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Geithain Lösungen nicht für jeden Leerstand
Region Geithain Lösungen nicht für jeden Leerstand
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14:50 19.05.2015
Ex-Rewe: Was mit der Immobilie wird, ist zurzeit offen. Quelle: Jens Paul Taubert

Mindestens vorübergehend zieht in den ehemalige VW-Autohaus wieder Betriebsamkeit ein. Für die ehemalige Kindertagesstätte "Kastanieneck", die schon einmal einem großen Supermarkt weichen sollte, sind die Tage 2014 wohl gezählt.

Bauwerkswartung und -instandhaltung für die Deutsche Telekom betreibt Ralf Graul. Dem in Flößberg gegründeten und inzwischen auf 20 Mitarbeiter angewachsenen Unternehmen kommt die Immobilie des ursprünglichen VW-Autohauses an der Bad Lausicker Turnerstraße recht. "Ein Haus, das ganz gut passt", sagt der Geschäftsführer der Graul Bauberatung und Baubegleitung: Die Werkstatt dient als Lager und Garage für den Fuhrpark, die Verkaufsfläche hinter der geschwungenen Glasfassade wurde zu Büros. "Wir haben einen Mietvertrag über fünf Jahre mit der Option zu verlängern, erklärt Graul. Gern würde er die Immobilie auch kaufen, doch das stehe aus Sicht des Eigentümers zurzeit nicht zur Debatte.

Anders sieht es aus im Neubaugebiet. Der Edeka-Markt, als DDR-Kaufhalle im Zuge der Wohnhäuser errichtet, der vor einem knappen Jahr schloss, ist veräußert. Erworben hat ihn der Bad Lausicker Schließfachvermieter Mietra. "Eine Verkaufsstätte haben wir natürlich nicht wieder daraus gemacht, auch wenn immer mal jemand kommt, der hier eine Flasche Bier kaufen möchte", sagt Geschäftsführer Gerold Trautner. Das Objekt nutzt der Unternehmenszweig "Pimp your locker", der Schließfächer jugendlich-frisch und ein bisschen verrückt ausstattet mit Licht, Spiegel, Teppich. Das Edeka-Blau-Gelb der Fassade wird inzwischen kontrastiert durch die Firmenwerbung auf den Schaufenstern. Wann wird die Kaufhalle nicht mehr als solche erkennbar sein? Trautner: "Wir warten ein, zwei Jahre ab, wie sich dieses Segment entwickelt."

Was aus der ehemaligen Lidl-Niederlassung in der Turnerstraße wird, ist offen. "Noch ist Lidl Mieter, ist vor Ablauf des Vertragsendes ausgezogen", sagt Ruth Klauck, die für den Eigentümer gr. Sieverding Verwaltungs GmbH Lohne nach einer neuen Verwertung sucht. Lidl wollte sich in Bad Lausick deutlich vergrößern. Da dies nicht gelang, hatte sich der Konzern im vergangenen Jahr komplett aus der Kurstadt zurückgezogen. "Anfragen hatten wir genug. Wir sind zuversichtlich, dass sich bald etwas Konkretes ergibt", sagt Klauck, die die Immobilie gern verkaufen oder vermieten würde.

Seit Anfang Dezember nutzt Babette Gürntke mit ihrem Team den neu gebauten, deutlich größeren Rewemarkt an der Silikastraße. Das Haus an der Reichersdorfer Straße ist verwaist. Was daraus wird, die Rewe Group kann es nicht sagen. "Rewe war hier Mieter, deshalb kann nur der Aussagen zu einer Folgenutzung machen", informiert Thomas Bonrath von der Unternehmenskommunikation.

Dafür ist die Absicht der Stadt Bad Lausick klar, die ehemalige Kindertagesstätte "Kastanieneck" endlich abzureißen - mit eigenen Mitteln. Der seit vielen Jahren leer stehende, verfallene Gebäudekomplex an der Leipziger Straße mit einem parkläufigen Garten war schon einmal verkauft, sollte - nicht zuletzt zum Ärger der Nachbarschaft - einem großen Einkaufsmarkt weichen. Das Projekt wurde beerdigt, der Kauf rückabgewickelt. "Wir reißen das Kastanieneck in diesem Jahr ab", sagt nun Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU). 30 000 bis 40 000 Euro sind veranschlagt. "Vielleicht findet sich dann ein Investor. Dann entscheiden wir neu." Doch so schnell wird sich nach einem Abriss nichts tun: Wahrscheinlich 2015/16 will das Landesamt für Straßenbau und Verkehr unmittelbar vor der Zufahrt einen großen Kreisverkehr bauen, monatelange Sperrungen inklusive.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.01.2014
Schulreich, Ekkehard

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