Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Maritimes und Fachwerk: Kathrin Pfitzner aus Geithain stellt in Bad Lausick aus
Region Geithain Maritimes und Fachwerk: Kathrin Pfitzner aus Geithain stellt in Bad Lausick aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 24.05.2017
Kathrin Pfitzner mit Selbstporträt und Strandszene. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Bad Lausick

Ein halbes Jahrzehnt nach ihrer ersten Ausstellung kehrt Kathrin Pfitzner (beinahe) an diesen Ursprung zurück: In der Bad Lausicker „Riff“-Galerie gibt sie bis über den Sommer Einblicke in ihr durchaus vielfältiges künstlerisches Schaffen – und illustriert jene Entwicklung, die sie seit ihrer Premiere 2012 im Museum des Glastener Heimatvereins nahm. „Es darf für mich nicht langweilig werden. Ich brauche den Aha-Effekt“, sagt die 47-Jährige die in Geithain zu Hause ist, und empfindet ein Bild dann als gelungen, wenn derselbe Effekt beim Betrachter eintritt. Begann sie mit Pastellen, wendete sie sich inzwischen der Acryl- und der Ölmalerei zu. Gern setzt sie sich zu renommierten Malern in Beziehung, deren Werk sie bewundert. Und so scheinen Picasso, Gerhard Richter, August Macke auf, findet sich in der neuen Schau neben Gegenständlichem auch Impressionistisches und Abstraktes.

Als Reminiszenz an den Ausstellungsort zu verstehen sind die maritimen Bilder, die im Eingangsbereich des Restaurants hängen: Strandmotive, Segel im Dunst, der karikierende Blick auf ein molliges Paar, ein versonnenes Selbstporträt vom allerletzten Tag des Ostseeurlaubs. Im Mittelpunkt der Schau folgt, was Pfitzner in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld fasziniert: Fachwerk, historische Geithainer Details, ein Stillleben im Stadtpark, das Jahrzehnte zurückgreift. „Ich muss malen, wie ich mich fühle“, sagt sie. Am längsten dauere es, eine Bildidee zu formen; sie auf Papier oder Leinwand umzusetzen, vollziehe sich dann zügig und konzentriert. Das schließe ein, ältere Bilder, die nicht mehr gefallen, zu übermalen, sie einzubinden in einen ganz neuen Kontext – Beispiel „Fish Art“, 2013 entstanden und kürzlich erst verfremdet und neu erfunden.

Auszustellen ist Kathrin Pfitzner wichtig. Nicht um sich zu sonnen, sondern um in Austausch zu treten. Mehrfach war sie deshalb in den vergangenen Jahren mit Bildern öffentlich präsent, im Bornaer Amtsgericht und beim Weihnachtsmarkt an der Geithainer Nikolaikirche. Und sie nutzt das Geithainer Eventshopping in der Innenstadt, um im Modegeschäft „Modern Collection“, in dem sie als Verkäuferin arbeitet, Bilder zu zeigen: „Bilder sind eine gute Möglichkeit, um ins Gespräch zu kommen, um Menschen zu erreichen.“ Das, sagt sie, übe neben dem Malen selbst ebenso einen starken Reiz aus.

Von Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Unterbringung eines neuen Jugendtreffs in einem Raum der ehemaligen Kohren-Sahliser Schule hält Bürgermeister Siegmund Mohaupt (CDU) für praktikabel. „Die Stadt braucht allerdings einen Vertragspartner, und sie kann sich nicht finanziell beteiligen, auch nicht an den entstehenden Betriebskosten“, sagte er Dienstagabend vor dem Stadtrat.

27.05.2017

Bei einem Unfall auf der S49 zwischen Buchheim und Ebersbach (Landkreis Leipzig) sind am Mittwoch drei Menschen verletzt worden. Ein Auto hatte versucht auf der Landstraße zu wenden, als ein dahinter befindliches Fahrzeug auffuhr und den Wagen in den Straßengraben drückte.

24.05.2017

Die neue Badesaison beginnt: Wenige Tage nach dem Frohburger Stadtbad findet man ab Donnerstag auch in Geithain Erfrischung. Die beliebte Einrichtung ist ab dem Männertag geöffnet. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 14 000 Besucher.

24.05.2017
Anzeige