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Neues Leben für ehemalige Versuchsstation

Neues Leben für ehemalige Versuchsstation

Wo Jahrzehnte Traktoren standen, sind jetzt Sanitätsfahrzeuge abgestellt: Der Geithainer Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist dabei, die Gebäude der einstigen landwirtschaftlichen Versuchsstation umzubauen: als Stützpunkt des Katastrophenschutzes.

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Peter Winter vom DRK-Ortsverband Roda auf dem DRK- und Katastrophenstützpunkt Roda.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg/Roda. Der Einsatzzug Süd, für den sich 81 Frauen und Männer ehrenamtlich engagieren, ist gefragt bei sogenannten Großschadensereignissen. "Wir waren im Hochwassereinsatz in Pegau, ebenso in Geithain. Und auch als bei Lauterbach der Zug umgestürzt war, wurde unsere Hilfe angefordert", sagt Peter Winter, Kreisbereitschaftsleiter im DRK-Vorstand, der im Falle eines solchen Einsatzes gemeinsam mit Rico Bohne im Stab tätig ist. Für den Einsatzzug selbst trägt Zugführer Mario Hofmann Verantwortung. Er ist zugleich Chef des Rodaer DRK-Ortsverbandes. Die Rodaer selbst haben maßgeblichen Anteil an der personellen Absicherung des Zuges. Unterstützt werden sie von den Ortsverbänden Geithain, Frohburg und Kohren-Sahlis.

"Wer bei uns ist, braucht eine solide Sanitätsausbildung", sagt Winter. Einige seien auch ausgebildete Rettungssanitäter. Ehrenamtlich tätig sind sie alle, die sich meist aller 14 Tage zu Diensten und Ausbildung treffen - und die im Bedarfsfall via Handy durch die Leitstelle alarmiert und binnen Kurzem einsatzbereit sind. Der Rodaer Ortsverband kommt sogar wöchentlich zusammen. Innerhalb des Zuges sind die Aufgaben klar verteilt: Eine Gruppe kümmert sich um Verletzte. Eine betreut Menschen bei Evakuierungen, etwa in der Folge eines Brandes oder weil bei Bauarbeiten eine Bombe gefunden wird, die entschärft werden muss. Gruppe drei sichert Versorgung und Logistik ab, eine weitere den Transport von Betroffenen.

Wegen des Baus der Autobahn 72 musste der Freistaat seine Versuchsstation in Roda aufgeben. Die Trasse zerschnitt die unverzichtbaren Feldfluren. Jetzt ist das Objekt ideal für den Katastrophenschutzzug - gerade auch mit Blick auf die Autobahn, sagt Peter Winter: "Wir können von hier aus ganz schnell in andere Regionen fahren. Denn erfahrungsgemäß ist es ja so, dass die Einsatzzüge außerhalb gebraucht werden." Inzwischen hat das DRK zahlreiche Garagen der Station mit Fahrzeugen belegt. Zudem werden Räume als Lager genutzt. "Wir werden hier allerhand umbauen, doch wir sind noch am Planen", sagt der Kreisbereitschaftsleiter beim Rundgang. In einer der Fahrzeughallen soll ein Schulungsraum samt Küche entstehen; das sei wichtig, um hier auch ganztägige Ausbildungen abhalten zu können. Einiges wurde bereits baulich verändert - vor allem Dank der Hilfe jener, die viele Stunden ihrer Freizeit auch dafür investieren. Trotz dieser Initiative werde die Sanierung der Immobilie den Kreisverband ein schöne Stange Geld kosten, sagt Winter: "Geld, das unsere Mitglieder und unsere Förderer aufbringen. Dafür sind wir dankbar. Es ist hier gut angelegt." Winter dankt namens des Kreisverbandes allen, die bei Einsätzen und Veranstaltungen Kraft, Können und vor allem auch Zeit investierten.

Wer Interesse hat an Arbeit und Ausbildungen, kann sich unter Telefon 034341/3 03 16 melden. Wer sich ein Bild vom Wandel der einstigen Station und der Arbeit des Ortsverbandes verschaffen möchte, hat beim 15. Rodaer Eichenfest dazu Gelegenheit. Dann wird der Komplex mit genutzt. Der Rodaer Verband ist Organisator dieses Heimatfestes. Es findet am 9. Mai statt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.03.2015
Ekkehard Schulreich

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Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 54,24km²

Einwohner: 7378 Einwohner (Dezember 2016)

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Postleitzahl: 04643

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