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Nikolaistraße in Geithain: Zwei Varianten im Gespräch

Sanierungsbeginn ungewiss Nikolaistraße in Geithain: Zwei Varianten im Gespräch

Noch ist die Finanzierung offen und damit der Bau-Termin. Wie die Nikolaistraße in der Geithainer Innenstadt künftig aussehen soll, ist jedoch geklärt: Anwohner sprachen sich auf einer Runde, zu der das Rathaus am Montag einlud, für eine von zwei vorgestellten Varianten aus.

Bevor die Sanierung der Nikolaistraße in Geithain starten kann, muss eines geklärt werden: Wie und wann?

Quelle: dpa

Geithain. Der Stadtrat trifft nach dieser Entscheidung auf seiner Sitzung am 20. Oktober den Beschluss, der der Verwaltung Grundlage ist für die Beantragung von Fördermitteln. Denn ohne die, das machte Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) deutlich, drehe sich kein Baggerrad.

Chemnitzer Straße, Katharinenstraße und -platz, Querstraße, der Markt selbstredend: Die meisten Straßen und Plätze in der von historischen Fassaden und vielen Geschäften geprägten Innenstadt wurden in den zurücklegenden Jahren ausgebaut. Das gelang der Stadt dank des Stadtsanierungsprogramms und anderer Fördermöglichkeiten und ging meist Hand in Hand mit den Kommunalen Wasserwerken Grimma-Geithain, die das Leitungs- und Kanalnetz erneuerten, und anderen Versorgungsträgern. Als Nächstes – und mit Blick auf einen Teil der Leipziger Straße Vorletztes – soll nun die Nikolaistraße an die Reihe kommen.

Die Gestaltung der Straße orientiert sich dabei an jener, die bisher praktiziert wurde. Fahrbahn in Asphalt, Parkflächen in Granit- und Fußwege in Betonpflaster wie in der Chemnitzer Straße, so umriss Planer Alexander Reichelt vom Tautenhainer Ingenieurbüro Data-Trans vor den Anwohnern das Konzept. Einbezogen würde der platzartige Stich zur Leipziger Straße an der Stadtbibliothek, der künftige Veitshöchheimer Platz. An der westlichen Spitze zur Leipziger Straße entstünde eine aufgepflasterte und zu gestaltende Freifläche, nutzbar auch für einen gastronomischen Freisitz. Entlang der Häuser entsteht ein Fußweg; an der Nordseite lediglich ein schmaler Streifen zur Mauer hin, der das Ein- und Aussteigen ermöglichen soll.

Die beiden Varianten, die Reichelt präsentierte, unterschieden sich vor allem in der Anordnung der Parkplätze: am nördlichen Straßenrand, nahe der Grünanlage, oder am südlichen unmittelbar vor den Häusern. Der Mehrzahl der Versammelten gefiel Ersteres deutlich besser. Insgesamt soll die Zahl der Parkplätze leicht auf 41 steigen, davon zwei für Behinderte. Allerdings wird in unmittelbarer Nachbarschaft der Bücherei die Zahl verringert, da die heutige Parksituation dort mit der geringen Fahrbahnbreite kollidiere, so der Planer.

Die entscheidende Frage für die Anwohner: Was kostet das die Grundstückseigentümer? – „Ohne Fördermittel werden wir nicht bauen“, sagte Kerstin Jesierski von der Bauverwaltung. Man werde sich um solche Gelder bemühen. Die Eigentümer hätten bereits Sanierungsbeiträge gezahlt und müssten deshalb nicht fürchten, erneut zur Kasse gebeten zu werden. Ebenso wenig stehe das zu befürchten in puncto Wasser und Abwasser. Die Kommunalen Wasserwerke seien am Planen, um vor dem Straßenbau ihre Leitungen zu erneuern. „Wir wollen versuchen, beides gemeinsam durchzuführen, um die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten.“ Zur Baustelle wird dann auch die Kuttelgasse, weil hier der Abwassersammlung Richtung Pforte verläuft. Allerdings ist die Gasse selbst nicht Bestandteil der Nikolaistraßen-Planung.

Dass sich an das Tempo 20, das in der Nikolaistraße gelte, mancher nicht ansatzweise halte, war ein Kritikpunkt. Mit Schikanen wie Aufpflasterungen werde man dem nicht zu begegnen versuchen, sagte Frank Rudolph. Solche Pflasterstreifen erhöhten vor allem die Geräuschfrequenz. Deshalb werde wohl auch auf eine gesonderte Pflaster-Querung in Höhe der Denkmalstreppe verzichten.

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