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Geithain Narsdorf wird ab April zur Baustelle – Landkreis baut Untere Dorfstraße aus
Region Geithain Narsdorf wird ab April zur Baustelle – Landkreis baut Untere Dorfstraße aus
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08:00 11.03.2017
Hochwasser im Juni 2013 in Narsdorf. Die Flut hat erhebliche Schäden an der Unteren Dorfstraße angerichtet, nun soll sie grundhaft ausgebaut werden. Quelle: Feuerwehr
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Narsdorf

Ab April wird es konkret: Der Landkreis Leipzig baut die Untere Dorfstraße in Narsdorf grundhaft aus. Die wichtige, rund 2,7 Kilometer lange Verbindung wird bis Herbst kommenden Jahres abschnittsweise zu einer großen Baustelle. Die Trasse, die über weite Strecken in Nachbarschaft des Ossabachs verläuft, war bei der Flut im Sommer 2013 arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Gros der Arbeiten wird deshalb über das Sonderprogramm des Freistaates finanziert. Für einen kleinen Teil nutzt der Kreis reguläre Straßenbau-Gelder. Zudem verlegt der Abwasserzweckverband Wyhratal 300 Meter Kanal und erneuert Hausanschlüsse.

Projektsteuerer informiert in der Ratssitzung

Über Details des Bauablaufs informierte der Projektsteuerer ICL, der sowohl für den Kreis als auch die Gemeinde die Regulierung der Hochwasserschäden begleitet, am Donnerstagabend den Narsdorfer Gemeinderat. Begonnen wird am Ortsausgang Richtung Ossa. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich bis zum Abzweig nach Rathendorf und schließt diesen Kreuzungsbereich mit ein. Hier befinde sich eines der anspruchsvollsten Bauwerke, sagt Bürgermeister Andreas Große (parteilos): Der auf 85 Metern Länge überbaute Bach erhalte einen Kanal, der bis in zwei Meter Tiefe verlegt werden müsse. Bauabschnitt zwei beginne an der Kreuzung und reiche bis zur Grundschule. Von dort gehe es in östlicher Richtung bis zum Abzweig Wickershain, von dort bis zur Siedlung, ehe die Straße bis zur Bahnbrücke das Gesamtvorhaben abschließe. Abschnitt drei nehme sich das Frankenhainer Bauunternehmen Arlt, das den Zuschlag erhalten habe, während der Sommerferien vor, so Große. Schule und Mehrzweckhalle würden von einer der beiden Seiten immer erreichbar sein. An der Schule werde jetzt eine provisorische Wendeschleife für den Bus hergerichtet.

Bau erfolgt abschnittsweise bei Vollsperrung

Gebaut wird abschnittsweise unter Vollsperrung. Was das für die Anlieger bedeute, teile man ihnen vorab in einem Informationsschreiben mit, sagt der Bürgermeister: „Natürlich gibt es Einschränkungen, aber es lassen sich immer Lösungen im Sinne der Anlieger finden.“ Klar sei, dass Feuerwehr und Rettungsdienst bei Bedarf an die Grundstücke herankämen. Auch für die Müllentsorgung gebe es Varianten.

„Die Linienführung bleibt unverändert, Einmündungen und Grundstückszufahrten werden ausgebaut“, erläutert Behördensprecherin Brigitte Laux das Projekt. Das Straßenwasser werde abschnittsweise in Regenwasserleitungen gefasst und in den Ossabach geleitet. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in der Ortslage würden sechs Straßendurchlässe des Ossabaches mit erweitertem Querschnitt neu errichtet. Ziel sei es, alle Arbeiten im Oktober 2018 abzuschließen. Während der Bauzeit gelte eine weiträumige Umleitung. Die Beseitigung der Hochwasserschäden kostet 3,8 Millionen Euro, der übrige Straßenbau weitere 269 000 Euro.

Von Ekkehard Schulreich

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