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Lidl schließt seinen Bad Lausicker Supermarkt am Monatsende

Lidl schließt seinen Bad Lausicker Supermarkt am Monatsende

Es ist kein Gerücht: Der Bad Lausicker Lidl-Markt schließt. Das Unternehmen zieht sich aus der Kurstadt zurück. Das bestätigte der Konzern am Freitag. Am 29. Juni ist Schluss.

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Bald nur noch in der Rückschau: Der Bad Lausicker Lidl-Markt schließt zum Monatsende.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Am 29. Juni sei der Markt in der Turnerstraße zum letzten Mal geöffnet. "Die Filiale in Bad Lausick bietet nicht mehr die Voraussetzungen, um unseren Kunden unser gesamtes Sortiment anzubieten und einen bequemen Einkauf zu ermöglichen, wie er es bei Lidl erwarten darf", begründet diesen Schritt Unternehmenssprecher Stephan Krückel. Grundsätzlich sei zu beobachten, dass der Anspruch der Kunden an die Sortimentsvielfalt, die Warenpräsentation und somit die Verkaufsfläche in den vergangenen Jahren gestiegen sei. Dem werde man am aktuellen Standort in Bad Lausick nicht länger gerecht.

 

 

Eine Nachricht, die Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU) überraschte. "Mein Kenntnisstand ist, dass sich Lidl seit geraumer Zeit vergrößern will. Wir haben hier im Rathaus Gespräche geführt und angeboten, die bisherige Rewe-Halle zu nutzen", sagte er. Andere Pläne kenne er nicht.

 

 

In der Tat bemüht sich Lidl seit mehreren Jahren schon um eine größere Filiale in der Stadt. Die heutige verfügt über nur 600 Quadratmeter Verkaufsfläche, was in den neunziger Jahren Standard war. Erwogen wurde 2009 ein Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite in Nachbarschaft des - inzwischen leer stehenden - VW-Autohauses. Ein Jahr später warf das Unternehmen ein Auge auf das Areal der verwaisten Kindertagesstätte "Kastanieneck". Doch hier in das gewachsene Grün, unmittelbar angrenzend an Wohnhäuser und mit problematischer Verkehrsanbindung einen Supermarkt zu errichteten, sorgte für heftigen Widerstand unter den Anwohnern. Weil man sich nicht einigen konnte, annullierten Stadtrat und Stadt deshalb schließlich den schon mit einem Projektentwickler geschlossenen Kaufvertrag.

 

 

Letzte Option, die in den vergangenen Monaten diskutiert wurde, war ein Umzug von Lidl in jenen Markt, den Rewe im Herbst in der Reichersdorfer Straße räumen will - weil Rewe jenseits der Bahnlinie an der Ballendorfer Straße neu und vor allem deutlich größer bauen will. Dieser neue Markt soll, das sagt zumindest der durchaus ambitionierte Zeitplan, im November fertig werden. Dann zieht die Betreiberin Babette Gürntke mit ihrem Team in den neuen Markt um, und der Weg für Lidl wäre frei. Aber dieses Bauwerk ist nicht viel größer als die aktuelle Lidl-Filiale. Das mag der Grund sein, warum Lidl sich anders entschieden hat. "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zu weiteren standortstrategischen Details aktuell keine weiteren Aussagen treffen möchten", sagt dazu Sprecher Stephan Krückel. Immerhin: Die acht Bad Lausicker Lidl-Mitarbeiterinnen sollen in anderen Filialen weiterbeschäftigt werden.

 

 

Für Bad Lausick stellt sich damit die Frage neu, was aus der bald leeren alten Rewe-Halle wird, die in den neunziger Jahren für Tip gegen den Willen der Nachbarn auf ein sehr beengtes Grundstück förmlich gezwängt worden war. "Der Stadtrat hat extra für das Areal eine Veränderungssperre verhängt und die mit der Landesdirektion abgestimmt", sagt Josef Eisenmann. Diese Sperre soll verhindern, dass sich künftig hier Handel ansiedeln kann, der dem Einzelhandelskonzept der Stadt zuwiderläuft und der Kaufkraft vor allem aus der Innenstadt abziehen würde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.06.2013

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