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Geithain Neue Schau im Heimatmuseum Geithain: Ansichtskarten erzählen Stadtgeschichte
Region Geithain Neue Schau im Heimatmuseum Geithain: Ansichtskarten erzählen Stadtgeschichte
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17:15 28.07.2017
Der Sammler Ulrich Ibrügger stellt das Gros der Ansichtskarten für die neue Ausstellung zur Verfügung.
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Geithain

Zur Verfügung gestellt hat sie vor allem der Geithainer Sammler Ulrich Ibrügger. Private Leihgeber steuerten darüber hinaus bemerkenswerte Motive bei. Was keinen Platz in den Vitrinen und Rahmen fand, ergänzt eine digitale Bilderschau.

Wenn die Ausstellung am 29. Juli, 14 Uhr, eröffnet wird, dürfte es eng werden in den Ausstellungsräumen. Denn gewiss sorgen die Motive bei Menschen aller Generationen für Aha-Erlebnisse, illustrieren sie doch, welchen Wandel die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten durchlebte. Andererseits sind sie auch Belege für Kontinuität, führen vor Augen, was im Stadtbild überdauerte, welche Geschichtsträchtigkeit die eine oder andere Immobilie aufweist.

Die älteste Karte der Schau von 1893 zeigt eine Silhouette der Stadt und das Geithainer Rathaus. Quelle: Jens Paul Taubert

Die Kabinett-Ausstellung nimmt mit auf einen Stadtspaziergang. Die Karten sind thematisch und geografisch sortiert. Innenstadt-Straßen mit ihren Geschäften und Gaststätten sind zu sehen, romantische Partien entlang der mittelalterlichen Befestigungen und der Stadtpark. Die meisten Abbildungen sind schwarz-weiß, einige koloriert; selbst mehrere der begehrten Mondschein-Karten sind zu sehen.

Das Gros der Karten ist gelaufen, das heißt im ursprünglichen Sinne verwendet: beschrieben und per Post verschickt. Die älteste Karte von 1893 zeigt eine Stadt-Silhouette; Robert Tietze und Familie übermittelten auf ihr die besten Wünsche zum Jahreswechsel.

„Wir möchten auch gern zu einer Gesprächsrunde einladen, bei der wir uns gemeinsam erinnern können“, wünscht sich Museumsmitarbeiterin Carmen Schmidt. Schon im Eingangsbereich gibt sie den Besuchern Rätsel auf: Sieben Karten liegen aus, von denen nicht bekannt ist, welche Geithainer Fassaden sie zeigen. Hinweise sind deshalb ausdrücklich erwünscht. Brücken zwischen neu und alt baut zudem ein Quiz, das Ansichten von früher den heutigen gegenüber stellt.

Die Schau ist bis zum 14. September zu sehen. Nach kurzer Umbau-Pause folgt vom 20. September bis 21. Oktober Teil zwei. Dann sind Ansichtskarten der umliegenden Dörfer zu sehen.

Von Ekkehard Schulreich

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