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Nach Holzwerk-Brand entsteht neue Halle - alle Mitarbeiter wieder vor Ort

Nach Holzwerk-Brand entsteht neue Halle - alle Mitarbeiter wieder vor Ort

Eine neue große Lagerhalle im Geithainer Holzwerk soll Anfang nächsten Jahres nutzbar sein. Nach dem Großbrand im Juni dieses Jahres arbeitet das Unternehmen immer noch an den Folgen der Katastrophe.

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Auf dem Gelände des Holzwerkes Ladenburger in Geithain entsteht nach dem Brand vom Juni eine neue Lagerhalle.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Eine neue große Lagerhalle soll Anfang nächsten Jahres nutzbar sein. Alle Mitarbeiter, die zeitweilig an anderen Ladenburger-Standorten oder in anderen Unternehmen tätig waren, sind zurückgekehrt nach Geithain. Die Brandstätte von Mitte Juni ist in wenigen Tagen beräumt: Alles in allem positive Signale für den Geithainer Betrieb der Holzwerke Ladenburger, eines in Baden-Württemberg beheimateten Unternehmens mit insgesamt mehr als 600 Mitarbeitern. Die Geithainer Niederlassung, in der 250 Frauen und Männer beschäftigt sind, ist eine von zweien außerhalb Württembergs. Ein Großfeuer hatte Mitte Juni Teile der Geithainer Produktion getroffen. Der Sachschaden von 20 Millionen Euro entspricht in etwa den Verheerungen, die ein Feuer hier bereits 2013 angerichtet hatte (die LVZ berichtete).

"Die neue Lagerhalle ist notwendig, weil uns Flächen durch die Produktion verloren gegangen sind", erklärt Geschäftsführer Markus Hauber. Die Halle entstehe auf einer Freifläche, um zügiger bauen zu können. Zugleich werde man auf dem Gelände den Waren- und Produktionsfluss neu strukturieren, um Betriebsabläufe effizienter zu machen. Noch ist der Platz der Produktionshalle, einer Verladehalle und des Sanitär- und Sozialgebäudes, die bei einem durch einen technischen Defekt an einer Absauganlage verursachten Feuer zerstört wurden, nicht endgültig beräumt. Darum kümmert sich ein professionelles Entsorgungsunternehmen. "Besenrein ist es noch nicht, aber in zwei Wochen sind wir damit fertig."

Die erneute Überplanung der Flächen werde aber deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. "Der Wettbewerbsdruck auf dem europäischen Holzmarkt wird immer größer. Das müssen wir berücksichtigen. Wir konzentrieren uns deshalb stärker als bisher auf unser Kerngeschäft", sagt Hauber. Dort sehe man sich gut gerüstet auch für die Zukunft, und alle Planungen richte das Unternehmen daran aus. Besagtes Kerngeschäft besteht aus drei Säulen: Holzfassaden, Plattenbeschichtungen und - seit wenigen Jahren und mit Zuwachsen - Akustikdecken aus Holz. Negative Auswirkungen auf die Zahl der Mitarbeiter habe das nicht. Er sei froh, sagt der Geschäftsführer, dass inzwischen alle wieder in Geithain selbst beschäftigt würden. Einige hatten kurz nach dem Brand im Stammwerk ausgeholfen, um Aufträge möglichst fristgerecht abzuarbeiten. Andere waren vorübergehend in anderen Firmen tätig gewesen, die Ladenburger auf diese Weise unterstützten. "Die zweite Jahreshälfte ist immer die stärkere im Jahr. Das spüren wir längst schon wieder, denn in Deutschland läuft der Bau noch immer sehr gut", sagt Markus Hauber. Auch wenn manche Arbeiten aufwendiger sind, weil noch nicht alle Maschinen neu beschafft seien, gelinge es den Geithainern, die Aufträge wie erforderlich abzuarbeiten. "Dass es manchmal ein Kraftakt ist, spüren die Kunden nicht, und so soll es auch sein."

Um vor Feuer künftig besser gewappnet zu sein, werde weiter aus- und nachgerüstet, sagt der Geschäftsführer: Drei Produktionsbereiche seien komplett mit Sprinkleranlagen bestückt, eine Funkenlöschanlage sei in Betrieb, weiteres werde montiert: "Der Schutzgrad wird erhöht. Das liegt in unserem ureigenen Interesse."

Ekkehard Schulreich

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