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Geithain Mit Durchschnitt von 1,1 zur Feierstunde im Sächsischen Landtag
Region Geithain Mit Durchschnitt von 1,1 zur Feierstunde im Sächsischen Landtag
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16:31 19.05.2015
Die besten Absolventen der Geithainer Paul-Guenther-Schule (v. l.): Jennifer Bochmann, Katy Kosak, Laura Harzendorf, Tina Winkler und Jessica Rother. Quelle: N. RathgeScholz

Denn sie hat die 10. Klasse an der Geithainer Paul-Guenther-Schule als Jahrgangsbeste mit einem Durchschnitt von 1,1 absolviert. Deshalb durfte sie an der Auszeichnungsveranstaltung für Absolventen teilnehmen, die einen hervorragenden Abschluss der Mittelschule erreicht haben. Diese Veranstaltung fand gestern Nachmittag im Plenarsaal des Sächsischen Landtages statt.

Vor allem die Mädchen eroberten in diesem Jahr die Spitze der Notendurchschnitte an der "Pauli", so erreichten Jessica Rother und Katy Kosak 1,3, Laura Harzendorf 1,4 und Tina Winkler 1,5. Und nicht nur sie erhielten am Sonnabendnachmittag Applaus im Bürgerhaus, sondern alle 55 Absolventen. Um 16 Uhr versammelten sich die Entlassschüler zu den Abschlussfotos auf der Treppe des ehrwürdigen Schulgebäudes, eine Stunde später begann die Zeremonie im gegenüberliegenden Bürgerhaus.

"Gleich beginnt der öffentliche Teil mit Danksagungen, Auszeichnungen und der feierlichen Zeugnisübergabe. Danach steigt dann die große Party für unsere Schüler", erzählte Lehrer Hardy Loßner, der für den Einlass zuständig war.

Schulleiter Gunter Neuhaus richtete einige nachdenkliche, aber auch amüsante Worte an seine Schützlinge. "Mir ist aufgefallen, dass einige, darunter vor allem die männliche Fraktion, sich mit einem mittelmäßigen Schulabschluss zufrieden gibt", erklärte er. Sein Eindruck sei oft, dass viele gar nicht wüssten wie das Geld in die Kasse kommt. Alle hätten hohe Ansprüche, aber diese zu erfüllen, dafür müsse man arbeiten, führte er aus. "Bevor Geld für Kosmetik, Schmuck und Taschengeld über bleibt, muss Strom, Miete, Versicherung, Lotto, Abwasser und vieles mehr gezahlt werden", so Neuhaus. Man müsse die Basis erforschen, dann komme man im Leben weiter. Deshalb appelliere er an die jungen Damen, einen Beruf abzuschließen. Denn es sei schwer, einen reichen, gut aussehenden und treuen Partner zu finden. "Werdet also selbstständig, damit ihr keine Bittsteller werdet", erklärte der Mittelschulrektor.

Die Schüler hörten aufmerksam zu, senkten auch manchmal den Kopf. Aber nicht nur mahnende Worte, die er amüsant verpackte, sondern auch Lob und Stolz trug Gunter Neuhaus vor. So hat er große Hochachtung vor seinen Schützlingen, den sowohl alle Haupt- als auch Realschüler haben ihren Abschluss geschafft - ein tolles Ergebnis, was sicher auch die Leistung der Lehrer widerspiegelt.

So wurden nicht nur die Zeugnisse und Auszeichnungen an die Schüler übergeben, sondern auch Lehrer geehrt. Die Klassenlehrerin der 10a, Iris Theophil, Heike Hille von der 10b und Heike Burckhardt für die 10g erhielten jeweils einen prunkvollen Blumenstrauß vom Schulleiter und großen Applaus der Anwesenden. "Denn sie waren es, die euch angestupst, gedrängelt aber auch gebeten haben, euer Bestes zu geben", unterstrich Neuhaus.

Am Ende verteilten alle Schüler noch Blumen an die Lehrer und bedankten sich für die schöne Zeit. Und dann begann die große Party mit allem Drum und Dran, denn die Schüler hatten einiges zu feiern - zum einen, ihre langjährige Schulzeit, bei der auch viele enge Freundschaften entstanden sind, und zum anderen die Zukunft, den Einstieg in das Berufsleben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.07.2013

Nicole Rathge-Scholz

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