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Letzter Akt für 3-Tages-Party im Kohrener Land: Team gibt alles

Mit DJ Mark ’Oh und den Partyteufeln Letzter Akt für 3-Tages-Party im Kohrener Land: Team gibt alles

Ein Vierteljahrhundert 3-Tages-Fete: Mit Mark ’Oh und den „Partyteufeln“ schließt sich am Freitag und Sonnabend am Lindenvorwerk der Kreis. Der Jugendklub Rübe zu, der schon Alphaville und Bad Boys Blue ins Kohrener Land holte, lässt es noch einmal richtig krachen. Doch dann ist Schluss mit einem Veranstaltungsformat, das über die Jahre viele Tausend Besucher anzog.

Die Band „Drift“ stand auch schon auf der Bühne in Neuhof.

Quelle: Jens Paul Taubert

Kohren-Sahlis. Die Spider Murphy Gang hat es getan, Geier Sturzflug ebenso, nicht zu unterschlagen Bad Boys Blue: Sie alle und noch andere Bands von Rang und Klang standen im beschaulichen Neuhof im Kohrener Land auf der Konzertbühne: Nach 25 Jahren erlebt die 3-Tages-Party vom 29. bis 31. Juli eine Neuauflage. Popstar-DJ Mark ‚Oh und Deutschlands zurzeit renommierteste Partyband „Die Partyteufel“ sorgen für Festival-Feeling - und für einen hoffentlich bravourösen Schlussakkord, denn die Party-Macher verabschieden sich nach einem Vierteljahrhundert von ihren treuen Gästen. Die kamen Jahr für Jahr zu vielen Hunderten an das Lindenvorwerk.

„Als Alphaville bei uns war, das war das Größte. Nur zwei Konzerte gaben sie damals in ganz Deutschland, und eines war hier im Kohrener Land. Mindestens 2000 Leute drängten sich da im Zelt“, sagt Andy Bracklow, derzeit Chef des Jugendklubs Rübe zu, der ein eingetragener Verein ist. Seit anderthalb Jahrzehnten ist Bracklow selbst in die Organisation der 3-Tages-Party eingebunden. Eine Veranstaltung, die in ihrem Kern so bodenständig und urwüchsig wie ihr unspektakulärer Name ist: Um das gemeinsame Musikerlebnis geht es, um das Feiern, um ein Wohlgefühl, das man sich selbst organisiert. Eine Veranstaltung, die, sagt René Tischoff, ehemaliger Klub-Chef, „sich jeder leisten können muss“. Eine Absage an den andernorts inzwischen gern überbordenden Kommerz.

Am Anfang war eine Geburtstagsparty im Kohren-Sahliser Jugendklub nahe der Ausflugsgaststätte Lindenvorwerk - der Name Rübe zu wurde von manch Offiziellem als wenig passend für ein Treff im Herzen des Naherholungsgebietes empfunden -, da fand eine Geburtstagsparty kein Ende. Sie war der Anfang für etwas, das über die Jahre immer größer, immer anspruchsvoller wurde, sagt Tischoff. Bands wurden hergeholt, die vor wenigen Jahren noch unerreichbar waren für in der DDR Aufgewachsene. Plötzlich konnte man ein Riesen-Bühne aufbauen und die Idole aus der Unmittelbarkeit erleben. Eine Idee, die nicht nur ein großes Publikum elektrisierte, sondern auch die Organisatoren zusammenschweißte. „Wir haben viel Arbeit, aber auch viel Spaß gehabt über die Jahre“, bestätigt Tim Karpe, seit Langem in diesem Team. Nicht nur ein Fest für die Jugend sollte es sein, sondern eines für Gutgelaunte allen Alters. Sogar explizite Kinderangebote wurden getestet, fanden aber nicht den erhofften Anklang.

Doch die Zeiten ändern: Die Partykultur ist Wandlungen unterworfen, was sich in sinkenden Besucherzahlen niederschlägt. Andererseits steigen die Kosten. Die jährlichen Kosten für den Klubbetrieb zu erwirtschaften, gelingt längst nicht mehr. Vor allem aber schrumpft das Team der engagierten Organisatoren. „Jüngere Leute heranzuziehen und zu begeistern, ist nicht so einfach“, sagt René Tischoff. Die Party 2015, bei der „Biba und die Butzemänner“ aufspielten, stand unter einem schlechten Stern: Die Meteorologen hatten vor Unwettern gewarnt; die Zahl derer, die sich dennoch nach Neuhof aufmachten, blieb unter den Erwartungen. Schon damals erwogen die Veranstalter, einen Schlussstrich zu ziehen. Doch dann habe man sich durchgerungen, sich mit einem Erfolg zu verabschieden und einer Jubiläums-3-Tages-Party: „Denn die Partys waren es ja, durch die sich unser Jugendklub weithin einen Namen gemacht hat.“

Nun also der letzte große Akt: mit Mark ’Oh am 29. Juli, mit der „Partyband“ aus Wunsiedel am 30. Juli, jeweils 20 Uhr, und mit dem obligatorischen Frühschoppen am Sonntagfrüh, 10 Uhr.

Von Ekkehard Schulreich

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