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Leipziger Symphonieorchester startet mit Flamenco in die neue Spielzeit

Kultur Leipziger Symphonieorchester startet mit Flamenco in die neue Spielzeit

Vorwiegend populäre Klassik steht auf den Programmen des Leipziger Symphonieorchesters (LSO) in der neuen Spielzeit in Borna, Böhlen und Markkleeberg. Damit hält Chefdirigent Wolfgang Rögner an seinem Kurs fest.

Leipziger Symphonieorchester.

Quelle: Andreas Döring

Borna/Böhlen. Vorwiegend populäre Klassik steht auf den Programmen des Leipziger Symphonieorchesters (LSO) in der neuen Spielzeit in Borna, Böhlen und Markkleeberg. Eröffnet wird die neue Saison am 19. August mit einer „Spanischen Nacht“ im Böhlener Kulturhaus. Neben Flamenco-Tänzern dürfen sich die Besucher auch auf ein spanisches Buffet freuen.

Damit hält Chefdirigent Wolfgang Rögner an seinem Kurs fest, den er seit der Übernahme des Chefpostens vor Jahresfrist eingeschlagen hat. Mit Erfolg, wie LSO-Manager Hans-Ulrich Zschoch sagt. Die Plätze an den drei Spielstätten sind im Durchschnitt zu 80 Prozent belegt. Dabei gibt es allerdings regionale Unterschiede. „In Markkleeberg haben wir den größten Zuspruch“, so Zschoch weiter. Die Auslastung im Lindensaal komme auf 85 Prozent, was am Interesse vor allem junger Leute liege. Anders sieht es im Bornaer Stadtkulturhaus und im Böhlener Kulturhaus aus. In Borna ist der Besucherzuspruch prozentual am geringsten. Ins Böhlener Kulturhaus kommen bisweilen 400 und mehr Besucher. Hier aber schlägt die Größe des imposanten Saals, der immerhin 750 Besucher fasst, in der Statistik negativ zu Buche. Heißt: Auch bei 450 Konzertbesuchern bleibt eine große Anzahl von Plätzen leer.

Die Zahl von jeweils sechs Anrechtskonzerten an den drei Spielstätten hat sich bewährt, macht der LSO-Manager klar. Acht Konzerte in einer Saison, wie es vor Jahren in Borna der Fall war, seien schlichtweg zu viel. Die Programme in der neuen Spielzeit, die jeweils aufeinanderfolgend Freitag, Sonnabend und Sonntag in Böhlen, Markkleeberg und Borna zu hören sind, stehen jeweils unter einem Motto. Los geht es am ersten Novemberwochenende unter der Überschrift „Starke Frauen“ mit der Ouvertüre zu den „Lustigen Weibern von Windsor“ von Otto Nicolai sowie den Zigeunerweisen für Violine und Orchester von Pablo de Sarasate. „Mit Pauken und Trompeten“ stimmt das Orchester am 16., 17. und 18. Dezember etwa mit der Ouvertüre zu Engelbert Humperdincks mittlerweile eher selten zu hörender Oper „Königskinder“ auf Weihnachten ein. „Very British“ geht es am 3., 4. und 5. Februar zu: Zu hören sind dann Benjamin Brittens Simple Symphonie sowie das Concertino für Marimba und Orchester von Paul Creston mit dem LSO-Schlagzeuger Felix Anton Lehnert. Leiter dieses Konzerts ist Gerard Oskamp, Chefdirigent der Mitteldeutschen Klammerphilharmonie im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt. Alle anderen Konzerte leitet Chefdirigent Rögner.

Das gilt auch für die „Sehnsucht nach Frühling“, wie das vierte Anrechtskonzert am 25., 25. und 26. März überschrieben ist. Neben der „Frühlingssinfonie“ von Robert Schumann erklingen dabei auch die Rokoko-Variationen von Peter Tschaikowski. Franz Schuberts Große Sinfonie und die Haydn-Variationen von Johannes Brahms stehen am 12., 13. und 14. Mai als „Meilensteine der Romantik“ auf dem Programmzettel. Zum Abschluss am 23., 24. und 25. Juni haben die Musiker „Paprika im Blut“, etwa mit der Ungarischen Rhapsodie Nr. 2 von Franz Liszt und fünf Ungarischen Tänzen von Brahms.

Die Programmgestaltung lässt auch eine gewisse Akzentverschiebung im Vergleich zu Rögners Vorgänger Frank-Michael Erben erkennbar. Der Erste Konzertmeister des Gewandhausorchesters hatte auch auf große Klassik wie Dvorak und Bruckner gesetzt. Mittlerweile gibt es im LSO einen Programmrat, in dem Musiker aller Instrumentengruppen vertreten sind und die Werkauswahl beeinflussen. Auch aus ökonomischen Gründen. Die Ausleihe von Noten für bestimmte Musikstücke sei durchaus eine Belastung des Orchesteretats, sagt Zschoch.

Zu den Anrechtskonzerten kommen Neujahrskonzerte Anfang Januar in Borna, Böhlen und Markkleeberg. Am 5. März ist ein Matineekonzert in Borna geplant, „ein weiteres ist in Planung“. Allerdings sei der Termin noch nicht klar, sagt der Manager.

Von Nikos Natsidis

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