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Geithain Landkreis Leipzig: Wie es mit der Schulnetzplanung weiter gehen soll
Region Geithain Landkreis Leipzig: Wie es mit der Schulnetzplanung weiter gehen soll
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17:43 24.06.2010
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Über vier Möglichkeiten soll laut Gey nach den Sommerferien in den Gremien diskutiert werden. Erstes Szenario: Alles bleibt beim alten, und der zurzeit genehmigte Schulnetzplan wird nicht überarbeitet. Zweites Szenario: Gültigkeit erlangt der Entwurf des Planes, wie er den Kreisräten am Mittwoch vorlag. Das würde das Aus der Grundschulen Neukirchen und Borna-Ost und der Mittelschule Regis-Breitingen sowie den Beobachtungsstatus für die Grundschule Deutzen und die Mittelschulen Kitzscher und Colditz bedeuten. Drittes Szenario: Die von den Fraktionen eingebrachten Änderungsanträge werden in den Plan eingearbeitet, etwa der Beobachtungsstatus für Regis oder die Gleichbehandlung von Colditz und Böhlen bei Thümmlitzwalde. Viertes Szenario: Der Kreis verankert den Erhalt aller Standorte, wenn nicht zwei-, dann einzügig. Das käme dem Antrag der Linken gleich, die sich generell gegen Schließungen und Beobachtungen aussprechen.

Die Entscheidung in den Ausschüssen, so Gey, werde Grundlage für den Schulnetzplan sein. „Wenn es der politische Wille des Kreistages ist, alle Schulen zu erhalten, so will ich dem nicht im Wege stehen", sagte der Landrat gestern. Den Kreisräten müssten dann aber auch die Konsequenzen klar sein. Der Plan würde wohl nicht genehmigt, bei den betreffenden Standorten würde sich weiterhin nichts bewegen, auch der Grundschul-Neubau in Regis wäre offen. Zudem bestünde die Gefahr, dass das Ministerium bei fehlenden Schülerzahlen gnadenlos die Mitwirkung entziehe und so keine neuen Eingangsklassen gebildet werden. Vielleicht bewirke eine politische Entscheidung des Kreistages aber auch etwas, sagte Gey und spielte auf ein Umdenken in Dresden an. Freie Mittelschulen zum Beispiel dürften ja auch einzügig laufen.

Der Kreischef unterstrich noch einmal, dass er eine maximale Zahl an Schulen wolle. „Wir müssen den Realitäten aber auch in die Augen sehen und wollten mit dem vorliegenden Konzept retten, was noch zu retten ist" – also angesichts fehlender Schülerzahlen wenigstens den Erhalt der Mittelschule Kitzscher und der Grundschule Regis.

Frank Prenzel

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