Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Mietra in Bad Lausick hat neuen Firmensitz
Region Geithain Mietra in Bad Lausick hat neuen Firmensitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:46 02.12.2016
Der Geländestreifen parallel zur Bahnstrecke hat eine neue Dominante: den Mietra-Neubau. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Bad Lausick

Mit den Schuhen, die dem Fünftklässler Jörg Trautner im Bad Lausicker Gymnasium abhanden kamen, begann die Geschichte eines Unternehmens, das 20 Jahre später deutschlandweit in 1500 Schulen Schließfächer vermietet, das Franchise-Nehmer in einem halben Dutzend europäischer Staaten hat – und dessen alleiniger Geschäftsführer Jörg Trautner sein wird. Der Umzug der Mietra GmbH in den Neubau unmittelbar am Bahnhof war für den Firmengründer und Vater Gerold Trautner der Zeitpunkt, in den Ruhestand zu wechseln. Das Unternehmen aber, das aktuell 50 Mitarbeiter zählt, will weiter wachsen: „Mit neuen Ideen wollen wir vor allem vertrieblich noch mal Gas geben.“

In der Schule ein Schließfach zu mieten, ist heute etwas Alltägliches. Zeichenzeug, Sportbeutel, schwere Lektüre und manch anderes, das vielleicht nicht für jedermanns Augen bestimmt ist, ruht darin wohl verwahrt und immer griffbereit. Das Bad Lausicker Unternehmen hält es sich zugute, vor zwei Jahrzehnten mit einer Idee auf den Markt gekommen zu sein, die erst später Nachahmer fand. Egal ob Gymnasien oder Oberschulen, Berufliche Schulzentren oder zum Teil auch Grundschulen: Die Reihen mit den farbenfrohen Metallboxen finden sich bundesweit. Kam der Anstoß dazu 1996 auch aus Bad Lausick selbst, wurden die ersten Schließfächer in Leipziger Schulen aufgebaut; das kurstädtische Friedrich-Schiller-Gymnasiums war Nummer 50, ein Zeichen dafür, wie schnell das Unternehmen Land gewinnen und wachsen konnte.

Begann Gerold Trautner damals mit nur einer Mitarbeiterin, Monika Müller aus Kitzscher, stieg der Bedarf an Fachleuten mit der Nachfrage. Die ersten Schließfächer, erinnert sich sein Sohn Jörg, waren Standard-Schränke aus dem Katalog. Ganz anders heute: „Wir sind Großkunde. Wir haben einen eigenen Schrank entwickelt, den ein Partner in Tschechien produziert“ – mit einem patentierten Schließsystem, in individuellen Farbdesigns und entsprechend strengen Auflagen etwa des Brandschutzes. Neben Fächern für Schulen bietet das Unternehmen vor allem für Events Verwahrmöglichkeiten an: auf Messen, bei Konzerten, bei Firmen-Präsentationen.

Jörg Trautner ist mit Schließfächern quasi groß geworden. Im väterlichen Betrieb jobbte er in den Ferien, machte hier seine Ausbildung zum Bürokaufmann. Er studierte mehrere Semester Wirtschaftsinformatik, kehrte in die Firma zurück, engagierte sich in Vertrieb und Marketing und wurde Geschäftsführer an der Seite seines Vaters. In unmittelbarer Nachbarschaft des Kur- und Freizeitbades „Riff“ ansässig, errichtete das Unternehmen vor ein paar Jahren ein großes Lager an der Heinrich-Heine-Straße.

Seit dem Frühjahr 2015 entstand nicht weit entfernt ein neuer Firmensitz, in dem Glas ein dominanter Baustoff ist. „Das Licht soll von allen Seiten ins Haus gelangen. Wir legen Wert auf Transparenz“, sagt der 34-Jährige. Und pflege offene Bürotüren nach innen als Zeichen eines familiären Miteinanders. Davon können sich vor allem Geschäftspartner und die Familien der Mitarbeiter ein Bild machen, wenn Mietra am 3. Dezember zur offiziellen Eröffnung des Neubaus einlädt.

Neben dem im Übrigen noch Platz ist, um bei Bedarf in ein paar Jahren ein weiteres Gebäude zu errichten. Der bisherige Sitz wird indes durch die Familie weiter genutzt: Die Rotstahl GmbH, Händler von Stahlmöbeln und geführt durch Jörgs Bruder André Trautner, zog vom Markt dorthin um – aus Platzgründen.

Von Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Täglich bis zu fünf Stunden steht der 91-jährige Frohburger Herbert Rohland in seiner Holzwerkstatt: Beim Schnitzen von Weihnachtspyramiden, Schwibbbögen, Lichterengeln und Nussknackern vergisst er die Zeit. Fit hält er sich außerdem mit täglichen Spaziergängen durch die Aue sowie im Gemischten Chor, dem er seit 1947 angehört.

02.12.2016

Hoch türmte sich der Schnee vor 65 Jahren im Dölitzschtal, als Renate und Otto Weigel am ersten Dezembertag mit dem Pferdeschlitten zur katholischen Trauung nach Wechselburg fuhren, und in der Farbe des Schnees leuchteten die Chrysanthemen des Brautstraußes. Am Donnerstag begeht das Paar seine eiserne Hochzeit.

01.12.2016

Eingemeindung zum 1. Januar 2018? Oder Eiszeit bis zu einem Tage X? Dass Kohren-Sahlis und Frohburg zusammen gehen sollten, steht für Erika Lory und Andreas Mertin außer Frage. Neu aufeinander zugehen, wünschen und fordern sie von den Kommunen. Auf der nächsten Frohburger Ratssitzung wollen sie einen entsprechenden Antrag einbringen.

30.11.2016
Anzeige