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Geithain Lausicker Ratsfraktionen: Viel ist zu tun, doch es gibt viele Fragezeichen
Region Geithain Lausicker Ratsfraktionen: Viel ist zu tun, doch es gibt viele Fragezeichen
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00:18 04.02.2016
Die Oberschule Bad Lausick – ihre Außensportanlage ist kaum noch nutzbar. Quelle: Andreas Döring
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Bad Lausick

Mit der Übergabe der drei Millionen Euro teuren neuen Sporthalle an der Bad Lausicker Oberschule schließt dies Kurstadt die größte Investition der vergangenen Jahre ab. Sie löst damit ein Problem, das für den Schul- und Vereinssport seit Langem schon bestand. Doch die Herausforderungen, vor denen die kommunale Politik steht, werden dadurch kaum geringer. Eine befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Hallen-Neubaus: die Außensportanlage der Oberschule, als solche kaum mehr erkenn- und nutzbar.

„Für die Außensportanlage muss die Stadt schnellstens den Förderantrag stellen“, sagt Udo Goerke, Chef der CDU-Fraktion im Bad Lausicker Stadtrat. Es gelte, nach dem Abschluss des Hallenbaus den bisherigen Sportplatz dringend herzurichten. Eine zweite wichtige Investition: die Sanierung jenes Hauses im Bad Lausicker Neubaugebiet, das Grundschule und Hort „Riff-Piraten“ unter einem Dach vereint. Hier könne allerdings nur schrittweise vorgegangen werden – aber mit Konsequenz.

Zum Dritten sieht die Fraktion den Ausbau der Heinrich-Heine-Straße im Kurviertel, der – mehrfach verschoben - jetzt endlich gelingen müsse. Im Zuge der Diskussion um die Zukunft der beiden Kulturraum-Orchester Sächsische Bläserphilharmonie und Leipziger Symphonieorchester denkt Udo Goerke auch an die des Bad Lausicker Musikhauses. Hier haben Bläserphilharmonie und Deutsche Bläserakademie ihren Sitz, zudem Musikschule-Außenstelle und Stadtmusik. Die Stadt müsse ihren Beitrag leisten, um dieses Haus mit seinen Angeboten unverrückbar in der Kulturlandschaft zu verankern.

„Die Sanierung der Grundschule in einem vertretbaren Zeitraum“ nennt Tim Barczynski namens der Linken-Fraktion die wichtigste nächste Aufgabe. Hohen Stellenwert habe zudem die Unterhaltung der Feuerwehren. „Wir müssen die Gelder, die der Stadt zur Verfügung stehen, so effektiv wie möglich einsetzen“, sagt er. Um das zu erreichen, solle der Stadtrat – so wie es in Bad Lausick bewährte Praxis sei – auch künftig über Fraktionsgrenzen hinweg zusammen wirken. Dabei sei es unverzichtbar, die Bürgerschaft einzubeziehen, um einen möglichst breiten Konsens zu erzielen. Offenheit sei allerdings keine Einbahnstraße: „Die Bürger sollten auch auf uns Stadträte zugehen, uns auf Dinge hinweisen, Ideen einbringen.“ Das erwarte er auch von Michael Hultsch, dem Bürgermeister ohne Parteibuch, der seit August 2015 an der Spitze von Rat und Verwaltung steht: „Offensivgeist und die Umsetzung alternativer Ideen und neuer Wege.“

„Der finanzielle Spielraum, den die Kommune hat, wird immer enger. Und es kommen Probleme auf uns zu, deren Tragweite wir noch gar nicht abschätzen können, das Thema Asyl zum Beispiel“, sagt Gerhard Köpping, der die Fraktion der Unabhängigen Wählervereinigung leitet. Es widerstrebe ihm deshalb, die Herausforderungen an drei, vier Beispielen festzumachen. Die Grundschul-Sanierung sei wichtig, zweifellos, aber welche Förderung bekomme Bad Lausick dafür überhaupt? Wichtig seien auch die Entwicklung der Kur, der Bau des Ressorts unmittelbar am „Riff“. Nicht zu vernachlässigen Feuerwehr und Trauerhallen, Gehwege und Straßenbeleuchtung. „In den Ortsteilen sind einige kleine Dinge in Fluss gekommen, das ist gut“, sagt er. Vieles aber müsse spekulativ bleiben – „auch weil vieles von außen hereinspielt und das die kommunale Politik immer stärker bestimmt, ohne dass wir als Stadtrat es überhaupt beeinflussen könnten“.

Von Ekkehard Schulreich

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