Kurgäste zahlen eine reduzierte Kursgebühr", sagt Heike Schäfer. Von Schmuck über Papiergestaltung bis zu Stabfiguren reicht die Palette der Angebote – die viele nutzten, auch, um eine bleibende Erinnerung an den Kuraufenthalt in Bad Lausick zu schaffen.

Ekkehard Schulreich

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