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Geithain Nachschlag für Kohren: Zusätzliches Geld für Brücke Linda und Pappelberg-Straße
Region Geithain Nachschlag für Kohren: Zusätzliches Geld für Brücke Linda und Pappelberg-Straße
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11:16 18.02.2016
Intensiv gearbeitet wurde im Sommer 2014 an neuen Durchlass nahe Linda. Quelle: Jens Paul Taubert
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Kohren-Sahlis

Eine gute Nachricht hatte Kohrens Bürgermeister Siegmund Mohaupt (CDU) in dieser Woche für den Stadtrat: Für zwei Hochwasser-Reparaturmaßnahmen, die erheblich teurer wurden, erhält die Stadt jetzt zusätzliches Geld. Es geht um mehr als 300 000 Euro, eine Summe, die die finanziell angeschlagene Kommune über Monate vorfinanzieren musste. Sobald das Geld auf dem Konto sei, könne man die Inanspruchnahme des Kassenkredits deshalb deutlich reduzieren, was ein bisschen Luft schaffe.

Konkret geht es um zwei Bauwerke, die die Flut im Juni 2013 zerstört hatte: die Brücke über den Mausbach nahe Linda und die Straße zwischen Sahlis und Linda, die im Bereich des Pappelberges förmlich weggeschwemmt worden war. Brücke und Straße sind längst wieder hergestellt und unter Verkehr, doch reichte das vom Landesamt für Straßenbau (Lasuv) ausgereichte Fördergeld bei weitem nicht aus, um die Kosten in Gänze zu decken. Der Neubau der Brücke kostete 218 000 Euro mehr, die Pappelberg-Fahrbahn 86 000 Euro über Plan.

Die Kommune, die sich daraufhin um Nachschlag bemühte – immerhin fördert das Land Sachsen die Beseitigung solcher Schäden üblicherweise zu 100 Prozent –, hatte nun Erfolg. „Wir haben jetzt die Bescheide bekommen, dass die Mehrkosten getragen werden“, sagte Kämmerin Angela Dietze. Vor allem der Neubau der arg in Mitleidenschaft gezogenen Brücke war – unter anderem wegen des instabilen Baugrundes – deutlich kostenintensiver; am Ende kostete er eine knappe halbe Million Euro.

Insgesamt zwei Dutzend Baumaßnahmen wurden nach der Flut im Kohren-Sahliser Stadtgebiet nötig. Das Gros ist inzwischen umgesetzt, aber noch längst nicht alles abgerechnet und erstattet. Letzteres macht sich in der Stadtkasse deutlich negativ bemerkbar, da alle Kommunen in Vorleistungen gehen müssen. Mehr als 200 000 Euro, die bereits investiert wurden, müssen von Lasuv und Sächsischer Aufbaubank noch an die Stadt zurückfließen. In der behördlichen Tiefenprüfung befindet sich die bereits hergerichtete Straße zum Sportplatz.

Darüber hinaus gibt es mehrere Vorhaben in der Warteschleife. Bewilligt wurden zum Beispiel die Instandsetzung an der Straße zwischen Linda und Rüdigsdorf und am Töpferweg in Linda, allerdings noch nicht realisiert. Für die Erneuerung einer Wanderweg-Brücke in Sahlis fehlt der nötige Förderbescheid.

Von Ekkehard Schulreich

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