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Neuer Grundschulleiter schätzt den guten Zusammenhalt in Frankenhain

Jörg Schulze Neuer Grundschulleiter schätzt den guten Zusammenhalt in Frankenhain

Fast ein Vierteljahrhundert leitete er eine Stadt-Schule, seit dem Sommer ist sein Arbeitsort dörflich geprägt: Jörg Schulze hat sich eingelebt an der Grundschule Frankenhain.

Jörg Schulze im Kreis von Frankenhainer Schülern.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg/Frankenhain. Fast ein Vierteljahrhundert leitete er eine Stadt-Schule, seit dem Sommer ist sein Arbeitsort dörflich geprägt: Jörg Schulze hat sich eingelebt an der Grundschule Frankenhain. „Dass der Unterschied zu Borna so groß ist, hätte ich nicht gedacht“, sagt er. „Die Kinder hier sind ausgeglichener, ruhiger.“ Der 53-Jährige muss es wissen.

Unmittelbar nach der Wende übernahm er Anfang der neunziger Jahre die Leitung der Grundschule Borna-Nord, ein Haus, das in den ersten Jahren noch Grund- und Mittelschule unter einem Dach vereinte, heute immerhin noch mehr als 260 Schülerinnen und Schüler in 14 Klassen zählt – in Frankenhain sind es überschaubare 86 Mädchen und Jungen in vier Klassen. Der Zusammenhalt sei enger, meint Schulze: nicht nur in der Schule selbst und mit den Eltern. Die Schule sei fest eingebunden in die ländlichen Strukturen. Viele Kinder spielten Fußball im Frankenhainer Verein, der Kontakt zum Verein Dorfgemeinschaft sei eng – beredtes Beispiel für dieses Miteinander ist der Grundschul-Weihnachtsmarkt am 11. Dezember, ein kleines Fest für das Dorf, das traditionell mit einer Schüler-Aufführung in der Dorfkirche beginnt.

„Jeder hat seinen Stil. Einem Politiker gibt man landläufig 100 Tage, um sich einzufuchsen. Ein Schulleiter sollte ein ganzes Jahr durchlaufen – vom Start nach dem Sommer über die vielen Monate mit ihren Höhepunkten und Traditionen bis zu den Zeugnissen“, sagt Jörg Schulze.

Als er im August nach Frankenhain kam, hatte er eine Herzerkrankung hinter sich, hatte ein knappes Jahr nicht arbeiten können, nicht Lehrer sein. Ein Beruf, den er heute noch so schätzt wie drei Jahrzehnte zuvor als Absolvent. „Ich unterrichte gern, und in Frankenhain komme ich intensiver dazu als in Borna.“ Hervorragend sei er in dem Frohburger Ortsteil nahe Geithain aufgenommen worden von den sechs Kolleginnen – eine Lehramts-Anwärterin darunter –, den Schülern, den Eltern: „Hier ist sehr viel aufgebaut worden, hier wird eine wunderbare pädagogische Arbeit geleistet.“ Die zeigt sich auch im Zusammenspiel mit dem Hort im selben – durch die Kommune in den vergangenen Jahren sanierten – Gebäude.

Verbunden mit der Rückkehr in den Beruf ist für Jörg Schulze, aufgewachsen in Borna und Vater von zwei Kindern, die Rückkehr zum Sport: „Ich finde wieder mehr Muße dafür.“ Der passionierte Geher, der als 13-Jähriger erstmals den renommierten Rennsteig-Lauf absolvierte, ist gern mit seiner Frau und Freunden per Fahrrad oder auch wandernd unterwegs.

Von Ekkehard Schulreich

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