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Neue Angebote im Schloss Frohburg

Neue Angebote im Schloss Frohburg

Noch ist das Museumsjahr auch in Frohburg nicht vorbei, sind bis zum Jahresende noch einige Aufgaben im Bereich der musealen Facharbeit zu realisieren. Dennoch geht in vielfacher Hinsicht der Blick schon ins Jahr 2013. Dann dürfen sich die Besucher auf so manches Neue in den historischen Mauern freuen.

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Herbstlicher Blick in den Frohburger Schlosspark.

Quelle: Taubert

Frohburg. Etwas Neues gibt es seit wenigen Wochen schon: Seit September erhalten interessierte Personen auf der Homepage des Frohburger Museums unter www.museum-schloss-frohburg.de umfangreiche Infos über die Geschichte des Schlosses und die Angebote des Museums. „Das Schloss selbst hat sich mit seiner etwa 800 Jahre umfassenden Bau- und Besitzergeschichte nach der umfangreichen Sanierung und Restaurierung zu einem wichtigen ,Exponat‘ unseres Museums entwickelt", so Museumsleiterin Konstanze Jurzok. Wenn die umfassenden wissenschaftlichen Recherchen der vergangenen Jahre vollständig ausgewertet seien, werde die nunmehrige Homepage noch ergänzt.

 Vorbereitet wird zudem eine Sonderausstellung über den Schlosspark, die ab Mai zum Saisonstart 2013 zu sehen sein soll. „Im Zusammenhang mit den Planungen eines Landschaftsplanungsbüros bekamen wir viele neue Einblicke in seine Historie und vor allem die hohen gestalterischen Ansprüche Ernst Blümners bei seiner Umgestaltung", so Jurzok. Das soll die Sonderausstellung ebenso darstellen wie den Nutzungswandel des einst im Stil eines englischen Landschaftsparks vom Beginn des 19. Jahrhunderts angelegten Grüns bis in die Neuzeit hinein. Gerade zu Letzterem sucht das Museumsteam noch historische Fotos, die den Zustand des Parks vom beginnenden 20. Jahrhundert bis in die 1980er Jahre dokumentieren. Auch persönliche Erinnerungen könnten die Sonderschau bereichern, denkt Jurzok 

„Sehr viel interessante Informationen steuerte in den vergangenen Tagen schon Klaus Wolf bei, dessen Vater Fischereimeister bei Krug von Nidda war. Er konnte sich bei einem Rundgang an vieles erinnern, auch an gestalterische Elemente aus seiner Kindheit, und hat uns einiges an Material zur Verfügung gestellt", freut sich die Museumschefin. Doch noch wird nach weiteren Dokumenten gesucht, vor allem über kulturelle Dinge, die in den 1950er und 1960er Jahren hier stattfanden.

Eine weitere Neuerung wird sein, dass ab kommendem Jahr Gäste zu besonderen Anlässen in historischen Gewändern empfangen werden. „Wir werden dabei in Kostüme aus der Zeit um 1800 schlüpfen, also der Epoche des Klassizismus und der Romantik, als Ernst Blümner hier wirkte. Das ist eine Zeit, die ansonsten in Museen eher eine untergeordnete Rolle spielt", erläutert Jurzok. Nach dem großen Erfolg der Lego-Ausstellung vor zwei Jahren ist im Sommer zur Ferienzeit wieder an eine solche gedacht. Und durch zwei Mini-Jobber – Regina Köhler und Günter Uhlmann -, die ab 2013 hier auch aufgrund des Bemühens der Frohburger Stadtverwaltung wirken dürfen, kann das kulturelle Angebot nicht nur zum nächsten Tag des offenen Denkmals erweitert werden. Von ihnen werden auch zwei neue museumspädagogische Angebote vorbereitet, von denen mindestens eines im nächsten Jahr zum Tragen kommt. „Es wird dabei um mittelalterliche Schrift gehen und ein Aktivprogramm sein", verrät Jurzok schon einmal.

 Auch eine Sonderausstellung, die Zusammenhänge zwischen dem Wirken Ernst Blümners und der Völkerschlacht, die dann 200 Jahre zurückliegt, verdeutlichen wird, ist in Frohburg avisiert. In Bälde aber steht erst einmal das traditionelle Adventskonzert des Museums und der Außenstelle der Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster" ins Haus. Am 1. Dezember wird es 15 Uhr im Saal des Bürgerzentrums steigen.

Thomas Lang

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