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Marco Steinbach ist Narsdorfs neuer Gemeindewehrleiter

Wahl Marco Steinbach ist Narsdorfs neuer Gemeindewehrleiter

Neuer Narsdorfer Gemeindewehrleiter ist jetzt Marco Steinbach (33, Rathendorf). Er wurde am Freitag mit 99 Prozent der Stimmen gewählt. Als Stellverteter fungieren Ute Kühn (36, ebenfalls Rathendorf) und Daniel Naumann (25, Ossa). Ein Jahrzehnt lang stand der Rathendorfer Herbert Legel an der Spitze der Gemeindewehrleitung.

Blumen als Dankeschön gab es für die bisherige Gemeindewehrleitung, bestehend aus (von li.) Jochen Dietrich, Ute Kühn und Herbert Legel. Zu denen, die sich für das Engagement bedankten, gehörte David Zühlke vom Kreisfeuerwehrverband.
 

Quelle: Feuerwehr

Narsdorf .  Ein Jahrzehnt lang stand der Rathendorfer Herbert Legel an der Spitze der Narsdorfer Gemeindewehrleitung. Der Gesetzgeber hatte 2005 die Bildung einer solchen Leitung in jenen Kommunen gefordert, die mehr als eine Freiwillige Feuerwehr unterhalten. Neuer Gemeindewehrleiter ist jetzt Marco Steinbach (33, Rathendorf). Er wurde am Freitag mit 99 Prozent der Stimmen gewählt. Als Stellverteter fungieren Ute Kühn (36, ebenfalls Rathendorf) und Daniel Naumann (25, Ossa). Der Gemeinderat muss das noch per Beschluss bestätigen.

Die neue Narsdorfer Gemeindewehrleitung, bestehend aus Daniel Naumann (li), Ute Kühn und Gemeindewehrleiter Marco Steinbach

Die neue Narsdorfer Gemeindewehrleitung, bestehend aus Daniel Naumann (li.), Ute Kühn und Gemeindewehrleiter Marco Steinbach.

Quelle: Feuerwehr

Ute Kühn arbeitete in der Gemeindewehrleitung bereits seit 2007 mit. Herbert Legel hatte sich aus Altersgründen nicht noch einmal der Wahl gestellt. Neben Kühn hatte Legel, der damals als dienstältester Wehrleiter durch Bürgermeisterin Romy Bauer auf diese Funktion verpflichtet worden war, auf die Unterstützung von Jürgen Dietrich zurückgreifen können.

„Die Wehren in Narsdorf, Rathendorf und Ossa unter einen Hut zu bekommen, war gar keine so einfache Sache“, blickte der heute 70-jährige Legel zurück. Größte Herausforderung sei die Erarbeitung eines Brandschutzbedarfsplanes für das gesamte Gemeindegebiet gewesen. Eine Säule darin neben den Wehren Rathendorf und Narsdorf die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Ossaer Truppe „durch die Gewinnung von Kameraden für eine Leitungstätigkeit und Lehrgangsbesuche der Ossaer Kameraden“. Die Ossaer Wehr konnte mit neuer Technik ausgerüstet werden. Sie erhielt mit dem Umbau der alten Konsum-Verkaufsstelle ein DIN-gerechtes Gerätehaus, das modernste im Gemeindegebiet. Für die Rathendorfer Wehr wurde ein zweites Fahrzeug beschafft, „damit mindestens eine volle Gruppe zur Einsatzstelle gebracht werden kann“. Für alle drei Wehren wurden einheitliche Pressluft-Atmer angeschafft, die Sirenenalarmierung in allen drei Ortsteilen ist verbessert worden. „Seit Februar alarmiert die Leitstelle Teile unserer Einsatzkräfte außerdem per Handy“, so Herbert Legel. Die Beschaffung der neuesten Digitalfunkgeräte sei im Gang.

„Die Ausbildung unserer Kräfte in den Wehren läuft bestens. Ausbildungsstand und tägliche Einsatzbereitschaft sind so gut, dass wir sogar landkreisübergreifende Hilfe für die Feuerwehr Obergräfenhain gewährleisten können“, sagt Legel. Das betreffe vor allem Einsätze nach Verkehrsunfällen auf der Autobahn 72. Alle drei Wehren zusammen zählten 92 Aktive, davon 16 Frauen. 38 Mädchen und Jungen seien in den Jugendwehren aktiv, die Altersabteilung sei mit insgesamt 27 Kameraden eine wichtige Stütze.

Dass die Wehren eine unverzichtbare ehrenamtliche Arbeit für die Menschen in Ossa, Rathendorf und Narsdorf leisteten, machte der parteilose Bürgermeister Andreas Große deutlich. Er dankte allen für ihren Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit, vor allem auch der bisherigen Gemeindewehrleitung. Jürgen Dietrich wurde vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, David Zühlke, mit dem Streckkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Von Ekkehard Schulreich

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