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Medianklinik Bad Lausick: Führungswechsel im Jubiläumsjahr

Nachfolge Medianklinik Bad Lausick: Führungswechsel im Jubiläumsjahr

Ein Vierteljahrhundert Reha in der Bad Lausicker Medianklinik: In Nachfolge des städtischen Herrmannsbades wurde 1993 neu gebaut. Im Jubiläumsjahr gibt es nun personelle Veränderungen an der Spitze der Klinik.

Gleich zwei Leitungswechsel in der Medianklinik Bad Lausick im Jubiläumsjahr: Birgid Gebler (li.) löst als Kaufmännische Leiterin Christine Ramtke (r.) ab. Neuer Chefarzt der Orthopädie ist Frank Beyer (2.v.li.), neben Klaus-Dieter Stocker, Geschäftsbereichsleiter Ost

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Drei Jahre vor dem großen Jubiläum „200 Jahre Kur in Bad Lausick“ wird ein kleines ohne viel Aufhebens begangen: Dabei gilt die Eröffnung der Medianklinik im Februar 1993 als Weichenstellung für die Neustrukturierung des Kurbades nach dem Ende der DDR. Der Klinik-Investor übernahm vor 25 Jahren von der Stadt Bad Lausick den Betrieb des traditionsreichen Herrmannsbades und setzte wenige Tage später mit der Einweihung des 56 Millionen Mark, also rund 28 Millionen Euro teuren Neubaus einen entscheidenden Akzent für die rasch folgende Ansiedlung weiterer Reha-Einrichtungen. Ende März 2018 geht mit Christine Ramtke eine Frau von Bord, die in beiden Unternehmen tätig war, die zu den dienstältesten Mitarbeitern zählt und die als kaufmännische Leiterin die Klinik ein Vierteljahrhundert prägte. An ihre Stelle tritt Birgid Gebler, die das Haus seit 2000 kennt.

Blick auf die Bad Lausicker Medianklinik

Blick auf die Bad Lausicker Medianklinik.

Quelle: Jens Paul Taubert

„Die Klinik läuft.“ Auf diesen Punkt bringt es Klaus-Dieter Stocker, der den Geschäftsbereich Ost der Median-Gruppe leitet. Zu der zählen in Sachsen neben Bad Lausick Kliniken in Leipzig, Schmannewitz, Bad Gottleuba und Berggießhübel. Mit 3200 bis 3300 Reha-Patienten sei das Haus über all die Jahre schon sehr gut ausgelastet. Behandelt werden Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mit orthopädischen Einschränkungen. Das Gros von ihnen kommt aus dem Städtedreieck, das Leipzig, Chemnitz und Dresden bilden, aus Ostthüringen und aus Sachsen-Anhalt – und in den zurückliegenden Jahren verstärkt direkt aus den Krankenhäusern. AHB, Anschlussheilbehandlung, heißt, was das Reha-Geschehen immer deutlicher ausmacht.

„Dass wir uns damals ziemlich schnell auf AHB konzentrierten, war die richtige Entscheidung“, blickt Ramtke auf die Seehofer’sche Gesundheitsreform 1996 zurück, die die Zahl der Rehabilitationen und Kuren einbrechen ließ. Sie sorgte maßgeblich dafür, dass die Median-Klinik II in Bad Lausick nicht gebaut wurde („Das Vorhaben war weit gediehen.“) und dass das Kursondergebiet nordöstlich des Kurparks bis heute ungenutzt ist. Die 60-Jährige, die sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzieht, ist stolz auf das „sehr gute Mitarbeiter-Team. Auf das kann man sich verlassen. Und das sorgt auch dafür, dass das Klima stimmt.“ Ramtke, in Otterwisch zu Hause, die ursprünglich im Verkehrswesen tätig war, ehe sie in die Kur-Branche wechselte, spricht von „sehr spannenden Jahren, sehr arbeitsreich, erfüllend“.

Birgid Gebler (52) aus Colditz betrachtet sie als geeignete Nachfolgerin. Seit 2003 leitete sie die Finanzbuchhaltung, wurde als kaufmännische Assistentin 2015 Ramtkes Stellvertreterin. Nach Monaten der Einarbeitung trägt sie seit Jahresbeginn selbst für sämtliche Abläufe im Haus Verantwortung: für Personal und Finanzen, die Patienten und Repräsentation der Klinik nach außen. Dabei weiß sie mehr als 120 Mitarbeiter an der Seite. Zeitgleich fand ein Wechsel an der Spitze der Orthopädie statt: Auf Dr. Hendryk Strunz folgt Frank Beier als Chefarzt. Der 59-jährige Diplommediziner ist Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin. Der Anhalter begann im Sommer vergangenen Jahres hier als Oberarzt. Chefärztin der Kardiologie ist und bleibt Dr. Inge Scherwinski.

Das 25-jährige Bestehen der Bad Lausicker Medianklinik werde gemeinsam mit der ebenso alten in Berggießhübel gefeiert, sagt Gebler: „Das bietet sich an. Offen ist nur, ob hier bei uns oder in der Sächsischen Schweiz.“ Klar dagegen sei: Für die Mitarbeiter gebe es das alljährliche Sommerfest. In Anbetracht des Jubiläums werde das wohl ein bisschen größer ausfallen.

Von Ekkehard Schulreich

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