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Nachfolge offen: Bornaer Superintendent Weismann geht im Februar in Ruhestand

Weismann Nachfolge offen: Bornaer Superintendent Weismann geht im Februar in Ruhestand

Er ist seit 20 Jahren im Amt: der Bornaer Superintendent Matthias Weismann, der im Februar in den Ruhestand geht. Die Stelle wird ausgeschrieben, und über die Besetzung des Postens entscheidet am Ende der Kirchenbezirksvorstand.

Superintendent Matthias Weismann.

Quelle: Jakob Richter

Borna. Noch ist es nicht offiziell: Doch die Tage von Superintendent Matthias Weismann an der Spitze des Kirchenbezirks Leipziger Land sind gezählt. Voraussichtlich am 4. Februar wird der Mann, der weit über seinen eigentlichen kirchlichen Wirkungskreis Spuren hinterlassen hat, offiziell verabschiedet. Ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Nachfolger gefunden ist, steht noch nicht fest. Die Stelle soll demnächst im Amtsblatt der sächsischen Landeskirche ausgeschrieben werden, sagt Matthias Oelke, der Sprecher des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamtes in Dresden.

Dort werden auch die möglichen Bewerbungen gesichtet. Das Anforderungsprofil an den Nachfolger von Weismann beschreibt Oelke so: „Derjenige muss ein ordinierter Theologe mit Leitungserfahrung sein“, was in der Regel eine gewisse Routine und Vertrautheit in einer Gemeinde einschließe. Berufsanfänger kommen für den Posten deshalb nicht infrage. Dagegen sei es wünschenswert, „dass die Bewerber auch in übergemeindlichen Zusammenhängen tätig gewesen sind“. Und außerdem wichtig: Die Kandidaten dürfen nicht aus dem Kirchenbezirk Leipziger Land stammen.

Zukunft des Kirchenbezirks ungewiss

Um dessen Zukunft gibt es angesichts der sinkenden Zahl von Gemeindegliedern (Angehörigen) ohnehin Spekulationen. Das weiß auch Oelke. Vollständig dementieren lassen die sich nicht. Das Thema einer Zusammenlegung mit anderen Kirchenbezirken stehe aber aktuell nicht auf der Tagesordnung. Das hänge zum einen mit der Geschichte des Kirchenbezirks zusammen, den es in dieser Form erst seit 2008/2009 gibt. Seinerzeit wurden die Bereiche Grimma und Borna zusammengelegt. Bereits im Jahrzehnt zuvor hatten die Kirchenbezirke Wurzen und Grimma fusioniert.

Ohnehin nehme der Kirchenbezirk Leipziger Land eine Sonderstellung innerhalb der Landeskirche ein, so Oelke weiter. Er sei wesentlich weniger einheitlich wie etwa die Ephorien Pirna und Schwarzenberg. Hinzu komme, dass das Leipziger Land als sogenanntes Altsiedelgebiet eine außerordentlich hohe Zahl von Kirchengebäuden habe. Mit der 912-jährigen Kilianskirche in Bad Lausick steht hier zudem das älteste Gotteshaus in ganz Sachsen.

Große Erwartungen an den Nachfolger

Was den neuen Superintendenten anbelangt, so werde der nicht mehr wie in früheren Jahren von der Kirchenleitung ernannt. Das war im Jahr 1997 noch bei Matthias Weismann der Fall. Heutzutage wählt die Landeskirche aus der Reihe der Bewerber geeignete Kandidaten aus, von denen sich am Ende maximal drei in Borna präsentieren – mit einer Predigt und auch im Gespräch. Entscheidend ist am Ende das Votum des Kirchenbezirksvorstandes sowie der Gemeinde Borna.

Oelke räumt ein, dass es an den Nachfolger eines Mannes wie des amtierenden Superintendenten Weismann auch Erwartungen gebe. Immerhin sei der Bornaer, der demnächst sein 65. Lebensjahr vollendet, jemand, „der nicht nur reagiert, sondern auch agiert“. Wie schnell die kirchlichen Mühlen bei der Neubesetzung des Superintendentenpostens schließlich mahlen, ist aber noch nicht klar. Weismann hofft, dass eine Entscheidung vielleicht schon bis zum Jahresende gefallen ist. Der Wechsel eines Pfarrers respektive Superintendenten erfolge häufig zum Beginn eines neuen Schuljahres, sodass der neue Mann oder auch die neue Frau ihren Posten vielleicht in einem Jahr antreten könnten.

Wer auch immer das sein wird, eine direkte Amtsübergabe wird es nicht geben, sagt Weismann. Er wird die Geschäfte an Barbara Vetter übergeben. Die Pfarrerin in Prießnitz übernimmt den Posten zunächst als stellvertretende Superintendentin.

Von Nikos Natsidis

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