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Musical-AG der Geithainer Paul-Guenther-Schule führt "Fame jr." auf

Musical-AG der Geithainer Paul-Guenther-Schule führt "Fame jr." auf

40 Schülerinnen und Schüler der Geithainer Paul-Guenther-Schule strömten gestern auf die Bühne des Bürgerhauses. "Ihr lauft runter und springt von der ersten Treppe! Alle anderen machen auch mit! Achtung!", rief Kristin Nicolai - die langjährige Leiterin der Musical-AG (bislang Kuhnert) hat im Mai geheiratet.

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Musicalprobe gestern im Geithainer Bürgerhaus: 40 Schüler der Paul-Guenther-Schule bringen am Wochenende "Fame jr." auf die Bühne und freuen sich auf viele Zuschauer. Vorstellungen sind Sonnabendabend und Sonntagnachmittag.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Das Musical-Team bilden mit ihr die Lehrerinnen Ute Vockerodt und Sylvia Fesser.

 

 

Am Sonnabendabend ist Premiere für das neue Musical "Fame jr.", es spielt an einer Highschool für darstellende Künste, viele kennen die Handlung aus dem berühmten Film - einschließlich des legendären Titelsongs von Dean Pitchford und Michael Gore. Vor allem tänzerisch ist "Fame jr." eine Herausforderung. "Viele Drehungen, Sprünge, Spagat" beschreibt Nicolai - die jungen Darsteller müssen sich ganz schön anstrengen. Nach dem Casting zu Schuljahresbeginn begann das Üben, seit Montag läuft eine intensive Probenwoche im Bürgerhaus - und das Lampenfieber wächst.

 

 

"Zur Aufführung soll alles glatt laufen, dass wir uns nicht vertanzen", wünscht sich die elfjährige Lucie Bochmann. Die Frauendorferin steht erstmals mit auf der Bühne, ist zur Musical-AG gekommen, weil sie gern singt. "Mitzumachen ist anstrengend, aber auch schön." Aufregend sei es, ganz vorn zu tanzen, erzählt die zwölfjährige Katharina Kertzscher, die im Vorjahr erstmals an Aufführungen mitwirkte. "Das ist was Besonderes, mitzumachen", findet die zwölfjährige Amy Katharina Martin. "Das wird bestimmt ganz cool, die Lieder kennt fast jeder", erwartet sie. Während die Fünft- und Sechstklässler tanzen und singen, haben die Älteren umfangreichere Rollen.

 

 

Denise Große spielt Mabel Washington, eine Tänzerin ohne die ideale Figur dafür und mit entsprechenden Problemen. Die 15-Jährige aus Hopfgarten hat sich gefreut über ihre erste größere Rolle. Carmen Diaz, eine aufgetakelte und von sich überzeugte Diva, stellt Marit Bergmann (15) dar. "Bisher hatte ich nur nette Rollen, jetzt mal die kleine Zicke rauszulassen, macht Spaß", erklärt die Nenkersdorferin. Jessica Schmidt steht vor der Aufgabe, erstmals eine autoritäre Figur, die Schulleiterin Miss Sherman, zu verkörpern. Die 16-jährige Rathendorferin spielt seit Klasse fünf Musical, ihre sechste Premiere steht nun bevor. Der 14-jährige Tobias Haferkorn hat erstmals eine größere Rolle, er spielt Joe Vegas. "Der ist ein bisschen verrückt", erzählt der Geithainer. "Das macht sehr viel Spaß, vor Publikum zu zeigen, was man das ganze Jahr gelernt hat", bestätigt der Achtklässler.

 

 

"Von Tag zu Tag kommt mehr Struktur rein, die Älteren strahlen mit ihrer Erfahrung auf die Jüngeren aus", beobachtet Steffen Ert, der die Aufführung ehrenamtlich betreut. Dafür hat sich der Veranstaltungsmeister beim MDR-Fernsehen extra eine Woche Urlaub genommen. Auch in den Vorjahren engagierte sich der Vater von Clara, die mitspielt, jeweils ganz groß für die Aufführungen (die LVZ berichtete). Der Stolz und die Freude der Zuschauer bei den Vorstellungen am Wochenende und ihr Applaus werde der Lohn für ein Jahr Arbeit der jungen Künstler sein, erklärte er und baute weiter am nächsten Spiegel für das Bühnenbild. "Das Bürgerhausteam sind unsere Engel, wir fühlen uns hier wohl", betonte der 44-Jährige. Übrigens wird Kristin Nicolais Mann Franz bei den beiden Aufführungen die Technik fahren. Der 33-Jährige ist Toningenieur, und natürlich hat ihn die 32-jährige Musical-Darstellerin bei der Arbeit kennengelernt.

Inge Engelhardt iKarten für beide Aufführungen gibt es jeweils an der Kasse vom Geithainer Bürgerhaus. Premiere ist am Sonnabend, 19 Uhr. Am Sonntag ist der Beginn 16 Uhr.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.06.2013

Inge Engelhardt

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