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Motorsport pur, wie die Fans ihn lieben

Motorsport pur, wie die Fans ihn lieben

Starter aus 17 Nationen von Kanada bis Rumänien, rund 5000 zahlende Zuschauer, spannende Rennen unter meist makellos blauem Himmel: Das 52. Frohburger Dreieck-Rennen löste ein, wofür es die Fans und die Fahrer seit Jahren und Jahrzehnten schätzen.

Das Fahrerfeld in der Bridgestone-Kurve: Am 52. Frohburger Dreieckrennen haben Fahrer aus insgesamt 17 Ländern teilgenommen. An der Rennstrecke haben am Wochenende etwa 5000 zahlende Zuschauer gestanden und gesessen, die packende Wettkämpfe erlebten.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. An dieser Bilanz ändert aus Sicht der Rennleitung jener Auffahrunfall beim Seitenwagen-Sprint nichts, bei dem am Sonnabend drei Motorsportler verletzt in Krankenhäuser gebracht wurden.

"Wir kommen jahrelang her. Das ist wie ne Sucht", meinte Stefan Kaden aus Burgstädt. Ganz oben saß er gestern Nachmittag auf der neuen Tribüne in der Septembersonne und genoss den fabelhaften Blick auf die Strecke. Mit Christian Detlefsen saß neben ihm ein Fachmann, der in den Siebzigern selbst Rennmaschinen steuerte: in Schleiz, auf dem Sachsenring und natürlich in Frohburg. "Die ganze Technik hat sich seither verändert, aber es ist beachtlich, was sie zeigen", so der Chemnitzer, der etliche aus dem Starterfeld noch kennt.

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Frohburg. Starter aus 17 Nationen von Kanada bis Rumänien, rund 5000 zahlende Zuschauer, spannende Rennen unter meist makellos blauem Himmel: Das 52. Frohburger Dreieck-Rennen löste ein, wofür es die Fans und die Fahrer seit Jahren und Jahrzehnten schätzen.

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"Superbike ist das Interessanteste", meinte der Erzgebirgler Bernd Sachse, seit vier Jahren an den naturbelassenen Strecken zu Hause. Pisten wie die Frohburger, die auch Michael Kuhn aus Rötha liebt. Dreieckrennen gehören zu seiner Vita, "vor allem das Fünfzigste, das war top." Für Michael Georgi, gebürtiger Frohburger und im Mansfeldischen wohnend, schaute sich seit Jahren der Abstinenz, begleitet von Diana Blank, wieder diese Veranstaltung an. "Spitze wie immer", lautete sein Urteil. Schließlich gehören nicht nur die Rennen dazu, sondern die Möglichkeiten, in Kontakt zu kommen, im Fahrerlager etwa.

"Ein fabelhaftes Rennen", auf diesen Punkt brachte es Dan Kruger. Der Kanadier startete gemeinsam mit dem Iren Michael Dunlop für das Team von Rico Penzkofer. Die Atmosphäre sei einfach schön, und er freue sich, dass so viele Fans ihn und Michael sehen wollten. Das Zelt neben dem BMW-Truck war an beiden Tagen oft umlagert. Dunlop machte es, nach seinen Erwartungen gefragt, kurz: "Dass ich nicht in der Hecke lande. Punkt." Für Team-Chef Penzkofer war dieses Rennen schon deshalb etwas Besonderes, weil Michael Dunlop gekommen war: "Dunlop - der Name ist ein großer Begriff. Wir freuen uns, dass er nach Frohburg gekommen ist."

Aus ungewohnter Position - der eines Zuschauers nämlich - verfolgte Georg Fröhlich das Geschehen. Nach einem schweren Sturz in den Niederlanden musste der Wechselburger, obwohl so weit wieder hergestellt, in Frohburg passen. "Das ist schon komisch, aber ich kann damit umgehen", so der 26-Jährige, der im vergangenen Jahr erfolgreichster Supersport-Pilot in Frohburg war. Unterstützt wird Fröhlich durch die Unternehmen Seggewiß (Narsdorf) und Scheunpflug (Naunhof). Für Andreas Scheunpflug, der ein Motorradgeschäft betreibt, ein klares Bekenntnis zum Motorsport. Und eines zum Frohburger Dreieck: "Da bin ich schon als Stift hingefahren, um zu gucken."

Um dieses Renn-Erlebnis möglich zu machen, braucht es ein einspieltes, versiertes Team im Hintergrund und eine ganze Stadt, die zu dieser Veranstaltung steht. "Die Zusammenarbeit hat wie immer hervorragend geklappt. Wir sind sehr dankbar über die große Hilfe, die wir Jahr für Jahr von so vielen erfahren", sagte der Rennleiter. Um aus der großen Schar der Unterstützer die Frohburger Feuerwehr herauszugreifen: "Die tagelang vorher die Straße gründlich gewaschen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.09.2014

Ekkehard Schulreich

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