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Geithain Neue Tafel erinnert an die Entbehrungen Geithains im Kriegsjahr 1813
Region Geithain Neue Tafel erinnert an die Entbehrungen Geithains im Kriegsjahr 1813
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00:20 12.08.2017
Der Vorhang fällt: Bernd Richter (r.) vom Geithainer Heimatverein, Karsten Richter (M.), Vorsitzender des Tourismusvereins, und der Geithainer Bürgermeister Frank Rudolph (li.) im feierlichen Augenblick. Quelle: Jens Paul Taubert
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Geithain

Mehr als 200 Jahre nach dem kaiserlichen Kurzbesuch in Geithain stellte der Tourismusverein Borna und Kohrener Land jetzt eine große Tafel auf – aber nicht, um dem russischen Zaren zu huldigen, der anno 1813 auf dem Markt eine Parade der Schützengilde abnahm. Vielmehr geht es darum, die antinapoleonischen Befreiungskriege dieser Jahre und vor allem die Ereignisse in Geithain und der Region ins Bewusstsein zu rufen.

Die neue Tafel. Quelle: Jens Paul Taubert

Angeregt durch den Pegauer Verein Route Napoleon de Saxe, hatte der Fremdenverkehrsverband – wie der damals noch hieß – solche Informationstafeln bereits im Frohburger Schloss und in Flößberg aufgestellt. Sie entsprechen jenen, die seit 2012 auf der Ballendorfer Höhe, im Bad Lausicker Zentrum und im Stadtteil Heinersdorf stehen, hier unterstützt durch den Geschichtsverein Bad Lausick.

„Ich halte diese Tafeln für sehr, sehr wichtig“, sagte Konstanze Jurzok, Leiterin des Museums Schloss Frohburg, bei der Enthüllung der Geithainer Tafel am Montagnachmittag. Eingelassen ist die am neu gestalteten Parkplatz Colditzer Straße gegenüber des Tierpark-Zugangs und in Blickweite zum Pulverturm, einem markanten Teil der alten Geithainer Stadtbefestigung. Geschichte begreifbar zu machen, indem sie lokal verortet werde, sei unverzichtbar, so Jurzok: „Ich wünsche mir, dass diese Tafeln auch in den Unterricht unserer Schulen einbezogen werden.“

Im Umfeld der Schlacht bei Großgörschen im Mai und der Leipziger Völkerschlacht im Oktober 1813 waren die Stadt und die Dörfer ringsum mehrfach von Truppendurchzügen und Einquartierungen betroffen, verbunden mit Leid und Entbehrungen für die Bewohner. Der Geithainer Heimatverein recherchierte intensiv in den Archiven, um die neue Tafel mit aufschlussreichen Informationen und Abbildungen zu bestücken.

Der Tourismusverein, sagte Regina Heinze, habe sich das Anliegen der Route Napoleon de Saxe gern zu eigen gemacht und in den jeweiligen Orten Partner gefunden. Das Kulturamt des Landkreises Leipzig habe die Aufstellung gefördert. Die Geithainer sei eine hervorragende Ergänzung des schon bestehenden kleinen Netzes, ausflüglerfreundlich unmittelbar neben der aktuellen Rad- und Wanderkarte des Vereins platziert. Zur Einweihung waren nicht nur Bernd Richter, Vorsitzender des Heimatvereins, und Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) zugegen, sondern auch dessen Bornaer Amtskollegin Simone Luedtke (Linke) und der weitere Vorstand des Tourismusvereins. Der zog sich nach dem kleinen Festakt ins Rathaus zu seiner Vorstandssitzung zurück.

Bei der Einweihung der neuen Tafel. Quelle: Jens Paul Taubert

Von ekkehard Schulreich

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