Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Nenkersdorfer und Schönauer feierten gleich zwei Feste
Region Geithain Nenkersdorfer und Schönauer feierten gleich zwei Feste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:58 20.06.2010
Anzeige

.

 

 

Stimmung im Festzelt und auf dem Sportplatz, Besinnung in der hundert Meter entfernten Marienkirche: Zwiswchen diesen Polen spielte sich das Festgeschehen in Nernkersdorf ab, und es bot für jeden Geschmack etwas: Musik, Tanz und Showeinlagen am Freitag und Sonnabend bis weit in die Nacht, ein Fußballturnier – das Benndorf gewann und bei dem Nenkersdorf sich mit Platz sechs begnügen musste –, eine Schauübung der Jugendfeuerwehr, ein Programm der Greifenhainer Kindertagesstätte „Regenbogenland", eine Modenschau. Bei der Unterhaltung setzten die Veranstalter vor allem auf kreative Köpfe aus den beiden Dörfern. Einer dieser Höhepunkte: die mundartlichen Szenen des Fischer-Clans, stimmkräftig unterstützt durch Leute aus der Nachbarschaft.

Keine Mühe hatte Falk Richter, die 1300 Lose für die Tombola zu verkaufen. Ebenso wenig Anstrengung bereitete es ihm vorab, die Preise dafür zusammenzubekommen. „Da gibt es keine Probleme. Viele geben etwas und kauf dann Lose. Da spenden sie ja im Grunde doppelt", sagt Richter, der sich seit Jahren um die Tombola kümmert. Eine Möglichkeit, zur Finanzierung des Festes beizutragen. „Es tut gut zu sehen, dass uns auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten viele zur Seite stehen. Anders könnten unsere Vereine so ein Fest gar nicht organisieren", sagt Ortsvorsteher Andreas Mertin. Eröffnet wurde die Veranstaltung am Freitagabend wie gewohnt mit einem Fassbieranstich, doch hatte Frohburgs Bürgermeister diesmal einen falschen Hahn zur Hand und musste einen zweiten Versuch unternehmen.

Ein Hingucker auf dem Festgelände war Erwin Littmann aus Wiederau mit seiner Feldschmiede von 1857. Er ließ Besucher zur Erheiterung mit einem Keuchheitsgürtelschloss hantieren, das zu knacken viele scheitern ließ. Bernd Lohse, der mit dem Fahrrad aus Neukirchen herübergekommen war, fummelte eine halbe Stunde – mit Erfolg. Ein Hingucker ganz anderer Art war die Modellflug-Schau, bei der ferngesteuerte Helikopter vom Fußball-Rasen aufstiegen.

Mehr als neun Jahrhunderte Kircherngeschichte erhellten gestern Otto Heil in einem Vortrag und Helmut Strobel anhand historischer Lichtbilder. Am Sonnabend und Sonntag war die Kirche geöffnet. „Ganz prima, wie das unsere Kommune macht", sagte Gerda Mäder vom Heimatverein über das Doppel-Fest. Sie zeigte Kirchernbesuchern eine kleine Ausstellung. Eines der Glanzstücke war eine Bibel von 1729, mit Widmung der Patronatsherrin Fräulein von Gladebeck. „Damals bekann jede Familie von ihr ein solches Buch", erzählte Mäder, die selbst noch eines dieser Exemplare besitzt.

Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Narsdorf. Drei Straßen standen im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend: Großen Unmut gibt es im Ort über den Zustand der Kreisstraße zwischen Bruchheim und Ossa.

18.06.2010

Langenleuba-Oberhain. Die Zukunft der Landarzt-Praxis in Langenleuba-Oberhain ist endlich gesichert: Ab 1. Juli hat Horst Bartel mit Oberarzt Toralf Schneider vom Krankenhaus Rochlitz einen Mediziner an der Seite.

17.06.2010

Geithain. Des Geithainers Eberhard von Cancrin und allen Opfern stalinistischer Gewaltherrschaft gedachten am Donnerstag rund 25 Bürger auf Einladung von Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU) an der Gedenktafel für von Cancrin in der Bahnhofstraße.

17.06.2010
Anzeige