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Geithain Neuer Verlauf der S11 unter der A72 stimmt bedenklich
Region Geithain Neuer Verlauf der S11 unter der A72 stimmt bedenklich
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11:28 23.07.2012
Das neue Stück Straße unter der kommenden Autobahn 72 hindurch zwischen Frohburg und Nenkersdorf gibt auch zu Befürchtungen Anlass. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg

Doch eitel Sonnenschein löst das nicht bei allen aus. „Mit Besorgnis sehe ich die jetzige Straßenführung, vor allem mit Einbruch des Winters eine riesige Unfallgefahr", ist der Frohburger Stadtrat Wolfram Gabler CDU) einer, dem die Sache nicht schmeckt. Das sächsische Wirtschaftsministerium kann die Befürchtungen nicht von der Hand weisen, betont aber: Es sei schließlich ein Kompromiss. Was Gabler bewegt, ist die ziemliche Gefällestrecke mit eingeschlossenen, kaum einsehbaren Kurven. „Die wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Unfallschwerpunkt entwickeln", schätzt er. War auch damals froh, dass vor einigen Jahren die nur wenige Kilometer entfernte berüchtigte „Todeskreuzung" bei Prießnitz an der Staatsstraße 11 entschärft wurde, sieht ernun einen neuen Gefahrenherd entstehen. Ähnlich geht es Heinz Berger aus Nenkersdorf. Ihn bewegt, dass die Straße im Brückenbereich sehr knapp ist. „Dort ist sie 40 Zentimeter schmaler als im sonstigen Verlauf. Da passen kaum zwei große LKW im Gegenverkehr aneinander vorbei. Warum nur wurde so knapp gebaut?", fragt er sich. Im sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, mit den Befürchtungen konfrontiert, wird darauf verwiesen, dass es sich ja bei der derzeitigen Führung der S 11 nur um einen Zwischenzustand handle und man weiterhin den Bau der einst geplanten Anschlussstelle Frohburg für dringend erforderlich ansehe. Doch erstmal hätte es einer schnellen Übergangslösung bedurft. „Die nunmehr realisierte Unterführung im Zuge der S 11 ist sowohl hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit als auch der Bauzeit optimiert, da kein ergänzendes Planfeststellungsverfahren erforderlich ist, was eine Verzögerung von etwa einem Jahr bedeutet hätte", ließ Pressesprecher Florian Schäfer wissen. Allerdings würden dennoch die für die Sicherheit von Straßen zulässigen Grenzwerte von Trassierungsparametern im vorliegenden Streckenabschnitt eingehalten. Dies träfe insbesondere auch auf die sicherheitsrelevante Haltesichtweite zu. Zudem sei auf der nun gewählten Trassierung die Geschwindigkeit auf 70 km/h beschränkt. „Die Führung der S 11 in der jetzigen Lage stellt demnach einen Kompromiss zwischen dem Anliegen der Kraftfahrer nach sicheren und komfortablen Verkehrswegen und den hier erforderlichen Kosten für einen Zwischenzustand dar, der mit dem Bau der Anschlussstelle Frohburg aufgehoben werden kann", so Schäfer. Wann Letzteres sein wird, steht allerdings in den Sternen. Wie bekannt, hatte die Osterland Agrar GmbH einst dagegen vor dem Bundesverwaltungsgericht geklagt. Ursprünglich sollte zwischen der B 95 und Nenkersdorf die S11 neu gebaut und mit der A 72 als Anschlussstelle verknüpft werden. Die bestehende S 11 zwischen Frohburg und Nenkersdorf wäre dann teilweise zum Wirtschaftsweg zurückgebaut worden. Aufgrund eines im Verfahren geschlossenen Vergleiches erfolgt das nicht. Stattdessen soll die Anschlussstelle Frohburg einschließlich des Neubaus der Verbindung zwischen der B 95 und der S 11 bei Nenkersdorf bis zum Zeitpunkt der Planfeststellung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zum Neubau der B 7 zwischen Altenburg und Frohburg aufrecht erhalten bleiben.

Thomas Lang

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