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Geithain Letzte Gemeinderatssitzung: Narsdorfer Bürgermeister dankt allen Engagierten
Region Geithain Letzte Gemeinderatssitzung: Narsdorfer Bürgermeister dankt allen Engagierten
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13:01 09.06.2017
Narsdorfs Bürgermeister Andreas Große hat sich in der letzten Sitzung des Gemeinderates bei allen Engagierten bedankt. Quelle: Jens Paul Taubert
Narsdorf/Ossa

Ein Bauantrag für ein Einfamilienhaus, die Annahme von Spenden für die drei Feuerwehren, ein paar aktuelle Informationen: Die allerletzte öffentliche Sitzung des Narsdorfer Gemeinderates vor der Eingemeindung Narsdorfs nach Geithain zum 1. Juli war am Donnerstagabend keinesfalls spektakulär. Und auch mit einer Rückschau an diesem Punkt, da die kommunale Selbstverwaltung der Dörfer Ossa, Rathendorf und Narsdorf endet, hielt sich Bürgermeister Andreas Große (parteilos) nicht weiter auf.

„Wir können schon ein bisschen stolz sein auf das, was wir erreicht haben“, sagte er und meinte mit Wir ausdrücklich nicht nur den Gemeinderat und die drei Ortschaftsräte, sondern auch die Mitarbeiter in den Kindereinrichtungen, der Schule, dem Bauhof, der Verwaltung, die Kameradinnen und Kameraden in den Feuerwehren und „alle, die sich ehrenamtlich engagiert haben“. In diesem Engagement keinesfalls nachzulassen, wenn die drei Dörfer künftig Teil der Stadt Geithain seien, sei sein großer Wunsch, so Große. Es gelte, sich ungebrochen einzusetzen für die Attraktivität der Orte, „so dass Dritte sagen: Wo du wohnst, ist es so schön, da brauchst du gar nicht in den Urlaub fahren.“

Ein Kompliment machte der Bürgermeister den Mitarbeitern des Narsdorfer Bauhofs. Die hatten in den vergangenen Tagen Bushaltestellen in Ordnung gebracht. Das Wartehäuschen in Bruchheim erhielt ein neues Dach. In Rathendorf wurde neu gepflastert; zudem sorgt jetzt ein Schutzbügel für mehr Sicherheit beim Einsteigen.

Erneut brachte Sören Petzold (Wählervereinigung Ossa) die aus seiner Sicht korrekturbedürftige Sperrung der Ortslage Ossa für LKW ins Spiel. Wer von Geithain oder Syhra her nach Ossa fährt, trifft auf eine Sperrscheibe für Laster; an der südlichen Zufahrt via Wenigossa steht eine solche nicht. Das Komplettverbot sei nicht nur für Anlieferungen ein Problem, sondern genau genommen auch für den landwirtschaftlichen Verkehr, für die Müllentsorgung und andere unverzichtbare Fahrten, so Petzold. – „Ich bin noch an einer Klärung dran“, sagte Andreas Große. Er zitierte die Straßenmeisterei Borna mit der Aussage, die Schilder seien 2010 aufgestellt worden, weil die Ortsdurchfahrt, eine Kreisstraße, eng sei und sich in äußerst marodem Zustand befinde, und sie sollten gelten, bis dieser Missstand behoben sei. Mit der Straßenverkehrsbehörde werde er noch Rücksprache führen.

Eine Premiere erlebte Steffen Lohmann (Wählervereinigung Ossa), als er als stellvertretender Bürgermeister gefordert war, den Beschluss zur Entgegennahme von Spenden herbeizuführen. Große, der die Feuerwehren Ossa, Rathendorf und Narsdorf und den Feuerwehr-Nachwuchs bedachte, war befangen. Eine Spende für sie gab es außerdem von der Geithainer Landwirtschaftsgesellschaft. In der Summe handelte es sich um knapp 1200 Euro.

Der allerletzte Beschluss hatte durchaus ein bisschen Symbolkraft: Der Gemeinderat stimmte dem Bau eines Einfamilienhauses in der Narsdorfer Siedlung zu – in einem Gebiet, in dem in den nächsten Jahren zahlreiche weitere Eigenheime entstehen könnten, ein Gebiet, das für Narsdorf somit Zukunftspotenzial hat.

Von Ekkehard Schulreich

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