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Geithain Neue Schau im Museum Schloss Frohburg dreht sich um Konsum-Werbung
Region Geithain Neue Schau im Museum Schloss Frohburg dreht sich um Konsum-Werbung
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12:39 17.05.2016
Um Nahrungsmittel in der DDR soll sich die neue Schau im Museum Schloss Frohburg drehen. Das Foto entstand im Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig. Quelle: André Kempner
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Frohburg

An den großen Erfolg der Sonderausstellung „Chic im Osten“ möchte das Museum Schloss Frohburg in diesem Jahr gerne anknüpfen. Thema nun: „Konsumplakate werben – Aus dem Nahrungsmittelangebot in den 50/60er Jahren der DDR“. „Wir wollen unsere Besucher erneut in eine Zeit entführen, die viele als Kinder und Jugendliche selbst erlebt haben“, sagt Leiterin Konstanze Jurzok. Für die heutige jüngere Generation werde es eine Zeitreise in eine unbekannte, aber spannende Zeit, die sie nur aus Erzählungen der Eltern und Großeltern oder aus Literatur und Internet kennen. Nicht um Mode werde es gehen, sondern um Werbung, die es viele Jahre auch in der DDR gab und die ein ambivalentes Kapitel darstellt.

„Die im vergangenen Jahr gezeigte Mode war trotz mancher Engpässe, Liefereinschränkungen und modischer Wagnisse ein stets aktuelles und in der Bevölkerung präsentes Thema. Noch tagesaktueller war sicher das Thema Lebensmittelversorgung, insbesondere kurz nach Kriegsende und in den Fünfzigerjahren“, so Jurzok. Die Lebensmittelversorgung der Nachkriegszeit sei nicht nur im privaten Umfeld tagtägliche Herausforderung gewesen.

Durch zahlreiche Plakate habe sie in der öffentlichen Diskussion gestanden und sei fester Bestandteil auch des gesellschaftlichen Lebens gewesen. „Inwieweit die Darstellungen auf den Plakaten die realen Verhältnisse widerspiegelten, können am besten jene beurteilen, die diese Nachkriegszeit selbst miterlebt haben. Optisch sehr ansprechend und meist auch amüsant sind die Plakate aber allemal“, erklärt Konstanze Jurzok.

Neben den Plakaten der Konsumwerbung zeigt die neue Sonderschau, die voraussichtlich Anfang Juni eröffnet wird, verschiedene Gebrauchsgegenstände und Utensilien mit Bezug zum Nahrungsmittelangebot der damaligen Zeit. Die kurzweilige Reise in die Vergangenheit wird sich nicht nur der Frage widmen, wie und für welche Nahrungsmittel geworben wurde. Sie wird zudem vermitteln, was und womit in diesen Jahren gekocht und gebacken wurde.

Gesucht werden deshalb noch das eine oder andere Küchenutensil, Koch- oder Backbücher, vielleicht sogar ein traditionelles Familienrezept oder Originalverpackungen von Lebensmitteln als Leihgabe. Angebote an das Museum unter der Telefonnummer 034348/51563.

Von Ekkehard Schulreich

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