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Geithain Neue Brücke in den Bahndamm geschoben: Express nahe Geithain kann wieder rollen
Region Geithain Neue Brücke in den Bahndamm geschoben: Express nahe Geithain kann wieder rollen
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00:18 23.07.2017
Eine Brücke wie ein großes Tor: der Neubau, der einem Feldweg die Unterquerung des Bahndamms ermöglicht, auf der Verschubbahn. Quelle: privat
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Geithain

Es war Maßarbeit, sowohl technologisch als auch terminlich: Während der 19-tägigen Sperrung der Bahnstrecke Leipzig–Chemnitz erneuerte das Frankenhainer Bauunternehmen Arlt zwischen Geithain und Narsdorf eine Brücke und einen Durchlass. Der Durchlass für einen Graben wurde aus Fertigteilen montiert. Die neue Brücke nahe der Ortslage Wickershain indes entstand bereits in den vergangenen Monaten auf einem Feld unmittelbar neben dem Bahndamm. Sie wurde am 5. Juli auf einer Verschubbahn und mit Hilfe von Hydraulik an ihren Platz geschoben und angepasst, ein Schauspiel, das nicht nur Menschen aus der Nachbarschaft faszinierte, sondern auch Eisenbahn-Enthusiasten aus der weiteren Region anreisen ließ. Jetzt werden noch Nebenarbeiten erledigt.

„Eine Brücke einzuschieben, das ist schon etwas Besonderes“, sagt Geschäftsführerin Kerstin Arlt. 2013 hatte das Unternehmen in Deutzen in gleicher Weise ein Bauwerk im Zuge der Bahnstrecke Leipzig–Altenburg errichtet; es überspannt die Staatsstraße in Richtung Ramsdorf. „Brücken bauen ist nach wie vor ein Schwerpunkt für unser Unternehmen“, sagt Arlt. Häufiger noch als von der Deutschen Bahn AG werde man von den Straßenbauverwaltungen beauftragt. Seit Jahren sind die Frankenhainer immer wieder auf Baustellen entlang der Autobahn 72 zu finden. Aktuell entsteht hier ein Bauwerk nahe Eula – die Pylonenbrücke, die die Verbindung zwischen Gaschwitz und dem Markkleeberger See herstellt, wurde im Frühsommer übergeben. In Bayern errichtet das Unternehmen zurzeit vier Brücken, unter anderem eine im Verlauf der A 7 im Taktschiebeverfahren. Im Leipziger Norden wird im Zuge der Landsberger Straße ein Neubau über die Bahn errichtet.

Die Deutsche Bahn hatte am Abend des 30. Juni den Bahnverkehr unterbrochen und die Schienen im Bereich der beiden Baustellen demontiert. Die alten Bauwerke wurden abgebrochen, so dass die neue Brücke an die richtige Stelle rücken konnte. Wenige Tage genügten danach, den Oberbau neu zu schütten, die Schienen zu verlegen, die Sicherungstechnik zu installieren. Am Montag, 4 Uhr, passierte planmäßig der erste Zug die beiden neuen Bauwerke. „Die für die Brückenerneuerungen notwendige Sperrung wurde außerdem genutzt, um weitere Baumaßnahmen im Rahmen der Instandhaltung durchzuführen“, heißt es aus der Bahn-Pressestelle. So habe man im Bereich des Geithainer Bahnhofes die Schwellen der Gleise 2 und 4 gewechselt. Die gute Nachricht für alle Reisenden, denen der mit der Sperrung verbundene Ersatzverkehr längere Fahrzeiten und mehrfaches Umsteigen bescherte: „Demnächst stehen keine weiteren Bauarbeiten auf der Strecke an.“

Von Ekkehard Schulreich

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