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Geithain Nachwuchs organisiert Dorf- und Vereinsfest
Region Geithain Nachwuchs organisiert Dorf- und Vereinsfest
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05:00 11.06.2018
Neue Attraktion: René Bischoff von der Schönauer Freiwilligen Feuerwehr gibt alles bei "Hau den Lukas". Quelle: Bert Endruszeit
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Frohburg/Nenkersdorf

Staffelstab-Übergabe an den Nachwuchs: Vor ein paar Jahren nahm der örtliche Jugendclub die Organisation des Nenkersdorf-Schönauer Dorf- und Vereinsfestes in seine Hände. Mittlerweile sind die „Macher“ auch etwas älter geworden, so dass es nun Zeit für einen kleinen Generationswechsel wurde.

Marcus Ledig kümmert sich seit rund sechs Jahren um den Jugendclub. „Doch die Altersgrenze für eine solche Aufgabe ist 27 Jahre, da wurde es nun Zeit, sie an die jüngeren Mitglieder zu übergeben. Die müssen nun den Club am Leben erhalten“, sagt er.

Moreen Donath (links) und Sindy Schulz kümmern sich seit Jahren um die Organisation des Festes. Quelle: Bert Endruszeit

Ein Abschied voller Wehmut? „Nein, ich freue mich darüber, dass nun der Nachwuchs nachrückt. Es ist ja wichtig, dass es hier weitergehen kann.“ Denn ein solch nahtloser Übergang sei keine Selbstverständlichkeit. „Mangels Nachwuchs mussten ja in der Umgebung schon einige Jugendclubs geschlossen werden“, weiß Marcus Ledig. „Doch bei uns auf dem Dorf scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Für so manchen Älteren rücken dann einfach die Geschwister nach und übernehmen selbst Verantwortung.“

Die sechsjährige Ria dreht auf Gazahra ein paar Runden, geführt von Celina. Quelle: Bert Endruszeit

An die ersten vom Jugendclub organisierten Dorffeste erinnert sich Sindy Schulz (26) noch gern. „Wir haben uns 2013 diese Aufgabe auf den Tisch gezogen. Damals wurden wir gefragt, ob wir nicht das Dorffest selbst organisieren möchten. Und daran haben wir gleich Gefallen gefunden.“ Der gute Zuspruch spricht für sich, die Feste wurden und werden angenommen. „Wir haben hier eine schöne Dorfgemeinschaft von Jung und Alt“, freut sich Sindy Schulz.

Neue Stationen beim Mehrkampf

Das diesjährige Dorf- und Vereinsfest war die erste Veranstaltung, um die sich die „neue Generation“ komplett selbst kümmern musste. Unter anderem wurde der traditionellen Mehrkampf um ein paar neue Stationen erweitert. Nun ging es darum, sich bei „Hau den Lukas“, beim Bogenschießen, beim Gummistiefelweitwurf sowie beim Torwandschießen, Maßkrugschieben und Kleiderbügelwerfen zu versuchen.

Standbetreuer Dominic Berger bei „Hau den Lukas". Quelle: Bert Endruszeit

Der 18-jährige Dominic Berger kümmerte sich bei „Hau den Lukas“ um die Standbetreuung. „Für den Sieger gibt’s ein Freigetränk“, sagte er. Als Helfer im Hintergrund standen rund 30 junge Leute im Alter von 16 bis 31 Jahren bereit. „Auf die kann man zählen“, sagte der 21-jährige Rico Reifert. Im vorigen Jahr habe es „Hau den Lukas“ noch nicht gegeben, nun konnten sich etliche Festbesucher dort ins Zeug legen. So auch René Bischoff von der Freiwilligen Feuerwehr Schönau, der unter den wachsamen Augen seiner Kameraden kräftig zuschlug.

Kinder dürfen Runden reiten

Während der Mehrkampf eher etwas für die größeren Besucher war, tummelten sich am Stand von Michael Ruckaberle vom Reiterhof Schönau viele Kinder. Mit gutem Grund, denn dort standen die Pferde Gazahra, Galmea und Berry für kleine Ausritte bereit. „Wir haben heute drei unserer ruhigsten Tiere mitgebracht, zwei Vollblutaraber und ein Tinker. Die sind fürs Reiten mit Kindern perfekt geeignet“, so Ruckaberle.

Bei Pferden sei es oft wie bei den Menschen – im Alter wird man ruhiger und ausgeglichener. „Für uns ist die Teilnahme am Dorffest eine gute Tradition, wir sind eigentlich immer dabei.“ Und so ließ es sich auch die sechsjährige Ria nicht nehmen, mit Gazahra ein paar Runden auf dem Sportplatz zu drehen, geführt von Celina.

Von Bert Endruszeit

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