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Geithain Markus Bergforth ist neuer Chef der SPD im Landkreis Leipzig
Region Geithain Markus Bergforth ist neuer Chef der SPD im Landkreis Leipzig
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16:50 05.06.2016
Markus Bergforth ist neuer Chef der SPD im Landkreis. Quelle: Julian J. Rossig
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Rötha

Markus Bergforth ist neuer Vorsitzender der SPD im Landkreis Leipzig. Der Brandiser SPD-Ortsvereinschef (49) wurde auf dem SPD-Kreisparteitag am Sonnabend im Röthaer Volkshaus mit 88,2 Prozent zum Nachfolger von Ingo C. Runge (46) gewählt, der seinen Posten nach zwei Jahren aus beruflichen Gründen aufgibt. Stellvertreter wurden der Brandiser Bürgermeister Arno Jesse sowie Doreen Haym, die vor einem halben Jahr bei der Stichwahl um den Chefposten im Röthaer Rathaus auf 38 Prozent kam. Zudem verabschiedete die SPD einen Leitantrag mit dem Titel „Die Entwicklung des Landkreises Leipzig weiter voranbringen!“.

Der scheidende SPD-Chef Runge hatte den Zustand der SPD im Landkreis Leipzig beschrieben. Der Kreisverband zähle aktuell 297 Mitglieder in insgesamt 13 Ortsvereinen. Der Blick auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen „stimmt hierbei wenig positiv“. Runge weiter: „Im Verlauf der letzten zehn Jahre hat unsere Partei im Gebiet des Landkreises mehr als 20 Prozent ihrer Mitglieder verloren.“ Das Durchschnittsalter der SPD-Mitglieder liege bei mehr als 58 Jahren. Lediglich 23 Prozent sind Frauen. Die Tatsache, dass mehr als jedes zweite Mitglied älter als 60 ist, werde sich auch auf die Gewinnung von Kandidaten sowie die Kampagnenfähigkeit der Partei auswirken.

Es war der starke Mann der Landkreis-SPD, der Vorsitzende der SPD/Grünen-Kreistagsfraktion, Karsten Schütze, der den Finger in diese Wunde legte. „Überall, wo wir kommunal gut verankert sind und den Bürgermeister stellen, erzielen wir auch gute Ergebnisse.“ Schütze muss es wissen. Er ist Oberbürgermeister von Markkleeberg.

Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) erinnerte an die katastrophalen Zustände bei der Unterbringung von Asylbewerbern in den 90er Jahren, als sie Bürgermeisterin von Großpösna war, und später in ihren Jahren als Bornaer Landrätin. „Mittlerweile gibt es menschenwürdige Unterkünfte.“ Dennoch sei die Politik vielfach von den Entwicklungen überholt worden, wenn etwa Bürgermeister am Abend mit einem Anruf darüber informiert würden, dass ihnen am nächsten Tag Asylbewerber in Größenordnungen zugewiesen werden. Köpping verwies auf die Spaltung der Gesellschaft in die, „die sich engagieren und die, das alles ablehnen“.

Im Leitantrag, den der Parteitag verabschiedete, macht sich die SPD für die Entwicklung der Elektromobilität zu Wasser und zu Land, die Einführung eines Sozialtickets im Landkreis sowie Neustrukturierungen von Verwaltungseinheiten stark. Außerdem soll sich die regionale Wirtschaftsförderung auf Asylbewerber fokussieren.

Von Nikos Natsidis

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