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Geithain Leipziger Land: Diskussion um Entleerung der Papiertonne
Region Geithain Leipziger Land: Diskussion um Entleerung der Papiertonne
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17:53 18.01.2010
Borna

Wie berichtet, wird im Leipziger Land laut neuer Abfallsatzung die Blaue Tonne seit diesem Jahr nicht mehr alle zwei, sondern nur alle vier Wochen geleert. Das lasse „ein Chaos“ befürchten, meint die Kreistagsfraktion der SPD/Grünen. In Eigenheimsiedlungen mag dies noch funktionieren, doch bei „Mehrfamilienhäusern ist damit zu rechnen, dass sich bis zum Monatsende riesige Papierberge ansammeln“, teilte der Fraktionsvorsitzende Karsten Schütze mit. Zudem sei zu befürchten, dass die Innenhöfe von wunderschönen Gründerzeitvillen mit zusätzlichen Mülltonnen zugestellt werden. „Eine Beratung der Hauseigentümer und -verwalter durch den Betrieb für Abfallwirtschaft hat offensichtlich bisher nicht stattgefunden“, heißt es weiter. Doch Großvermieter und der Eigenbetrieb für Abfallwirtschaft sprachen darüber schon vor Monaten. Gleich nachdem der Kreistag die neue Satzung beschlossen hatte, gingen zum Beispiel die Bornaer Großvermieter in die Spur. „Wir sahen riesige Probleme auf uns zukommen. Die Regelung ist für uns völlig unpraktikabel“, begründet Harald Nitsche, Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Espenhain, den gemeinsamen Vorstoß mit der Bornaer Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) und der Bornaer Wohnungsgesellschaft (BWG). Erstens sei der Platz für zusätzliche Tonnen zu knapp, und zweitens wollte man vermeiden, dass „unsere schicken Wohngebiete im Müll ersticken“. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft teilte den Vermietern mit, was dessen stellvertretender Betriebsleiter Rolf Galisch auch gegenüber der LVZ bestätigt: Große Container seien generell nicht betroffen. Schon zuvor galten für die vierrädrigen 1,1-Kubikmeter-Behälter andere Touren, dies werde auch weiterhin so sein. In großen Wohngebieten wie Borna-Gnandorf oder Borna-Ost habe in der Vergangenheit teilweise selbst der zweiwöchige Rhythmus nicht ausgereicht. Mieter von BWG oder BWS, die ihr Papier in kleine Tonnen entsorgen, bis maximal 240 Liter, müssen sich aber auf den vierwöchigen Entleerungsrhythmus einstellen. Generell laufe die Umstellung jetzt erst an, so Galisch. 73000 Müll-Kunden hat der kommunale Betrieb Abfallwirtschaft im Altkreis Leipziger Land. Bisher hätten 700 von ihnen eine weitere Papiertonne bestellt. Rolf Galisch rechtfertigt den neuen Tourenplan. Sicher seien niedrigere Kosten ein wichtiger Grund, „aber es liegt tatsächlich auch an der Menge. Oft waren die Tonnen nicht voll und wir wollen doch keine Luft transportieren“. Betroffen sind von der Veränderung also vor allem Eigenheimbesitzer und kleinere Vermieter, zum Beispiel die Concept Immobilien- und Hausverwaltung in Neukirchen bei Borna. „Bisher gibt es keine Probleme, aber die Regelung gilt ja erst seit kurzem. Mal sehen, wie sich das entwickelt“, sagt Concept-Sachbearbeiterin Romy Schönitz. Eine Eigentümergemeinschaft, die sie betreut, habe eine zusätzliche Papiertonne bestellt. „Die wurde auch schon geliefert. Allerdings ist es vom Platz her eng und es sieht nicht schön aus, wenn dort so viele Tonnen stehen“, berichtet die Mitarbeiterin.

Claudia Carell-Domröse

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