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Geithain Museum am Reichstor hat eine Denkschrift aus dem 16. Jahrhundert gekauft
Region Geithain Museum am Reichstor hat eine Denkschrift aus dem 16. Jahrhundert gekauft
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15:37 18.01.2010
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Borna

Immerhin 3000 Besucher wurden im Museum im Jahr 2009 registriert. Borna hat keine Sixtinische Madonna und keine Nofretete. Auch die Reste des Bornaer Mammuts, immerhin einiger Knochen, die die Beschädigung im Krieg überstanden haben, lagern im Heimatkundemuseum in Leipzig und damit fernab der Stadt. Umso mehr freuen sich Museumsleiterin Kämpfner und Ortschronist Thomas Bergner über Zukäufe wie jene Schrift aus dem 16. Jahrhundert, die im letzten Jahr aus einem Wiener Antiquariat nach Borna kam. Es handelt sich um ein Werk von Johannes Müller, eines gebürtigen Bornaers, der sich später der Mode der Zeit entsprechend Johannes Mylius nannte und in Leipzig studierte. Der verfasste 1532 die Denkschrift „Über die Ankunft des ersten Elefanten in Wien“, womit er Maximilian II. zur deutschen Kaiserwürde verhalf. Für das Museum sind derartige Erwerbungen ein Ereignis. Nicht zuletzt deshalb, weil sich die Einkäufer dabei bisweilen fühlen müssen wie das berühmte Känguru, das versucht, mit leerem Beutel große Sprünge zu machen. Etwa 4000 Euro standen dem Haus am Reichstor im letzten Jahr für Neuerwerbungen zur Verfügung. Etwa 1000 Euro gingen allein für das Wiener Buch des Bornaers Mylius drauf, womit das Werk allerdings noch nicht bezahlt war. Der Rest, nochmal 1500 Euro, kam vom Geschichtsverein. Wie viel Geld das Museum in diesem Jahr für Ankäufe bekommt, steht nicht zuletzt mit Blick auf die unklare städtische Haushaltslage in der Stadt derzeit noch in den Sternen.

Nikos Natsidis

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