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Geithain Musikhaus Bad Lausick: Innenausbau geht zügig voran
Region Geithain Musikhaus Bad Lausick: Innenausbau geht zügig voran
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16:57 26.07.2010
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. Für 3,1 Millionen Euro inklusive Förderung errichtet der Landkreis Leipzig am Rand des Kurparks ein Domizil für Rundfunk-Blasorchester Leipzig und Bläserakademie Sachsen.

Der Fertigstellungstermin März 2011 steht. „Wir liegen im Zeit- und Kostenplan", sagt Iris Zabel, Mitarbeiterin des Straßen- und Hochbauamtes des Landkreises Leipzig. 85 Prozent der Bauleistungen seien vergeben, die Übergabe des Hauses an die gemeinnützige Träger-GmbH von Orchester und Akademie in acht Monaten nach dem aktuellen Baufortschritt realistisch. Längst steht das Haus, sind die Fenster eingebaut, ist die große Glasfassade an der Nordfront montiert, die das Foyer des Hauses zum Park hin öffnet. Das Dach ist komplett abgedichtet und zu 90 Prozent gedämmt. Zum großen Teil kommen Firmen aus der Region und aus Sachsen zum Zuge.

„Der Einbau der Haustechnik macht große Fortschritte", sagt Architekt und Planer Axel Höer. Die Lüftungsanlage ist eingebaut, die Heizung vorbereitet. Elektriker verlegen Kabelstränge, Klempner arbeiten an der Installation der Wasser- und Abwasseranschlüsse. „Im Obergeschoss wollen wir in dieser Woche mit dem Estrich beginnen", sagt Höer. Sowohl hier als im Erdgeschoss mit dem Probensaal wird Fußbodenheizung verlegt. Wobei die Anforderungen im Saal, dem Herzstück des gesamten Baus, besondere sind. „Der Estrich verursacht eine relativ hohe Baufeuchte. Die muss raus, ehe der Ausbau des Saales folgen kann", erläutert der Planer. Dafür wird allerhand Holz verwendet. Bis in eine Höhe von vier Metern wird der Saal mit hölzernen Platten verkleidet, deren spezielle Formung akustischen Erfordernissen Rechnung tragen muss. „Ein Akustiker hat die Berechnungen gemacht. Zu berücksichtigen ist nicht nur, dass Blasmusik besonders laut ist", sagt Höer. Während der Ausbildung und der Proben im Saal würden die Musiker außerdem nicht nur von dem festen bühnenartigen Podest agieren, sondern an verschiedenen Stellen im Raum musizieren.

Besondere Anforderungen stellen die sogenannten Einspielräume an der Ostseite des Obergeschosses. Hier sorgen doppelte Wandeinbauten für den guten Ton. Auf der Westseite befinden sich die Räume der Verwaltung. Im Erdgeschoss haben beidseits des Saales Seminar- und Musikschul-Räume ihren Platz. Die Haustechnik selbst ist in einem Trakt untergebracht, der in den angrenzenden Badberg förmlich hineingebaut ist. Über dessen begrüntes Dach führt später ein Weg vom Obergeschoss des Musikhauses durch den Park bis hinauf zum Kurhaus.

Ein Blickfang ist das Foyer. Hier erfolgt nicht nur der Hauptzugang; es soll für kleine Konzerte und Ausstellungen genutzt werden. Anders als in den meisten Räumen sind die Wände in feiner strukturiertem Sichtbeton ausgeführt, der nicht überstrichen werden soll. Die Fassade wird an der Westseite durch vorgehängte Ziegelplatten komplettiert. Die Außenwand des etwas vorspringenden Flügel-Zimmers erhält ein mit Hilfe einer Matritze in den Putz gebrachtes Bild: Es zeigt dank Licht- und Schattenspiel, wie sich historischer Zandersaal und Kurbad-Villa an dieser Stelle einst präsentierten.

Ekkehard Schulreich

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